Gräfensteiner Oberforstamt
| Gräfensteiner Oberforstamt | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Rodalben | |
| Baujahr | 1704–1705 | |
| Koordinaten | 49° 14′ 26,3″ N, 7° 37′ 53,2″ O | |
Das frühere Gräfensteiner Oberforstamt – alternativ Gräfensteiner Forsthaus genannt – ist ein Bauwerk in Rodalben. Es steht unter Denkmalschutz.
Lage
Das Gebäude mit der Hausnummer 118 steht auf der südlichen Seite der Hauptstraße. Unmittelbar westlich steht das ehemalige Gräfensteiner Amtshaus.
Geschichte
Nachdem die Burg Gräfenstein im Dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört worden war, wurden sowohl die Amtsverwaltung als auch das Oberforstamt nach Rodalben verlegt.[1] Das Gebäude selbst wurde – belegt durch Ziegelfund – in den Jahren 1704 und 1705 errichtet und ist ein Putzbau.[2] Es war Sitz des herrschaftlichen Oberförsters. Diesem unterstanden zwei „Beijäger“, von denen einer ebenfalls in Rodalben ansässig war und der andere in Leimen.[3] Durch die veränderten Herrschaftsverhältnisse infolge der Koalitionskriege verlor das Gebäude seine ursprüngliche Bedeutung und wurde 1806 versteigert. Mittlerweile ist es Geschäftshaus mit Ladenlokal.
Literatur
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südwestpfalz (PDF; 8,7 MB). Mainz 2023.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Walter Müller: Die Wälder des Gräfensteiner Landes. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 68.
- ↑ Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 313.
- ↑ Vinzenz Bernhard: Kommunale Einrichtungen. Vom Amt Gräfenstein zum Amt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 348.