Francesco Antonio Zimbalo

Francesco Antonio Zimbalo (* 1567 in Lecce; † 1631 ebenda) war ein italienischer Architekt.

Zimbalo zählte neben Gabriele Riccardi zu den prominentesten Vertretern des Lecceser Barockstils (auch Salentinischer Barock) in Apulien. Er ist vor allem für seine bedeutenden Werke zur Basilika Santa Croce in Lecce bekannt, an der er maßgeblich beteiligt war. Zu seinen Werken an der Basilika gehören die Gestaltung der drei Portale an der Fassade, einschließlich des Hauptportals mit seinen doppelten korinthischen Säulen, die er ab 1606 hinzufügte sowie der Altar des heiligen Franziskus von Paola im Inneren der Kirche, ein bedeutendes Werk der Barockskulptur im Salento-Gebiet, das er 1614 schuf.[1][2]

Zimbalo stammte aus einer Familie von Künstlern und war der Großvater des ebenfalls berühmten Architekten und Bildhauers Giuseppe Zimbalo (genannt „Lo Zingarello“), der später weitere wichtige Barockbauten in Lecce realisierte, unter anderem an der gleichen Basilika. Francesco Antonio Zimbalo gilt als eine Schlüsselfigur, die die dekorativen Motive und Stile, die den späteren Barock in der Region prägen sollten, einführte.

Literatur

Zimbalo, Francesco. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 36: Wilhelmy–Zyzywi. E. A. Seemann, Leipzig 1947, S. 502 (biblos.pk.edu.pl).

Einzelnachweise

  1. Michelin Travel & Lifestyle, Lanham 2012, ISBN 978-2-06-720848-3
  2. Georges Pillement: Unknown Italy, London: Johnson Publications London 1968, ISBN 08-5307-002-4