Ernst Johann Schaller

Ernst Johann Schaller (auch (Ernst) Johannes Schaller; * 15. Juni 1841[1] in Wasungen; † 25. Juni 1887 in Coburg) war ein deutscher Tier- und Historienmaler sowie Hochschullehrer.

Leben

Schaller war Sohn eines Beamten. Seine erste Ausbildung erhielt er in Meiningen. Für die künstlerische Ausbildung wechselte er nach Weimar. Dort wurde er insbesondere durch Friedrich Preller unterrichtet. Sein Talent für die Landschafts- und Tiermalerei wurde durch sein Schaffen auf Ausflügen in die Umgebung von Weimar sowie nach Bayern und Tirol offenbar. In dieser frühen Zeit hielt er sich länger in München auf, bevor er schließlich nach Weimar zurückkehrte. Dort trat er dann in engeren Kontakt mit Bonaventura Genelli, der ihn für die Monumentalkunst begeisterte.

Schaller ging 1867 nach Berlin. Dort erwartete ihn aufgrund der starken öffentlichen und privaten Bautätigkeit eine gute Auftragslage. Er wurde zudem 1868 an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin, 1870 an der Königlichen Kunstschule[2] und 1883 an der Technischen Hochschule als Lehrer eingestellt.[3] 1881 wurde zum Professor ernannt. Bereits früh erkrankte Schaller an einem schweren Magenleide. Er wechselte daraufhin häufig die Kurorte, konnte jedoch nicht geheilt werden. Am Ende war sein Leben stark vom Morphiumkonsum geprägt, was sich negativ auf seine Schaffenskraft auswirkte.

Werke (Auswahl)

zusammen mit Moritz Meurer:

in alleiniger Verantwortung:

Literatur

Einzelnachweise

  1. St. Lucas-Kirche Berlin, Trauungen 1865–1874, A4702 Doppelseite 00125
  2. Antje Kalcher, Dietmar Schenk: Vor der UdK. 1. Auflage. Universität der Künste Berlin, 2024, S. 43 und 81 f. (kobv.de [PDF]).
  3. Johannes Schaller. In: Catalogus Professorum. TU Berlin, abgerufen am 26. November 2025.