Friedrich Christoph von Briest

Friedrich Christoph von Briest (geb. 6. Februar 1689 in Mittelmark; gest. 19. November 1754 in Nennhausen) war ein preußischer Landrat.

Herkunft

Friedrich Christoph von Briest war Angehöriger des Adelsgeschlechts Briest. Er war ein Sohn von George Christoph von Briest (1660–1715), Erbherr auf Nennhausen und Landrat des Havelländischen Kreises, und dessen Ehefrau Anna Florina (1666–1752), geb. von Stedern aus dem Hause Stapelburg.[1] Sein jüngerer Bruder Jakob Friedrich von Briest (1695–1768) war preußischer Generalmajor und dessen gleichnamiger Großvater Jakob Friedrich von Briest (1631–1703) war erster Landrat des Havelländischen Kreises.

Leben

Friedrich Christoph besuchte zunächst die Ritterakademie Brandenburg an der Havel, bevor er sich am 25. Februar 1709 an der Universität Halle immatrikulierte. Im Jahr 1719 wurde er Erbherr auf Nennhausen und Bamme. Um 1721 wurde er Landrat des Havelländischen Kreises. Nach dem Tod von Marcus Ehrenreich von der Lütke (1668–1730) übernahm er auch den Posten als Landrat im Glien-Löwenbergischen Kreis. 1751 wurde von Briest aufgrund seines Alters dispensiert und durch den Hauptmann Otto Sigismund von Erxleben (1701–1775) adjungiert.[2] In der Folge musste von Briest einen Abschlag von seinem Salär hinnehmen.

Persönliches

Ab 1735 ließ Friedrich Christoph von Briest als Bauherr das von seinem Vater George Christoph von Briest im Jahr 1705 erbaute Schloss Nennhausen aufwendig umbauen.[3] Von Briest starb unverheiratet am 19. November 1754. Sein jüngerer Bruder, der Leutnant August Siegmund von Briest (1702–1771), wurde 1768 Erbherr auf Nennhausen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Georg Christoph von Briest (Christopher von Briest). In: worldhistory.de. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
  2. Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15 (= Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85). K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 251 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Das Havelland um Rathenow und Premnitz eine landeskundliche Bestandsaufnahme 2017, von Sebastian Kinder, Haik Thomas Porada, 2017, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien in der Google-Buchsuche S. 259; ISBN 978-3-412-22297-0