Gordon Laing (Rennfahrer)
Gordon Laing (* 5. Juni 1929 in Melbourne; † 4. Juli 1954 in Spa, Belgien) war ein australischer Motorradrennfahrer.
Werdegang
Der Australier Laing absolvierte am Ostermontag des Jahres 1947 in Ballarat, Victoria, sein erstes Motorradrennen. Zu Beginn der 1950er Jahre wagte Laing den Sprung nach Europa, wo unter anderem sein Freund und Landsmann Ken Kavanagh bereits aktiv war. Er nahm 1952 erstmals an der Isle of Man TT teil und brach sich dabei bei einem Trainingssturz im Streckenabschnitt Laurel Bank ein Bein.
In der Saison 1953 errang Laing auf seiner 350-cm³-Federbett-Norton den Sieg in der 350er Klasse beim Internationalen Rennen in Zandvoort[1] und Rang zwei beim 5ème Circuit de Moulins in Moulins in Frankreich.[2]
Laing, Spitzname „Manxie“, bestritt die Isle of Man TT der Saison 1954 auf privat eingesetzten Manx-Nortons. In der Junior TT (bis 350 cm³ Hubraum) schied er aus, im Senior-Rennen (bis 500 cm³) wurde er Sechster. Kurz nach der Rennwoche auf der Isle of Man stieß er zum Norton-Werksteam, nachdem sich die „Nummer drei“ des Teams, der Südafrikaner Rudy Allison im Training zum Ulster Grand Prix in Nordirland verletzt hatte. Laing startete beim Ulster Grand Prix an der Seite von Ray Amm und Jack Brett und errang im Halbliterlauf hinter Amm und Rod Coleman (A.J.S.) den dritten Rang. Da das Rennen wegen starken Regens von 27 auf 15 Runden verkürzt worden war, floss es nicht in die Weltmeisterschaftswertung ein. Anschließend belegte er im 350er-Lauf Rang vier.
Zwei Wochen später brachte das Norton-Team beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps Amm und Laing an den Start. Im Training gehörte er zu den schnellsten Fahrern des Feldes und war im Stande, mit den schnellen Gileras des amtierenden Weltmeisters Geoff Duke und dessen französischen Teamkollegen Pierre Monneret mitzuhalten. Im ersten Lauf des ersten Renntages, dem 4. Juli, versuchte Laing im 350er-Rennen an Amm dranzubleiben, der mit Ken Kavanagh um die Führung kämpfte. In der zweiten Runde stürzte Laing bei starkem Regen, an Position drei liegend, in der zweiten Runde in der La-Carriére-Kurve, die mit Vollgas genommen wurde. Die Maschine prallte in den Graben neben der Strecke, Laing wurde vom Motorrad geschleudert, landete kopfüber und war auf der Stelle tot. Fergus Anderson, der zum Zeitpunkt des Unfalls dicht hinter Laing gelegen hatte, verlor fünf Positionen, als er an die Box fuhr, um der Rennleitung vom Unfall zu berichten. Er beendete das Rennen auf seiner Moto Guzzi als Zweiter hinter dem Sieger Ken Kavanagh.
Weblinks
- Gordon Laing (Rennfahrer) auf der offiziellen Website der Isle of Man TT (englisch)
- Gordon Laing. In: www.motorsportmemorial.org. Motorsport Memorial, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- Gordon Laing. In: imuseum.im. Manx Museum and National Trust, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ Vincent Glon: Les courses internationales à ZANDVOORT (Pays-Bas). In: racingmemo.free.fr. Abgerufen am 18. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Vincent Glon: Les Courses Motos en France – 1953. In: racingmemo.free.fr. Abgerufen am 18. Dezember 2025 (französisch).