Göttinger Institut für Demokratieforschung

Göttinger Institut für Demokratieforschung

Logo des Instituts für Demokratieforschung
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Georg-August-Universität
Bestehen: seit 2011
Standort der Einrichtung: Göttingen
Art der Forschung: Demokratieforschung
Leitung: Simon T. Franzmann seit April 2021
Homepage: www.ifdem.de

Das Göttinger Institut für Demokratieforschung ist eine Forschungseinrichtung an der Georg-August-Universität Göttingen. Das Institut widmet sich der Analyse der politischen Kultur, der Erforschung des Wandels von Parteien und Parteiensystemen sowie der Erforschung von politischen Bewegungen in Niedersachsen, in Deutschland und im internationalen Vergleich. Erklärtes Ziel des Göttinger Instituts für Demokratieforschung ist die Verknüpfung von wissenschaftlicher Analyse, öffentliche Vermittlung und Beratung. Das Institut fungiert damit als Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Wissenschaft.[1] Angesiedelt am Institut sind mehrere geförderte Forschungsprojekte, die Professur für Demokratieforschung mit Schwerpunkten in der Parteien- und Politischen Kulturforschung sowie die Juniorprofessur für Demokratieforschung. Sitz des Instituts ist die Villa Stich in der Weender Landstraße 14.

Geschichte des Instituts

Das Göttinger Institut für Demokratieforschung wurde 2010 aus der Arbeitsgruppe für Parteienforschung am dortigen Politikwissenschaftlichen Institut heraus gegründet und dient insbesondere der Kommunikation von sozialwissenschaftlichen Befunden zwischen Politik und Gesellschaft. Das Institut ist in die politikwissenschaftliche Lehre der Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingebunden.

Erster Direktor und Gründer des Institutes war der Politikwissenschaftler Franz Walter (Professor und Herausgeber von INDES – Zeitschrift für Politik und Gesellschaft). Er prägte die wissenschaftliche Ausrichtung des Instituts maßgeblich und verhalf dem Institut zu gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Krankheitsbedingt musste Franz Walter im September 2017 als Direktor des Instituts zurücktreten und ging vorzeitig in den Ruhestand. Die Leitung des Instituts und der Professur wurde im Wintersemester 2017/2018 kommissarisch von der Geschäftsführerin Stine Marg übernommen.

Im Zuge der Neubesetzung der Professur und der Institutsleitung entbrannte eine Debatte über die zukünftige Ausrichtung des Instituts. Medienberichten zufolge gab es Pläne eine Alexander-von-Humboldt-Professur mit dem Schwerpunkt Geschichte des 19. Jahrhunderts an das Institut zu holen, wodurch sich der Arbeitsschwerpunkt weg vom aktuellen (real)politischen Geschehen verlagert hätte. Ebenso führte die Aussage, dass keine neuen Forschungsaufträge angenommen und keine Arbeitsverträge verlängert werden, zu Verunsicherung bei den damals ca. 60 Mitarbeitenden.[2]

Im April 2021 folgte Simon T. Franzmann dem Ruf nach Göttingen und übernahm die Professur für Demokratieforschung sowie die Leitung des Instituts für Demokratieforschung. Das wissenschaftliche Forschungsprofil wurde größtenteils beibehalten und um Projekte in der Grundlagenforschung weiterentwickelt. Seit Mai 2024 ist zusätzlich die Juniorprofessur für Empirische Demokratieforschung, besetzt durch Theres Matthieß, dem Institut zugeordnet. Im Wintersemester 2024/2025 beschäftigt das Institut ca. 38 Mitarbeitende (inklusive studentischer Hilfskräfte).

Die Villa Stich

Im Oktober 2010 zog das Institut für Demokratieforschung in die frisch renovierte Villa Stich. Erbaut wurde die Villa Stich 1852 vom Göttinger Professor für Privatrecht Wilhelm Theodor Kraut als repräsentative Professoren-Residenz. Beeinflusst vom Rundbogenstil handelt es sich um einen verputzten kubischen Baukörper mit feinteiliger Werksteingliederung und dekorativem Zinnenkranz auf einem niedrigen Kellersockel.[3] Die Villa ist eines der ältesten Gebäude auf dem Zentralcampus und ist nach § 3 (2) NDSchG als Einzeldenkmal geschützt.

