Gräfensteiner Amtshaus
| Gräfensteiner Amtshaus | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Rodalben | |
| Bauherr | Amtmann Leger | |
| Baustil | Krüppelwalmdachbau | |
| Baujahr | 1721 | |
| Koordinaten | 49° 14′ 26,5″ N, 7° 37′ 52,2″ O | |
Das ehemalige Gräfensteiner Amtshaus – alternativ Leger'sches Haus genannt – ist ein Bauwerk in Rodalben in Rheinland-Pfalz. Es steht unter Denkmalschutz.
Lage
Das Gebäude steht mit der Hausnummer 116 auf der südlichen Seite der Hauptstraße. Unmittelbar westlich steht das Johann-Peter-Frank-Haus und unmittelbar östlich das Gräfensteiner Oberforstamt.
Architektur
Das Gräfensteiner Amtshaus ist ein Krüppelwalmdachbau, der teilweise Fachwerk enthält. Um 1900 wurde ein Laden eingebaut.
Geschichte
Nachdem die Burg Gräfenstein im Dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört worden war, verlegte der Amtmann gegen Ende des Jahrhunderts seinen Sitz ins nahe Rodalben. Der von 1711 bis 1746 amtierende Amtmann Leger baute 1721 ein eigenes Gebäude für die Verwaltung, das er selbst finanzierte. Das neue Bauwerk war sein Wohnsitz und sein Amtssitz wie auch der Amtssitz seiner Nachfolger.[1]
Ab 1772 wollte der damalige Amtmann Wagner von Frommenhausen das Gebäude kaufen, wogegen die Gemeinde Merzalben als Standort der maroden Burg Widerstand leistete, um ihren Bedeutungsverlust nicht gefestigt zu sehen. 1778 war der Kauf schließlich dennoch vollzogen.[2]
Mittlerweile dient das Bauwerk als Ladengeschäft.
Literatur
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südwestpfalz (PDF; 8,7 MB). Mainz 2023.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Vinzenz Bernhard: Kommunale Einrichtungen. Vom Amt Gräfenstein zum Amt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 346.
- ↑ Vinzenz Bernhard: Kommunale Einrichtungen. Vom Amt Gräfenstein zum Amt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 346 ff.