Glesse

Glesse
Flecken Ottenstein
Koordinaten: 51° 57′ N, 9° 22′ O
Fläche: 2,08 km²[1]
Einwohner: 60[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 31868
Vorwahl: 05286
Lage von Glesse in Niedersachsen

Glesse ist ein Ortsteil des Fleckens Ottenstein im Landkreis Holzminden in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1973 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Der Weiler Glesse liegt auf der Ottensteiner Hochebene zwei Kilometer westlich von Ottenstein an der Landstraße von Lichtenhagen nach Vahlbruch.

Geschichte

Glesse gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Ottenstein im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel.[2] Von 1807 bis 1813 gehörte der Ort zum Kanton Bodenwerder des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Seit 1814 gehörte Glesse zum Amt Ottenstein des Herzogtums Braunschweig und seit 1833 zum braunschweigischen Kreis Holzminden.[3] Dieser wechselte 1941 nach Preußen und gehört seit 1946 zu Niedersachsen. Am 1. Januar 1973 wurde Glesse im Rahmen der niedersächsischen Gebietsreform Teil des Fleckens Ottenstein.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1793 081 [2]
1812 082 [4]
1845 117 [3]
1910 093 [5]
1925 069 [6]
1939 065 [6]
1950 116 [7]
1961 080 [7]
1970 093 [7]

Baudenkmale

Drei Gebäude des ehemaligen Forsthofs Steinbreite sowie das Gebäude Glesse 4 stehen unter Denkmalschutz.

Wirtschaft

Am südlichen Ortsrand befindet sich ein Werk eines Lebensmittelproduzenten.

Einzelnachweise

  1. a b Daten und Karte der Gemarkung Glesse
  2. a b Georg Hassel und Karl Bege: Geographisch-statistische Beschreibung der Fürstenthümer Wolfenbüttel und Blankenburg. Band 2. Friedrich Bernhard Culemann, Braunschweig 1803, S. 348 ff. (tu-braunschweig.de [PDF]).
  3. a b Karl Venturini: Das Herzogthum Braunschweig in seiner vormaligen und gegenwärtigen Beschaffenheit. Fleckeisen, Helmstedt 1847, S. 326 ff. (google.de).
  4. Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  5. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. November 2025.
  6. a b Michael Rademacher: Holzminden. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  7. a b c Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)