GWR-Klasse 2721
| GWR-Klasse 2721 | |
|---|---|
| Nummerierung: | 2721–2800 |
| Anzahl: | 80 |
| Hersteller: | Swindon Works |
| Baujahr(e): | 1897–1901 |
| Ausmusterung: | 1945–1950 |
| Bauart: | C n2t |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Treibraddurchmesser: | 1410 mm (4 ft 7½ in) |
| Zylinderanzahl: | 2 (innenliegend) |
| Zylinderdurchmesser: | 432 od. 444 mm (17 od. 17½ in) |
| Kolbenhub: | 610 mm (24 in) |
| Brennstoffvorrat: | Kohle |
| Konstrukteur: William Dean Weiterentwicklung der GWR-Klasse 1854; als Satteltanklokomotiven geliefert, später zu Panniertanklokomotiven umgebaut | |
Die GWR 2721 Class war eine Baureihe von dreiachsigen Satteltanklokomotiven der britischen Great Western Railway (GWR). Die Lokomotiven wurden von William Dean entworfen und zwischen 1897 und 1901 in den bahneigenen Swindon Works gebaut. Insgesamt entstanden 80 Maschinen, die überwiegend im Rangier- und leichten Güterzugdienst eingesetzt wurden. Die Baureihe stellte eine Weiterentwicklung der GWR-Klasse 1854 und war die Grundlage für die GWR-Klasse 5700.
Geschichte
Die ersten Lokomotiven der Klasse 2721 wurden im November 1897 ausgeliefert, die letzten im März 1901. Obwohl sie eine neue Klassenbezeichnung erhielten, handelte es sich konstruktiv um eine direkte Weiterentwicklung der Klasse 1854 von 1890. Die Unterschiede waren gering und betrafen vor allem die geschlitzte Kuppelstangen und die Verwendung von Schraubenfedern an allen Achsen.
Die Klasse wurde für den Personen- und Güterverkehr auf Nebenstrecken der Great Western Railway eingesetzt. Bis 1933 waren alle Maschinen auf Belpaire-Feuerbüchsen und Panniertanks umgebaut. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Lok Nr. 2785 bei einem Luftangriff auf Newton Abbot im Jahr 1940 schwer beschädigt, jedoch anschließend repariert und wieder in Betrieb genommen.[1]
Da die Produktion der nachfolgenden Klasse 5700 mit der Nachfrage Schritt hielt, begann 1945 die Ausmusterung der Klasse 2721. Bei der Gründung von British Railways im Jahr 1948 befanden sich noch 54 Lokomotiven der Baureihe im Dienst. Die Ausmusterung erfolgte zwischen 1945 und 1950, ohne dass ein Exemplar erhalten blieb.
Technik
Die Lokomotiven der Klasse 2721 wurden als Satteltanklokomotive mit offenem Führerstand geliefert.[2] Die Maschinen verfügten über zwei innenliegende Zylinder mit einem Durchmesser 432 mm (17 in), wobei die 17 Lokomotiven mit den Nummern 2779 bis 2795 über größere Zylinder mit einem Durchmesser von 444 mm (17 ½ in) verfügten.[3] Der Kolbenhub betrug bei beiden Versionen 610 mm (24 in), der Treibraddurchmesser 1410 mm (4 ft 7½ in).
Technisch basierte die Baureihe auf der Klasse 1854. Die wichtigsten Änderungen waren der Einbau von geschlitzten Kuppelstangen und von Schraubenfedern an allen Achsen. Insgesamt 41 Lokomotiven erhielten geschlossene Führerstände, die meisten davon zudem einen vergrößerten Kohlenkasten.
Der Großteil der Baureihe wurde bereits vor Ende des Ersten Weltkriegs mit Belpaire‑Feuerbüchsen ausgestattet, was gleichzeitig auch den Umbau von Satteltank- zu Panniertanklokomotiven auslöste. Bis 1933 waren alle Maschinen umgebaut. Die Variante bildete anschließend die Grundlage für die Klasse 5700, der zahlenmäßig größten Lokomotivbaureihe der GWR.
Einzelnachweise
- ↑ Richard Callcott Riley: Great Western album. London, Allan, 1966, S. 90 (englisch, archive.org).
- ↑ Hornby Railways Collector Guide - Class - Class 2721 - Steam. Abgerufen am 26. Dezember 2025.
- ↑ A Beginner's Guide to Pannier Tanks. In: GWR Modelling. Abgerufen am 26. Dezember 2025.