Giuseppe Zimbalo

Giuseppe Zimbalo, genannt „Lo Zingarello“, (* 1620 in Lecce; † 1710 ebenda) war ein italienischer Architekt und Bildhauer.

Giuseppe Zimbalo zählte wie sein Großvater Francesco Antonio Zimbalo zu den prominentesten Vertretern des Lecceser Barockstils (auch Salentinischer Barock) in Apulien. Sein Wirken im 17. Jahrhundert gab der Stadt ihr heutiges, prachtvolles Aussehen. Zimbalo perfektionierte die Arbeit mit dem Pietra Leccese, dem weichen Kalkstein der Region.[1]

Seine Hauptwerke in Lecce sind:

  • Basilika Santa Croce: Zimbalo vollendete die spektakuläre Fassade (oberer Teil), die als das ultimative Beispiel des apulischen Barocks gilt.
  • Kathedrale von Lecce (Piazza del Duomo): Er baute den Dom zwischen 1659 und 1670 fast vollständig neu auf und entwarf den beeindruckenden, 72 Meter hohen Campanile (Glockenturm), der die Silhouette der Stadt dominiert.
  • Palazzo dei Celestini: Direkt neben Santa Croce gelegen, war er ebenfalls an der Gestaltung dieses monumentalen Regierungsgebäudes beteiligt.
  • Säule des Heiligen Oronzo (Colonna di Sant’Oronzo): Er entwarf die Basis der bekannten Säule auf dem Hauptplatz Piazza Sant’Oronzo, die aus Dankbarkeit für das Ende der Pest errichtet wurde.
  • Basilika San Giovanni Battista al Rosario: Zimbalo starb 1710 und wurde in der Kirche beigesetzt.[2]

Literatur

Commons: Giuseppe Zimbalo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Pietra di Lecce auf materialarchiv.ch, abgerufen am 22. Dezember 2025
  2. Giuseppe Zimbalo: Basilica of Santa Croce, Palazzo dei Celestini, Church of the Rosario auf digitalhistory.unite.it, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch)