Gerhard Andreas von Reiche

Johann Gerhard(us) Andreas Reiche, ab 1716 von Reiche (* 20. Januar 1691 in Hannover; † 30. Dezember 1770 in Ilfeld[1][2]), war ein deutscher Jurist und Staatssekretär (Wirklicher Geheimer Sekretär). Er war außerdem von 1740 bis 1747 Administrator des Stifts Ilfeld und trug danach den Titel Drost von Ilfeld. Er bekleidete hohe Ämter im Dienst des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg.[3] Nach 1747 trug er den Titel Drost von Ilfeld.[4]

Leben und Wirken

Er war der Sohn des 1740 verstorbenen und 1716 in den Adelsstand erhobenen Staatssekretärs und Administrators des Stifts Ilfeld, Justus Christoph von Reiche und lebte mit diesem eine Zeit in London.[5][6] Bereits frühzeitig lernte ihn sein Vater an, so dass er nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Ilfeld und London in die Fußstapfen des Vaters trat. Die Administration des Stifts Ilfeld gab er 1747 an die Grafen zu Stolberg ab.[7] Dennoch blieb er Ilfeld weiter verbunden. Wie sein Vater ließ auch er sich in der (alten) Klosterkirche zu Ilfeld beisetzen. Er blieb unverheiratet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Eintrag bei lobid mit Lebensdaten
  2. Eintrag im vd18 mit Lebensdaten
  3. Benjamin Bühring: Die Deutsche Kanzlei in London. Kommunikation und Verwaltung in der Personalunion Großbritannien – Kurhannover 1714–1760. Göttingen 2021, S. 160.
  4. Dieter Hüning, Arne Klawitter, Gideon Stiening: Jakob Mauvillon (1743–1794) und die deutschsprachige Radikalaufklärung. Berlin/Boston 2022, S. 36.
  5. Uta Richter-Uhlig: Hof und Politik unter den Bedingungen der Personalunion [...] 1992, S. 36.
  6. Annette Landgraf, David Vickers: The Cambridge Handel Encyclopedia. 2009, S. 535.
  7. Dieter Hüning, Arne Klawitter, Gideon Stiening (Hrsg.): Jakob Mauvillon (1743–1794) und die deutschsprachige Radikalaufklärung De Gruyter, 2022, S. 36. ISBN 978-3-11-079353-6