Gocław (Warschau)

Gocław, ehemals Gościsław bzw. Gościesław, ist ein Warschauer Stadtviertel östlich der Weichsel im Stadtteil Praga-Południe.

Geschichte

Gocław wurde im 11. Jahrhundert angelegt und wahrscheinlich nach seinem Gründer benannt. Im Jahr 1155 stand die Siedlung im Eigentum der Bischöfe von Płock. Später wurde sie Teil der bischöflichen Güter von Kamion. Während der Schwedischen Sintflut wurde im Juli 1656 eine dreitägige Schlacht zwischen polnisch-litauischen und schwedisch-brandenburgischen Truppen geschlagen, bei der die Siedlung vollkommen zerstört wurde. 1780 erwarb König Stanislaus August Poniatowski die Siedlung von dem Bistum Płock und schenkte sie seinem Neffen Stanislaus Poniatowski. 1795 wurde sie nach der Dritten Polnischen Teilung von der preußischen Verwaltung verstaatlicht. 1916 wurde der Ort nach Warschau eingemeindet. Im 20. Jahrhundert entstand hier ein Flughafen, der mittlerweile aufgegeben wurde. Heute gilt Gocław als beliebter Wohnort mit zahlreichen modernen Wohngebäuden.

Quellen

  • Encyklopedia Warszawy Wydawnictwo Naukowe PWN, 1994, ISBN 83-01-08836-2.
  • Adam Dylewski: Warszawa i okolice, Pascal, 2008, ISBN 978-83-7513-139-0.
Commons: Gocław – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 14′ N, 21° 5′ O