Gefallenendenkmal Kerzlin

Das Gefallenendenkmal in Kerzlin, einem Ortsteil der Gemeinde Temnitztal im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg, erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Es wurde von Max Wiese entworfen, im Jahr 1922 östlich des Kerzliner Kirchengebäudes auf dem Kirchhof aufgestellt[1] und 1992 saniert.[2] Als denkmalgeschütztes Objekt ist es in der Denkmalliste des Landes Brandenburg mit der Nummer 09171663 eingetragen.[1]

Beschreibung

Es handelt sich um ein Kriegerdenkmal, bestehend aus einer abgestuften Stele[3] mit darauf knieender Figur eines einfachen Soldaten,[4] dem eine Atemschutzmaske gegen das im Ersten Weltkrieg verbreitete Kampfgas um den Hals hängt.[5]

Auf der Ansichtsseite der Stele sind auf der weißen Emailletafel die Namen und Lebensdaten von 10 Verstorbenen aus dem Dorf Kerzlin vermerkt.

Frontal am Sockel angebracht sind übereinander zwei Inschrifttafeln und davor ist eine weitere Tafel aufgestellt, wobei die untere sowie die vorstehende Tafel nach 1990 hinzugefügt wurden.[3]

Inschriften

Inschriften
Oben Unten Davor
Ihren im Weltkriege 1914–18
gefallenen Helden
<<Namen>>
Die dankbare Gemeinde
Den Opfern des Unrechtes
Lasset euch versöhnen
"Stehst du mal hier
an dieser Stätte
denk auch an Jene
mal zurück,
die für ein Nichts
geopfert Leben
und kehrten nie
zu uns zurück"

Einzelnachweise

  1. a b Kriegerdenkmal. In: Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, abgerufen am 24. September 2025.
  2. Kerzlin – Temnitztal. 4. Dezember 2019, abgerufen am 24. September 2025.
  3. a b Kerzlin, Gemeinde Temnitztal, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg. In: Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. Abgerufen am 24. September 2025.
  4. Dieter Hübener, Kristina Hübener und Julius H. Schoeps (Hrsg.): Kriegerdenkmale in Brandenburg. Von den Befreiungskriegen 1813/15 bis in die Gegenwart. be.bra-Wiss.-Verl., Berlin o.J, ISBN 3-89809-302-6, S. 80.
  5. Loretana de Libero: Rache und Triumph. Krieg, Gefühle und Gedenken in der Moderne. De Gruyter Oldenbourg, München, Wien 2014, ISBN 978-3-11-039702-4, S. 214.

Koordinaten: 52° 53′ 12,3″ N, 12° 38′ 29,4″ O