Glockenturm (Iggelbach)
| Glockenturm | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Iggelbach | |
| Baujahr | 1899–1900 | |
| Koordinaten | 49° 19′ 52,8″ N, 7° 54′ 54,7″ O | |
Der Glockenturm – alternativ Uhr- und Glockenturm genannt – ist ein Bauwerk im Elmsteiner Ortsteil Iggelbach. Er steht unter Denkmalschutz und gilt als „ortsbildprägend“.[1]
Lage
Das Bauwerk befindet sich in der örtlichen Schloßgasse im Süden des Siedlungsgebietes des Ortes. Etwas weiter nördlich verläuft der Iggelbach.
Beschreibung
Beim Bauwerk handelt es sich um einen Sandsteinquaderbau mit Zeltdach.
Geschichte
Ende des 19. Jahrhunderts gründete sich vor Ort ein Holzhauerverein, um in Iggelbach lebende Waldarbeiter zu unterstützen. Nachdem jedoch 1883 die gesetzlichen Krankenkassen eingeführt wurden, verlor er größtenteils seinen beabsichtigten Zweck und beschloss deshalb seine Auflösung. Das Vermögen des Vereins, das zuletzt 3003 Mark betragen hatte, sollte zur Beschaffung zweier Glocken dienen, da vor Ort es zu diesem Zeitpunkt lediglich eine kleine Glocke auf dem damaligen Schulhaus gab. Der Auftrag ging an die in Kaiserslautern ansässige Glockengießerei Pfeifer. jedoch herrschten Meinungsverschiedenheiten über den genauen Standort des vorgesehenen Glockenturms; der Streit darüber dauerte mehrere Jahre und spaltete die Dorfgemeinschaft; 1898 beendete das Landgericht Frankenthal den Streit und legte den Standort an der Schloßgasse fest. Ab 1899 wurde der Turm gebaut und ein Jahr später fertig gestellt.[2]
Die beiden Glocken mussten im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen werden; erst 1923 erhielt der Turm eine neue. Er wurde 1923 aufgestockt und erhielt in diesem Zusammenhang eine Uhr.[2] Die Glocke wurde 1933 in die zwei Jahre zuvor errichtete protestantische Kirche transferiert.[3]
Weblinks
Literatur
- Georg Peter Karn, Rolf Mertzenich: Kreis Bad Dürkheim. Stadt Bad Dürkheim, Gemeinde Haßloch, Verbandsgemeinden Deidesheim, Lambrecht, Wachenheim (= Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 13.1). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1995, ISBN 3-88462-119-X.
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Bad Dürkheim. Mainz 2024 (PDF; 5,1 MB).
Einzelnachweise
- ↑ Iggelbach Glockentürmchen. Abgerufen am 3. Oktober 2025.
- ↑ a b Erich Uhly: Iggelbach und seine Kirche. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 145.
- ↑ Erich Uhly: Iggelbach und seine Kirche. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 149.