Friedhof Kirchboitzen
Der Friedhof Kirchboitzen befindet sich in Kirchboitzen, einem Ortsteil der Stadt Walsrode im Landkreis Heidekreis in Niedersachsen.
Beschreibung
Der ca. 165 Meter lange und maximal ca. 95 Meter breite Friedhof in Eigentum und Betrieb der Kirchengemeinde liegt nördlich der Michaeliskirche am Nordostrand Kirchboitzens. Am nördlichen Rand des Friedhofes verläuft die B 209. Die im Jahr 1900 errichtete Friedhofskapelle wurde 1970/71 erweitert.[1]
Auf dem Friedhof sind diese Grabarten möglich: Einzel-, Wahl- und Rasengräber. Außerdem können Urnen- oder auch Sargbestattungen in der Gemeinschaftsanlage „Ruhegarten“ erfolgen.[2]
Besonderheiten
Auf diesem Friedhof ruhen insgesamt mehr als 47 Opfer des Zweiten Weltkrieges und der NS-Gewaltherrschaft in einem gepflegten Gräberfeld:[3]
- 40 junge deutsche Soldaten, gefallen im Kampf um Kirchboitzen und die umliegenden Ortschaften am 15. April 1945,
- einige zivile Opfer durch Artilleriefeuer und Luftangriffe zur Unterstützung des britischen Angriffs auf Walsrode im Zuge der heutigen B 209,
- ein polnischer Hilfswilliger, der wohl auch bei den Kämpfen ums Leben gekommen ist, und
- sechs Unbekannte.
- In der Mitte der Kriegsgräberstätte befindet sich das Denkmal eines sterbenden Soldaten,
- eine Gedenktafel an der Friedhofsmauer rechts neben dem Eingang erinnert an die zivilen Opfer und
- eine Grabplatte erinnert an den ums Leben gekommenen polnischen Hilfswilligen.
Siehe auch
- Liste von Friedhöfen im Landkreis Heidekreis
- Liste der Baudenkmale in Walsrode (Außenbezirke)#Kirchboitzen
Weblinks
- Friedhof Kirchboitzen auf kirchengemeinde-kirchboitzen.de
Einzelnachweise
- ↑ Friedhof in Kirchboitzen auf kirchengemeindelexikon.de
- ↑ Grabarten auf kirchengemeinde-kirchboitzen.de
- ↑ Walsrode - Kirchboitzen, Ev.-luth. Friedhof auf kriegsgraeberstaetten.volksbund.de
Koordinaten: 52° 49′ 55,7″ N, 9° 29′ 37,5″ O