Benannt ist die Villa seit ca. 1915 nach dem Göttinger Mediziner Rudolf Stich (1875–1960), der von 1911 bis 1945 als Direktor der Klinik für Chirurgie an der Universität Göttingen wirkte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts haben die Geschichte Rudolf Stichs und der Villa Stich selbst in dem Buch „Weißkittel und Braunhemden“ kritisch aufgearbeitet.[4] Eine Gedenktafel, welche an Stich erinnern sollte, wurde nach der Renovierung des Gebäudes im Jahr 2012 aufgrund seiner NS-Vergangenheit nicht wieder angebracht.

Laufende Forschungsprojekte

Die Forschungs- und Dokumentationsstelle zur Analyse politischer und religiöser Extremismen in Niedersachsen (FoDEx)

Die Forschungs- und Dokumentationsstelle zur Analyse politischer und religiöser Extremismen in Niedersachsen (FoDEx) untersucht aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Rechtsradikalismus, Linker Radikalismus, radikale Islam-Auslegung, und politischen Kultur im digitalen Raum. Zudem beschäftigt sich FoDEx mit der historischen Aufarbeitung der Geschichte des Niedersächsischen Verfassungsschutzes. Ziel ist es, langfristige politische Entwicklungen frühzeitig aufzuspüren und im Zeitverlauf nachzuvollziehen. Die Erkenntnisse sollen zwischen Politik, Öffentlichkeit, sowie Wissenschaft und Forschung vermitteln. Seit 2016 wird das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport mit bis zu 800.000 € gefördert.[5]

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek übernimmt die Sammlung und fachgerechte Archivierung offener Materialien des niedersächsischen Verfassungsschutzes. Es handelt sich dabei um im niedersächsischen Verfassungsschutz gesammeltes Material von und über extremistische Strömungen, wie Zeitungen, Magazine, Bücher, CDs und Propagandamaterial. Diese werden der Öffentlichkeit über die FoDEx-Dokumentationsstelle zur Verfügung gestellt.

FoDEx veröffentlicht zudem seit 2019 den Niedersächsischen Demokratie-Monitor in dem die Systemunterstützung und das Vertrauen der niedersächsischen Bevölkerung in politische Institutionen, Akteure und Prozesse quantitativ und qualitativ untersucht werden.

Manifesto-Projekt

Das Manifesto-Projekt beschäftigt sich mit der weltweiten Sammlung und Analyse von Wahlprogrammen repräsentativer Demokratien. Die gesammelten Daten und Analysen werden in der Manifesto Projekt Database (MPD) der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Ursprünglich beheimatet am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ist seit November 2022 das Institut für Demokratieforschung am Projekt als Kooperationspartner beteiligt.[6] Gefördert wird das Manifesto-Projekt seit Oktober 2009 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Ungleiche Mandatsresponsivität (UNEQUALMAND)

Das Forschungsprojekt „Ungleiche Mandatsresponsivität (UNEQUALMAND)“ untersucht politische (Un-)Gleichheiten auf den verschiedenen Ebenen des politischen Entscheidungsprozesses vergleichend für Deutschland und Frankreich. Das Projekt betrachtet die Angebots- und die Nachfrageseite des politischen Wettbewerbs. Auf der Angebotsseite wird argumentiert, dass für soziale Gruppen mit hohen Mobilisierungsressourcen und einem positiven gesellschaftlichen Bild überproportional oft Wahlversprechen formuliert werden und für diese Gruppen im Wahlkampf formulierte Versprechen nach der Wahl auch häufiger umgesetzt werden.[7]

UNEQUALMAND ist eine Kooperation des Göttinger Instituts für Demokratieforschung, dem Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz und dem französischen Centre for European Studies and Comparative Politics. Das Projekt hat eine angestrebte Laufzeit von drei Jahren, von Juli 2022 bis März 2026 und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Agence Nationale de la recherche (ANR) gefördert.[8]

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Bundesfachstelle Linke Militanz

