Franziska Maria Anna von Brühl
Franziska Maria Anna Gräfin von Brühl (* 2. April 1717; † 10. Mai 1762 in Warschau) war eine deutsche Adlige und Ehefrau des sächsischen Staatsministers Heinrich von Brühl.[1]
Leben
Franziska Maria Anna entstammt dem böhmischen Adelsgeschlecht der Kolowrat, Linie Krakowsky und wuchs als Tochter des Geheimen Rates, Oberstlandkämmerers und Ober-Appellationsgerichtspräsidenten Maximilian Norbert von Kolowrat-Krakowsky und der Maria Anna Theresia von Stain zu Jettingen auf. Ihre Mutter war Oberhofmeisterin der Kurprinzessin und späteren Kurfürstin Maria Josepha von Sachsen.
Sie heiratete am 29. April 1734 Heinrich von Brühl. Sie hatten gemeinsam mindestens zehn Kinder, von denen fünf das Erwachsenenalter erreichten:
- Maria Amalie (1736–1772) ⚭ Jerzy August, Graf von Mniszech
- Alois Friedrich (1739–1793), Freier Standesherr auf Forst und Pförten, ⚭ Gräfin Josepha Christiane von Schaffgotsch
- Carl Adolph (1742–1802) ⚭ Sophie Gomm, Tochter des königlich britischen Legationssekretärs Sir William Gomm in St. Petersburg.
- Albert Christian Heinrich (1743–1792) ⚭ Gräfin Laura Maria Walpurgis von Minucci
- Hanns Moritz (1746–1811), Herr auf Seifersdorf ⚭ Jeanne Marguerite Christine von Schleyerweber
- Elisabeth (* 2. August 1744; † 29. November 1744)
Im Siebenjährigen Krieg folgte sie ihrem Ehemann nach Warschau, der gemeinsam mit August III. nach der Kapitulation der sächsischen Armee mit einem Teil des Hofstaates nach Polen geflüchtet war.
Nach ihrem Tod wurde sie in der Verklärung-Christi-Kirche in Warschau beigesetzt, wo ihr Ehemann ihr zu Ehren eine Gedächtniskapelle errichten ließ. Diese schmückt eine Urne aus Marmor, die dem polnischen Bildhauer Jan Chryzostom Redler zugeschrieben wird.[2]
Literatur
- Hans Pleschinski: Der Flakon. C. H. Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-80682-7
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Francisca Maria Anna von Brühl. In: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Hrsg.): Sächsische Biografie.
- ↑ Sven Zuber: Das Denkmal der Gräfin Maria Anna Franziska von Brühl in Warschau. Abgerufen am 1. Dezember 2025.