Gotzendorf (Hohenwarth)

Gotzendorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Hohenwarth und eine Gemarkung im oberpfälzer Landkreis Cham.

Geographie

Das Dorf Gotzendorf liegt im Bayerischen Wald im Gebiet der Regensenke ca. einen Kilometer nordöstlich von Hohenwarth.

Die Gemarkung Gotzendorf (095111) umfasst 11,145 km² und hat 483 Einwohner.[1] Seit Auflösung der Gemeinde Gotzendorf wird die Gemarkung Gotzendorf von Hohenwarth mit der Nachbargemeinde Rimbach geteilt.

Geschichte

1293 wird Gozzendarf erstmals in Literalien des Klosters Rott am Inn urkundlich erwähnt.[2] Gotzendorf war im Kurfürstentum Bayern eine Obmannschaft des Landgerichts Kötzting. Grundherr war das Kloster Rott, es gab einschichtige Untertanen der Hofmark Hohenwarth.[3]

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Gotzendorf. Sie umfasste die Orte:

  • Unterzettling (Gemeindesitz)
  • Gotzendorf
  • Lutzenmühle
  • Oberzettling
  • Ribenzing
  • Schafhof
  • Thening
  • Watzlsteg

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 wurden die Gemeinde Ansdorf und Teile der Gemeinde Gotzendorf der Gemeinde Hohenwarth eingegliedert, Schafhof sowie Teile von Unterzettling und Watzlsteg kamen zu Rimbach.[4]

Hohenwarth und Gotzendorf gehörten zum Landkreis Kötzting (Regierungsbezirk Niederbayern), der am 1. Juli 1972 dem Landkreis Cham und somit dem Regierungsbezirk Oberpfalz zugeschlagen wurde.

Sehenswürdigkeiten

  • Räuber-Heigl-Linde

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Gotzendorf (Hohenwarth, Rimbach) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
  2. Gotzendorf. In: Ortsnamen - Geschichte Bayerns. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
  3. Max Piendl: Das Landgericht Kötzting. Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 5, S. 22, abgerufen am 24. Dezember 2025.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 499.

Koordinaten: 49° 12′ 1,1″ N, 12° 54′ 59,9″ O