Von Juli 2017 bis Dezember 2024 förderte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! Demokratie fördern – Vielfalt gestalten – Extremismus vorbeugen«, die Bundesfachstelle „Linke Militanz“. Zusammen mit anderen Modellprojekten untersuchte die Bundesfachstelle (1) die Ursachen und Ausdrucksformen von Linkem Extremismus, leistet (2) historisch-politische Bildungsarbeit zum Linkem Extremismus, entwickelte (3) Argumentationshilfen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Schule und (Jugend-)Sozialarbeit, sowie (4) Bildungskonzepte für die Arbeit an Schulen und Jugendeinrichtungen. Die am Institut für Demokratieforschung angesiedelte Bundesfachstelle konzentrierte sich auf sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung, die politische Bildung und die Vernetzung mit den anderen bundesweit verteilten Modellprojekten des Phänomenbereichs.[9] Im Rahmen ihrer Arbeit veröffentlichte die Bundesfachstelle mehrere Studien zu linken (militanten) Gruppen und Themen, sowie Handreichungen für Planspiele und Workshops zu Bildungszwecken.

DemoKon

Von August 2019 bis Dezember 2022 war das Institut für Demokratieforschung Teil des Forschungsprojekts „DemoKon. Eine Demokratische Konfliktkultur für die Energiewende“. Zusammen mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der Universität Siegen, dem Institut Raum & Energie, der Stiftung Mercator und dem Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) wurden sowohl Einstellungen, Deutungsmuster und Konfliktdynamiken im Rahmen der Energiewende als auch Konfliktlösungsstrategien entwickelt und erprobt. Diese sollten die lokale Polarisierungen möglichst vermeiden und eine demokratische Streit- und Aushandlungskultur stärken. Der Untersuchungsschwerpunkt des Göttinger Instituts für Demokratieforschung lag auf der Haltung und Rolle der betroffenen, aber nicht aktiven Bevölkerung („schweigenden Mehrheit“).[10]

Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass sowohl aktive als auch unbeteiligte der Energiewende grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Dennoch zeigen sich populistische Logiken in der Art und Weise, wie über den Klimawandel und die Energiewende gesprochen wird. „Die Populistische Erzählung von einer „schweigenden Mehrheit“, die gegen die Energiewende sei, entbehrt damit nach wie vor jeder Grundlage“.[11]

Kinderdemokratie

Von 2012 bis 2018 war das Institut für Demokratieforschung mehrfach an dem vom der Friede-Springer-Stiftung, der Stadt Hannover und dem Niedersächsischem Kultusministerium geförderten Projekt Kinderdemokratie beteiligt. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts entwarfen mehrere Arbeitsblätter und Planspiele anhand derer Grundschulkinder wesentliche demokratische Werte wie Meinungspluralismus, Wahlen, Inklusion, Partizipation und demokratischer Umgang mit Unterschieden und Konflikten vermittelt wurden.

Pegida

Von 2015 bis ca. 2018 erforschte das Institut für Demokratieforschung das Aufkommen und den Verlauf der PEGIDA Bewegung sowie die gesellschaftlichen Reaktionen auf diese. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts verfasste mehrere Studien, welche sich mit der Zusammensetzung, den politischen Inhalten, den Motiven und historischen Hintergründen der Pegida Bewegung sowie ihrer Gegenbewegung (NoPegida) befassen. Zusätzlich wurde der Einfluss der Proteste auf die Vorstellungen, Wünsche, Ängste und Gedanken zur demokratischen Einwanderungsgesellschaft jugendlicher untersucht. Dafür wurden mehrere teilnehmende Beobachtungen, Umfragen, Interviews und Diskursanalysen durchgeführt.

Kontroversen und Mediale Aufmerksamkeit

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Demokratieforschung werden des Öfteren von Medien als Experten und Expertinnen zu sozialen Bewegungen, der AfD, Links(extremen) Gruppierungen und Wahlverhalten herangezogen.

Großes mediales Interesse wurde der Einrichtung bei ihren Ergebnissen zu PEGIDA und der Pädophilie-Debatte der Grünen sowie der Studie „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland“[12] 2017 zuteil. Die letztgenannte Studie wurde im Auftrag der Ost-Beauftragten der Bundesregierung erstellt und mit dem Vorwurf methodischer Fehler und einem Mangel an wissenschaftlicher Sorgfalt zurückgewiesen.[13] In der Studie wurde vor einer weiteren Zunahme rechtsextremer Kräfte in Ostdeutschland für die 2020er Jahre gewarnt. Sie ist mittlerweile öffentlich in einer überarbeiteten Version, bei der die Annonymisierung von Beteiligten nachgebessert wurde, verfügbar.[12]

