Georg Christian von Hoven

Georg Christian von Hoven (* 15. Mai 1841 in Hohenstein (Württemberg); † 1. Dezember 1924[1] in Bern) war ein deutscher Kartograph, der im 19. und frühen 20. Jahrhundert in der Schweiz tätig war.

Ausbildung

Nach Primarschule und Fortbildungsschule absolvierte von Hoven[2] von 1855 bis 1859 eine Lehre bei Franz Malté in Stuttgart. Danach arbeitete er kurz in Paris.

Frühe Karriere

1862/63 und 1866 leistete er Militärdienst (Festungsartillerie).[2][3] Von 1866 bis 1872 war er bei Rudolf Leuzinger in Bern tätig, gefolgt von einer Anstellung von anderthalb Jahren bei Gottfried Kümmerli bis 1874. 1869 wurde seine Ehe mit A. Barbara Bergmann verkündet.[4]

Spätere Stationen

Ab 1875 betrieb er bis 1895 ein eigenes Kartografenbüro als selbständiger Kartenzeichner. Vom 15. Januar 1896, nach dem Tod von Rudolf Leuzinger, bis zu seinem Ruhestand am 1. April 1921 fungierte er als Kartograph beim Eidgenössischen topographischen Büro in Bern, wo er topographische Karten der Schweiz erstellte.[2]

Werke (Auswahl)

Seine Arbeiten[6.1] umfassen Karten wie die „Karte der Schweiz“ und die „Uebersichtskarte der Schweiz mit ihren Grenzgebieten“, die mit dem Eidgenössischen Topographischen Bureau verbunden sind.

Literatur

  • H. Türler: Hoven, Georg Christian von. In: Schweizerisches Künstler-Lexikon. Bd. 2, 1908, S. 89.[9]
  • Schüle: Hoven, Georg Christian von. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Bd. 4, 1930. S. 299.[6]

Archive

Einzelnachweise

  1. Der Bund, Band 75, Nummer 516, 2. Dezember 1924 Ausgabe 02
  2. a b c von Hoven Christian, Lithograf (Dossier). Abgerufen am 14. Januar 2026 (Viewer des Bundesarchivs, Unterlagen_0000004, Seite 5 von 6).
  3. Der Bund, Band 64, Nummer 381, 17. August 1913: Ausländer auf der Abteilung für Landestopographie [...] Ein zweiter trat 1896 ein; er gehörte der deutschen Armee an, hat aber dem Kriegsaufgebot 1870 – da er schon damals in der Schweiz ansässig war – keine Folge geleistet.
  4. Neue Zürcher Zeitung, Nummer 131, 12. Mai 1869 Verkündete Ehen: [...] Neumünster: [...] Georg Christian von Hoven von Hohenstein (Württemberg) und A. Barbara Bergmann von Riesbach.
  5. a b Die erste Ausgabe der Karte war 1874 im Auftrag der Internationalen Telegraphen‑Union (ITU) entstanden, gestaltet von Georg Christian von Hoven (1841–1924) und in Bern von F. Lips veröffentlicht. Das rasante Wachstum des Telegraphennetzes erforderte fortlaufende Aktualisierungen nach Hovens ursprünglichem Entwurf. Es lassen sich mindestens vierzehn Ausgaben nachweisen, gedruckt in den Jahren 1874, 1881, 1882, 1886, 1888, 1890, 1892, 1898, 1902, 1909, 1917 sowie 1923, letztere offenbar neugestaltet von W. Bonacker und bei Kümmerly & Frey in Bern erschienen.[1]
  6. Georg Christian von Hoven, von Hohenstein (Württemberg), Kartograph (1841–1924), erlernte die Lithographie und lebte von 1866 an in Bern, wo er zuerst beim berühmten Kartographen R. Leuzinger, dann auf eigene Rechnung arbeitete. Seit 1868 mit Sticharbeiten für den Siegfriedatlas (1:50'000) betraut, trat er 1896 in ein festes Dienstverhältnis zu dem eidg. topograph. Bureau, blieb bis zu seinem Lebensende Beamter der eidg. Landestopographie. Seine Werke sind ungemein zahlreich. — SKL. [Schüle.]
    1. Seine Werke sind ungemein zahlreich
  7. E-Rara.ch
  8. Blätter der Siegfriedkarte
  9. Hoven, Georg Christian von, Kartograph, geb. am 15. Mai 1841 in Hohenstein (Württemberg), machte von 1855 bis 1859 bei dem Kartographen Franz Malté in Stuttgart seine Lehrzeit, arbeitete hierauf in Paris und kam 1866 nach Absolvierung des Militärdienstes in der Heimat zum Kartographen Rudolf Leuzinger nach Bern. Er war bei diesem fünf Jahre thätig, hierauf 1½ Jahre bei Gottfried Kümmerli und dann selbständig stets mit Kartenzeichnen beschäftigt, vorzüglich am topographischen Atlas der Schweiz mitarbeitend. Die Schweiz. Postkarte von 1882 und die bernische Schulkarte hat er allein ausgeführt. Seit 1896 ist H. Kartograph des eidg. topographischen Bureaus in Bern. Persönl. Mitt. – H. Türler