Georg von Stosch

Georg Friedrich Karl Graf von Stosch (* 11. Juni 1866 in Hartau; † 12. Oktober 1914 bei Sarnow (Iwangorod)) war ein deutscher Verwaltungsjurist.

Leben

Georg entstammt der uradeligen Familie von Stosch. Seine Eltern waren der Jurist und Gutsbesitzer Graf Georg von Stosch-Hartau (1836–1913) und Mathilde Hentschel von Gilgenheimb (1840–1919), Tochter der Johanne Ditttrich und des Justizrat und Kreisdirektor Karl Ritter Hentschel von Gilgenheimb. Vater Stosch war zudem kgl. preuß. Wirklicher Geheimer Rat, Kreisrichter a. D. und Major a. D. Sein Gut Hartau lag im Kreis Sprottau.

Georg von Stosch studierte Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen. 1886 wurde er Mitglied des Corps Saxonia Göttingen.[1] Nach Studium und Referendariat trat er als Regierungsassessor in den preußischen Staatsdienst ein. 1896 wurde er zum Landrat des Landkreises Militsch ernannt.[2] 1907 kam er als Oberregierungsrat zur Regierung Oppeln und wechselte noch im gleichen Jahr als kommissarischer zur Schlesischen Provinzialfeuersozietät. 1909 kehrte er als Oberregierungsrat und Stellvertreter des Regierungspräsidenten zur Oppelner Regierung zurück.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs rückte von Stosch ein als Hauptmann der Reserve im 1. Garde-Regiment zu Fuß. Er fiel am 12. Oktober 1914 bei Sarnow.

Er war zweimal verheiratet, in erster Ehe mit Freda von den Lancken-Wakenitz (1870–1932), geboren auf Gut Boldevitz, geschieden 1906. Die zweite Ehe schloss Stosch 1907 in Wallwitz mit Lilly von Eichmann (1869–1922), einer Tochter des Diplomaten Friedrich von Eichmann. Nachfahren sind nicht überliefert.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 85/379.
  2. Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Militsch Verwaltungsgeschichte und Landräte auf der Website Territorial.de.