Im September 2018 erteilte Medienberichten zufolge ein Zusammenschluss linker Göttinger Aktivistinnen und Aktivisten den Mitarbeitern des Instituts für Demokratieforschung Hausverbot in ihren Räumlichkeiten. Sie warfen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor, für den niedersächsischen Verfassungsschutz zu spionieren und Informationen zur Verfügung zu stellen. Mitarbeitende des Instituts wiesen die Vorwürfe entschieden zurück.[14][15] Das Institut für Demokratieforschung betont, dass es eine kritische Gegenposition zur sicherheitsbehördlichen Forschung einnimmt und vollkommen autonom handelt.[16]

Die Bundestagsfraktion der AfD kritisierte im März 2020 in einer kleinen Anfrage die auf X (ehm. Twitter) getroffenen Aussagen eines Mitarbeiters der Bundesfachstelle Linke Militanz. Die AfD äußerte den Verdacht, dass die Ziele der „Bundesfachstelle Linke Militanz“ durch ihre eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gefährdet sei.[17] In einer weiteren kleinen Anfrage vom August 2020 stellt die AfD die fachliche Eignung des Instituts für Demokratieforschung als Kompetenzstelle für die „Bundesfachstelle Linke Militanz“ in Frage. Sie begründen ihre Zweifel mit einer bewussten Verharmlosung linksextremer Weltanschauungen seitens des Instituts.[18] Die Bundesfachstelle wies die Vorwürfe zurück. Sie beschäftigte sich unter anderem kritisch mit linken Antisemitismus, Verschwörungstheorien sowie politisch motivierter linker Kriminalität.[9]

Aktuelle und ehemalige bedeutende Mitarbeitende

Veröffentlichungen

Seit seiner Entstehung ist das Göttinger Institut für Demokratieforschung Herausgeber einer Vielzahl an Studien und Büchern. Im Sinne des erklärten Ziels der Vermittlung zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit sind viele der vom Institut veröffentlichten Publikationen als Open Access verfügbar. Zudem sind zahlreiche kurze Beiträge in dem Blog des Institutes erschienen, welcher auf der Webseite einsehbar sind. Es folgt eine Auswahl von Publikationen des Instituts für Demokratieforschung.

  • Jahrbuch des Göttinger Institutes für Demokratieforschung, Stuttgart: ibidem-Verlag, Bd. 1 (2011) – Bd. 8 (2019)
  • Göttinger Junge Forschung, Stuttgart: ibidem-Verlag, Bd. 1 (2010) – Bd. 32 (2024)
  • Studien des Göttinger Instituts für Demokratieforschung zur Geschichte politischer und gesellschaftlicher Kontroversen, Bielefeld: transcript Verlag, Bd. 1 (2011) – Bd. 17 (2021)
  • Göttinger Themenhefte zu Zeitfragen von Politik, Gesellschaft und Sozialkultur. Göttingen: Institut für Demokratieforschung Jg. 1 (2013) – Jg. 2 (2014)
  • Demokratie-Dialog. Göttingen: Universitätsverlag Göttingen. Vol. 1 (2017) – Vol. 14 (2024)

