Borowina
| Borowina | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
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| Woiwodschaft: | Lebus | |
| Powiat: | Żagański | |
| Gmina: | Szprotawa | |
| Geographische Lage: | 51° 38′ N, 15° 35′ O
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| Höhe: | 150 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 299 (2016) | |
| Postleitzahl: | 67-130 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 68 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FZG | |
Borowina, deutsch Hartau, ist ein Dorf in der Woiwodschaft Lebus es gehört zur Gemeinde Szprotawa.
Gutsdorf
Im vormals im preußischen Kreis Sprottau gelegenen Dorf entwickelte sich ein Gutssitz. Die letzten Jahrhunderte, seit 1721, gehörte die Begüterung der gräflichen Familie von Stosch. Ende des 19. Jahrhunderts hatte das Rittergut einen Gesamtumfang von 598 ha. Namhafte Gutsherren waren der Jurist Graf Georg von Stosch-Hartau (1836–1913), verheiratet mit Mathilde Hentschel von Gilgenheimb (1840–1919), dann ihr Sohn Graf Georg von Stosch. Letzter Schlosseigentümer wurde dessen Bruder Graf Albrecht von Stosch (1873–1949), kgl. preuß. Major und Träger der höchsten militärischen Auszeichnung in Preußen, des Pour le Mérite; sowie Vorsitzender des Familienverbandes.[1] Albrecht von Stosch war mit Margarete von Portatius verheiratet. Das Ehepaar hatte keine Kinder, adoptierte dann zwei Söhne. 1935 an Kindesstatt den Neffen, Landwirt und Leutnant Joachim Graf Stosch-Freiherr von Tettau (1904–1941),[2] Sohn der Elisabeth von Stosch und des Generals Freiherr Otto von Tettau. 1943 erfolgte die nächste Adoption, Wenzel Graf von Stosch (* 1924). Nach den Enteignungen 1945 lebten Albrecht und Margarete von Stosch in Bethel.[3]
Sehenswürdigkeiten
- Die katholische Filialkirche St. Bartholomäus (Kościół pw. św. Bartłomieja) ist eine gotische Saalkirche. Sie war seit Ende des 19. Jahrhunderts eine Ruine und wurde 1975 bis 1978 wieder aufgebaut.[4]
- Das Schloss (Dwór) ist ursprünglich ein Renaissancebau vom Ende des 16. Jahrhunderts; es wurde 1671 bis 1680 barockisiert; im 18. Jahrhundert umgebaut und um 1800 modernisiert. Im Westflügel ist ein repräsentatives Treppenhaus. Im Osten des Schlosses liegt ein Landschaftspark.[5]
Literatur
- Hartau, In: Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Hrsg. Georg Dehio-Nachfolge/Dehio-Vereinigung e. V., Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 163.
- Georg Steller: Zwei Dorfstudien aus Westschlesien. Hartau und Langheinersdorf. Kreis Sprottau. Bezug Heimatstelle Sprottau, Stadtverwaltung Detmold, Kurt Liebig-Köln, Detmold 1961. PDF
- Hartau. Rittergut, In: Schlesisches Güter-Adreßbuch. [1894]. Verzeichniß sämmtlicher Rittergüter und selbstständigen Guts- und Forstbezirke. Fünfte Ausgabe, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1894, S. 338.
- Hartau. Dorf. Reg. Bez. Liegnitz. Kr. Sprottau. 525 Einw., In: F. W. Heidemann: Topographisch-statistisches Wörterbuch der Preußischen Monarchie. Band 1, Breitkopf & Härtel, Leipzig 1835, S. 400.
Weblinks
- Michael Spiegel-Schliengen (Hrsg.): Hartau Krs. Sprottau. Historie der Bauerngüter und Häuslerstellen.
Fußnoten
- ↑ Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1942. Jg. 115, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 545. In: Google Books.
- ↑ Matthias Graf von Schmettow (Hrsg.): Gedenkbuch des deutschen Adels. (Hauptband), In: Aus dem Deutschen Adelsarchiv. Band 3, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1968, S. 329.
- ↑ Vgl. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck, u. a.: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel). 1955. Band II, Band 10 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A Starke Verlag, Glücksburg/Ostsee 1955, ISSN 0435-2408, S. 438–439.
- ↑ Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 163.
- ↑ Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 163.