Georges d’Espagnat

Georges d’Espagnat (* 14. August 1870 in Melun; † 17. April 1950 in Paris) war ein französischer Maler des Post-Impressionismus, Illustrator und Bühnenbildner.[1]

Leben

Georges d’Espagnat wurde 1870 in Melun geboren. Nach Abschluss seiner Schulausbildung im Jahr 1888 zog er nach Paris. Dort besuchte er kurzzeitig die Académie des Beaux-Arts sowie die Académie Colarossi, verließ beide Einrichtungen jedoch wieder schnell, da ihm das autodidaktische Arbeiten besser gefiel. In seinen frühen Jahren wurde er von den Malern Gustave-Claude-Étienne Courtois und Jean-André Rixens gefördert. Im Jahr 1891 stellte er erstmals auf dem Salon des Refusés im Palais des Arts Décoratifs aus. Ab 1892 nahm er regelmäßig am Salon des Indépendants teil. 1905 war er maßgeblich an der Gründung des Salon d’Automne beteiligt und übernahm dort ab 1935 das Amt des Vizepräsidenten. Er pflegte enge Freundschaften mit Künstlern wie Pierre-Auguste Renoir, dem er von 1899 bis 1904 mehrmals an die Côte d’Azur folgte. Auch mit Schriftstellern und Musikern wie Paul Valéry, André Gide und Raymond Roussel stand er in regem Austausch.[2]

Werk

Georges d’Espagnat war ein wichtiger Vertreter des Postimpressionismus und schuf zahlreiche Gemälde, die von Alfred Sisley und Pierre-Auguste Renoir inspiriert sind. Er nahm regelmäßig an renommierten Ausstellungen teil und gehörte dem Künstlerkreis um Pierre Bonnard, Édouard Vuillard, Maxime Maufra und Albert André an. Als Illustrator wirkte er an Projekten wie dem von dem Schriftsteller Rémy de Gourmont herausgegebenen Almanach de L’ymagier (1897)[3] sowie an der illustrierten Ausgabe von L’Immortel von Alphonse Daudet (1930) mit. Zu seinen öffentlichen Aufträgen zählen die Ausgestaltung des Rathauses von Vincennes (Mairie, 1936) sowie die Dekoration des Salon Victor Hugo im Palais du Luxembourg in Paris (1939).[1]

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 4: Cossintino – Dyck. Paris, 2006.
  • Bernard d' Espagnat, Georges Lecomte, Jean-Dominique Jacquemond: Georges d'Espagnat (Collection maitres d'hier et d'aujourd'hui). La Bibliotheque des Arts, 2002.
  • Claire Durand-Ruel Snollaerts, Jacques-Sylvain, Klein: Paul Durand-Ruel et le post-impressionnisme : Albert André, Georges d'Espagnat, Gustave Loiseau, Maxime Maufra, Henry Moret. Paris: In Fine éditions d'art 2020.
  • Elmar Stolpe: Espagnat, Georges d’. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 35, Saur, München u. a. 2002, ISBN 3-598-22775-2, S. 73 f.
Commons: Georges d'Espagnat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 4: Cossintino – Dyck, 2006, ISBN 2-7000-3074-5.
  2. D'Espagnat, Georges. Museo Nacional Thyssen-Bornemisza. Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).
  3. Remy de Gourmont, Georges d' Espagnat: Almanach de l'ymagier 1897 : zodiacal, astrologique, magique, cabalistique, artistique, littéraire et prophétique. Paris : L'Ymagier, 1897 (archive.org [abgerufen am 10. Oktober 2025]).