FoDEx Studienreihe

  • FoDEx-Studie Nr. 1: Florian Finkbeiner, Katharina Trittel: Traditionslinien des Rechtsradikalismus in der politischen Kultur Niedersachsens. Ein historischer Problemaufriss, Göttingen 2019.
  • FoDEx-Studie Nr. 2: Stine Marg, Florian Finkbeiner, Steffen Kühnel, Efpaxia Dermitzaki: Niedersächsischer Demokratie-Monitor, Göttingen 2019.
  • FoDEx-Studie Nr. 3: Lino Klevesath, Annemieke Munderloh, Joris Sprengeler, Kathinka Schlieker, Florian Graham: Scharia als Weg zur Gerechtigkeit? Eine Analyse der Rezeption eines salafistischen Online-Videos durch junge Muslim*innen, Göttingen 2019.
  • FoDEx-Studie Nr. 4: Florian Finkbeiner, Niklas Schröder: Die AfD und ihre Wähler in Niedersachsen. Eine Fallanalyse zum Sozialprofil der Wählerschaft und ihrer politischen Einstellungen am Beispiel von Niedersachsen, Göttingen 2020.
  • FoDEx-Studie Nr. 5: Julian Schenke, Katharina Trittel, Amelie Neumann: Die ungeschriebene Verfassung der Niedersachsen. 1. Qualitative Vertiefungsstudie des Niedersächsischen Demokratie-Monitors (NDM), Göttingen 2020.
  • FoDEx-Studie Nr. 6: Florian Finkbeiner, Dominik Dewitz, Katharina Trittel, Niklas Schröder, Ellen Brühl, Marie Nolte: Rechtsradikalismus in sozialdemokratischen Kerngebieten. Eine Regionalstudie zur deutungskulturellen Verarbeitung der AfD in Salzgitter, Göttingen 2021.
  • FoDEx-Studie Nr. 7: Philipp Scharf, Julian Schenke, Luke Tappé: Konstitution des „anderen Hannovers“. Politische Kultur und linksradikales Engagement in der niedersächsischen Landeshauptstadt, Göttingen 2021.
  • FoDEx-Studie Nr. 8: Julian Schenke, Annemieke Munderloh, Simon T. Franzmann, Steffen Kühnel: Niedersächsischer Demokratie-Monitor. Politische Einstellungen in Niedersachsen während der Corona-Pandemie, Göttingen 2021.
  • FoDEx-Studie Nr. 9: Katharina Trittel, Sören Isele, Florian Finkbeiner, Hauke Bruns: Vom „Wächter am Tor“ zum „einsamen Wolf“. Der Multifunktionär Hans-Michael Fiedler und die Transformation der radikalen Rechten in Südniedersachsen, Göttingen 2022.
  • FoDEx-Studie Nr. 10: Lino Klevesath, Annemieke Munderloh, Marvin Hild, Joris Sprengeler: Der „Deutschsprachige Islamkreis Hildesheim“. Eine radikalislamische Moscheegemeinde im Kontext von Behörden und Stadtgesellschaft, Göttingen 2022.
  • FoDEx-Studie Nr. 11: Philipp Scharf, Stephanie Buchholz, Lukas Tappé: Nordhorner Volksfront? DKP-Aktivismus und politische Kultur in der ehemaligen Textilhochburg, Göttingen 2023.
  • FoDEx-Studie Nr. 12: Lino Klevesath, Marvin Hild, Mareike Rohloff, Ousama Sheikh Muhammed: Inhalte von Predigten im radikalislamischen Milieu. Eine Untersuchung von Moscheen in Niedersachsen, Göttingen 2023.
  • FoDEx-Studie Nr. 13: Nina Kerker, Lucas Kuhlmann, Stine Marg, Annemieke Munderloh, Christopher Schmitz: Deutungsmuster, Mentalitäten und kollektive identitäten im ländlichen Raum Niedersachsens. 2. Qualitative Vertiefungsstudie des Niedersächsischen Demokratie-Monitors (NDM), Göttingen 2023.
  • FoDEx-Studie Nr. 14: Philipp Harfst, Simon T. Franzmann, Steffen M. Kühnel, Sally A. Fitzpatrick, Laura Krug, Jonah Hartmann, Sarah P. Schmidt, Emelie Siepert, Michael Zylla: Niedersächsischer Demokratie-Monitor. Politik in der Vertrauenskrise, Göttingen 2024.

(Kurz)Studien der Bundesfachstelle Linke Militanz

  • Teresa Nentwig: Modellprojekte der politischen Bildung im Bereich linker Extremismus von 2010 bis 2019. Ziele, Methoden, Herausforderungen. 2020.
  • Alexander Deycke: Autonomer Antifaschismus. 2021.
  • Alexander Deycke, Tom Pflicke: Verschwörungstheorien in Phänomenübergreifender Perspektive vor dem Hintergrund der Coronakrise. 2021.
  • Michael Lühmann: Kurzstudie Antifa Ost. Die radikale Linke als Teil der politischen Kultur am Beispiel von Rostock und Leipzig. 2022.
  • Bundesfachstelle Linke Militanz: Egalitär, aktionistisch und autoritär – Demokratiekritik von links. 2023.
  • Stine Marg: Die Letzte Generation – Entwicklung, Merkmale und Einordnung. 2024.

