Gustav Guthknecht

Friedrich August Gustav Guthknecht (* 30. September 1843 in Berlin; † 23. Juli 1933 ebenda) war ein deutscher Maler und Hochschullehrer.

Leben

Gustav Guthknecht war ein Sohn des Kaufmanns Rudolf Ferdinand Gustav Guthknecht und dessen Ehefrau Friedrike Luise Auguste, geborene Koppe. Er erhielt zunächst eine kaufmännische Ausbildung, gab aber nach 12 Jahren diesen Beruf auf und begann 1869 ein Kunststudium an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums. Dort studierte er unter Ernst Ewald, Ernst Johann Schaller und Johann Eduard Jacobsthal. 1870 ging er in das Atelier des Historienmalers Georg Friedrich Bolte, unter dessen Leitung er sich ganz der Genremalerei widmete. Ab 1889 war er als künstlerischer Vorstand der Königlichen Theatergarderobe verantwortlich für die Kostümausstattung sämtlicher Schauspiele, Opern und Balletts. 1893 erhielt er eine Lehrstelle für Kostümkunde an der Akademischen Hochschule für die bildenden Künste. Er widmete sich dann dem Studium der Kunstgeschichte, besonders der Trachten- und Waffenkunde. Guthknecht war Mitglied im Verein Berliner Künstler, der Deutschen Kunstgenossenschaft, des Berlinischen Künstler-Vereins, des Trachtenmuseums, der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte und Schatzmeister des Unterstützungs-Vereins Berliner Künstler. 1909 wurde er zum Professor ernannt.[1] Seit 1885 war er mit Rosalie Henriette Lodomez verheiratet.[2]

Literatur

  • Anton von Werner: Ansprachen und Reden an die Studirenden der königlichen akad. Hochschule für die bildenden Künste zu Berlin und Verzeichniss der Lehrer, Beamten und Schüler derselben seit 1875. Rud. Schuster, Berlin 1896, S. 265 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  • Richard Wrede, Hans von Reinfels (Hrsg.): Das geistige Berlin. Band 1. Hugo Storm, Berlin 1897, S. 163. (Volltext in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise

  1. Antje Kalcher, Dietmar Schenk: Vor der UdK. 1. Auflage. Universität der Künste Berlin, 2024, S. 33 (kobv.de [PDF]).
  2. Standesamt Berlin 4A, Heiratsregister 1885, Urkunde Nr. 201