Florian Hartenstein
| Florian Hartenstein | ||
| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 13. August 1977 (48 Jahre) | |
| Geburtsort | Mainz, Deutschland | |
| Größe | 205 cm | |
| Position | Center | |
| College | Oregon | |
| Trikotnummer | 54 | |
| Vereine als Aktiver | ||
| 2001–2009 | Gießen 46ers | |
| 2009–2012 | Artland Dragons | |
| Vereine als Trainer | ||
| 2012–2014 | Artland Dragons (U16) | |
| 2015–2017 | Artland Dragons (U19) | |
| 2017–2019 | Artland Dragons | |
Florian Lionel Hartenstein (* 13. August 1977 in Mainz, Rheinland-Pfalz) ist ein deutscher Basketballtrainer und ehemaliger -spieler (Center). Er war bis Ende November 2019 Trainer der Artland Dragons.
Er spielte für die Artland Dragons sowie die Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga.
Karriere
Spieler
Hartenstein kam als Sohn einer deutschen Mutter und eines US-amerikanischen Vaters[1] in Mainz zur Welt und begann mit zwölf Jahren mit dem Basketball.[2] Der Centerspieler schaffte den Sprung in die deutsche Juniorennationalmannschaft[3] sowie in den Kader des Zweitligisten TSV Speyer.
Er spielte in der Saison 1996/97 an der Thurston High School[4] an der Westküste der USA im Bundesstaat Oregon sowie ab 1997 an der University of Oregon in der NCAA. Er bestritt insgesamt 112 Spiele für die Hochschulmannschaft und erzielte im Schnitt 3,6 Punkte sowie 3,7 Rebounds je Begegnung.[5] 2001 kehrte er nach Deutschland zurück und wechselte zu Avitos Gießen (später Gießen 46ers) in die Basketball-Bundesliga.[6] Nach acht meist erfolgreichen Jahren in der Universitätsstadt, in denen er auch zum Mannschaftskapitän wurde, konnte sich Hartenstein mit dem Verein nicht über die Verlängerung seines Vertrages einigen und wechselte daraufhin innerhalb der Bundesliga zu den Artland Dragons ins niedersächsische Quakenbrück. Im Hemd der Artländer spielte er nicht nur in Deutschlands höchster Spielklasse, sondern auch im Europapokal.[3]
Hartenstein hatte eine sehr körperbetonte Spielweise, seine größte Stärke lag im Rebound. Auffällige Schwächen waren besonders seine hohen Foulbelastungen und die Freiwürfe, bei denen er teilweise eine derartig niedrige Trefferquote aufwies, dass er ungewöhnliche Wurftechniken anzuwenden versuchte (u. a. einhändig).
Nach dem Ende seiner Profilaufbahn 2012 war er neben seinen Trainertätigkeiten teils Spieler der Regionalligamannschaft des TSV Quakenbrück.
Trainer
Ab 2012 war Hartenstein Trainer der U16-Mannschaft der Artland Dragons in der JBBL,[7] mit denen er 2014 Deutscher Meister wurde und in der Saison 2013/14 ungeschlagen blieb. Zu seinen Spielern in dieser Mannschaft gehörten auch sein Sohn Isaiah, Philipp Herkenhoff und Thorben Döding.[8] Ab der Saison 2014/15 war Hartenstein Trainer der U19-Mannschaft Quakenbrücks in der NBBL[9] sowie ab 2015 zudem Co-Trainer der Artland Dragons in der 2. Bundesliga Pro B. Im Januar 2017 übernahm er im Gespann mit Christian Greve den Cheftrainerposten bei den Quakenbrückern, nachdem Dragan Dojčin entlassen worden war.[10] Ab Juni 2018 war er nach Greves Abgang alleiniger Cheftrainer in Quakenbrück.[7] Nachdem die Quakenbrücker unter seiner Leitung aus den vorangegangenen zehn Spielen nur drei Siege geholt hatten und punktgleich mit den Abstiegsrängen auf dem 14. Tabellenplatz der 2. Bundesliga ProA standen, kam es Ende November 2019 zur Trennung zwischen Hartenstein und den Artländern.[11]
Sonstiges
Hartenstein hat einen Sohn, Isaiah, der auch Basketballprofi ist und eine Tochter.
Im Dezember 2024 erwarb er mit Geschäftspartnern, darunter sein Sohn Isaiah und Adam Hess, Anteile an der Trägergesellschaft des Bundesligisten Ratiopharm Ulm.[12]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ There’s more to Isaiah Hartenstein than meets the eye. In: Andscape. 21. Juni 2017, archiviert vom am 7. Mai 2024.
- ↑ Riesentalent mit feinem Händchen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. Oktober 2015, archiviert vom am 10. November 2015.
- ↑ a b Florian Hartenstein. In: FIBA. Abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Florian Hartenstein: Redefining Player Development Through a Coach’s Journey. In: Sold Magazine. 2. Mai 2025, archiviert vom am 7. September 2025 (englisch).
- ↑ Flo Hartenstein. In: Sports-Reference.com. Abgerufen am 11. Juli 2017 (englisch).
- ↑ Saison 2001/2002: Die Zu- und Abgänge der Basketball-Bundesliga. In: Rheinische Post. 1. Oktober 2001, archiviert vom am 10. November 2025.
- ↑ a b Hartenstein bleibt Trainer. In: Artland Dragons. 11. Juni 2018, archiviert vom am 24. Juni 2025.
- ↑ JBBL: Young Dragons holen Rekord und Titel. In: Artland Dragons. 18. Mai 2014, archiviert vom am 19. November 2025.
- ↑ NBBL 2014 / 2015. In: Artland Dragons. Archiviert vom am 29. Oktober 2014.
- ↑ Hartenstein und Greve übernehmen: Artland Dragons trennen sich von Trainer Dragan Dojcin. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 9. Januar 2017, abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Artland Dragons und Florian Hartenstein trennen sich. In: Artland Dragons. 25. November 2019, archiviert vom am 24. Juni 2025.
- ↑ NBA-Profi Hartenstein wird Investor bei Ulmer Basketballern. In: Heidenheimer Zeitung. 27. Dezember 2024, archiviert vom am 19. November 2025.