Pegida-Studien

  • Lars Geiges, Stine Marg, Franz Walter: Pegida. Die schmutzige Seite der Zivilgesellschaft? Bielefeld: transcript-Verlag, 2015.
  • Stine Marg, Katharina Trittel, Christopher Schmitz, Julia Kopp, Franz Walter: NoPegida. Die Helle Seite der Zivilgesellschaft. Bielefeld: transcript-Verlag, 2016.
  • Julian Schenke, Christopher Schmitz, Stine Marg, Katharina Trittel: Pegida Effekt? Jugend zwischen Polarisierung und politischer Unberührtheit. Bielefeld: transcript-Verlag, 2018.
Commons: Göttinger Institut für Demokratieforschung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Presseinformationen - Georg-August-Universität Göttingen. Abgerufen am 22. September 2025.
  2. Institut für Demokratieforschung droht Umbruch und Wissen-Verlust. 8. März 2018, abgerufen am 23. September 2025.
  3. Rüttgerodt-Riechmann, Ilse (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 5,1): Landkreis Göttingen: Stadt Göttingen (Braunschweig, 1982). Abgerufen am 23. September 2025.
  4. Weißkittel und Braunhemd. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014, ISBN 978-3-525-30056-5.
  5. Niedersächsicher Lantag - 18. Wahlperiode (Hrsg.): Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort der Landesregierung - Drucksache 18/770. 2018 (landtag-niedersachsen.de [PDF]).
  6. Manifesto Project Database. Abgerufen am 23. September 2025.
  7. Ungleiche Mandatsresponsivität? (UNEQUALMAND) | IfDem. In: IfDem – Institut für Demokratieforschung Göttingen. Abgerufen am 23. September 2025.
  8. DFG - GEPRIS - Ungleiche Mandatsresponsivität? Wie Wahlversprechen und ihre Realisierungen Zielgruppen in Frankreich und Deutschland adressieren. Abgerufen am 23. September 2025.
  9. a b Homepage. Abgerufen am 23. September 2025.
  10. Demokon. In: IfDem – Institut für Demokratieforschung Göttingen. Abgerufen am 23. September 2025.
  11. Nina Kerker, Stine Marg, Nico Mokros, Beate Küpper: Die Unbeteiligten in lokalen Energiewendekonflikten – Demokon Research Paper III. Göttingen / Mönchengladbach / Potsdam 2022.
  12. a b Danny Michelsen, Marika Przybilla-Voß, Michael Lühmann, Martin Grund, Hannes Keune, Florian Finkbeiner, Franz Walter: Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland im regionalen Kontext : Ursachen, Hintergründe, regionale Kontextfaktoren: Abschlussbericht des Forschungsprojekts Ursachen und Hintergründe für Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und fremdenfeindlich motivierte Übergriffe in Ostdeutschland sowie die Ballung in einzelnen ostdeutschen Regionen : Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung. Hrsg.: Göttinger Institut für Demokratieforschung. Göttingen 2017 (db-thueringen.de [PDF]).
  13. Rechtsextremismus: Ostbeauftragte distanziert sich von Extremismus-Studie. In: Die Zeit. 27. Juli 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 23. September 2025]).
  14. No IfD. 23. September 2018, abgerufen am 23. September 2025 (amerikanisches Englisch).
  15. Yasemin Fusco: Vorwürfe gegen Göttinger Wissenschaftler: Überwachung oder Unsinn? In: Die Tageszeitung: taz. 28. September 2018, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 23. September 2025]).
  16. Katharina Trittel, Matthias Micus, Stine Marg, Lars Geiges: Demokratie-Dialaog. Die Arbeit des Institutes für Demokratieforschung im Rahmen der "Forschungs- und Dokumentationsstelle zur Analyse politischer und religiöser Extremismen in Niedersachsen". In: Institut für Demokratieforschung (Hrsg.): Demokratie-Dialog. Nr. 1. Göttingen 2017, S. 2–9.
  17. Deutscher Bundestag 19. Wahlperiode (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Markus Frohnmaier, Lars Herrmann und der Fraktion der AfD – Drucksache 19/17598. 2020 (bundestag.de [PDF]).
  18. Deutscher Bundestag 19. Wahlperiode (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Roland Hartwig, Thomas Ehrhorn, Johannes Huber, Frank Pasemann und der Fraktion der AfD – Drucksache 19/21425. 2020 (bundestag.de [PDF]).

Koordinaten: 51° 32′ 22,9″ N, 9° 56′ 1,9″ O