Feliks Paweł Turski

Feliks Paweł Turski (* 1729 in Czarnocin, Polen-Litauen; † 1800 in Krakau, Galizien) war von 1765 bis 1771 Bischof von Chełm, von 1771 bis 1788 Bischof von Luzk und von 1788 bis 1800 Bischof von Krakau. Das Geschlecht der Turski war Teil der Wappengemeinschaft Rogala. Er war Träger des Orden des Weißen Adlers und des Sankt-Stanislaus-Orden.

Leben

Feliks Paweł Turski studierte in Łowicz und Rom, wo er 1717 Doktor beider Rechte wurde. In Rom empfing er auch die Priesterweihen. Nach seiner Rückkehr nach Polen-Litauen erwarb er als Domherr Pfründe in Gnesen und Warschau. Ab 1763 war er Vorsitzender des Krontribunals in Lublin. 1765 wurde er Bischof von Chełm und stieg 1171 zum Bischof von Luzk auf. Auf dem Teilungssejm von 1773–1775 gehörte er der Opposition an. Gleichwohl unterzeichnete er 1773 die Gebietsabtretungen Polen-Litauens in der Ersten Polnischen Teilung an Russland, Preußen und Österreich. 1776 schloss er sich der Konföderation von Andrzej Mokronowski an. 1788 stieg er zum Bischof von Krakau auf und wurde Mitglied des Justizrates im Ständigen Rat. Er nahm als Konföderierter am Großen Sejm von 1788 bis 1792 teil. 1791 nahm er den Treueid des Königs Stanislaus August Poniatowski auf die neue Verfassung vom 3. Mai 1791 ab. Später trat er jedoch zusammen mit dem König der Konföderation von Targowica bei. 1794 stellte er den Schatz der Wawel-Kathedrale Tadeusz Kościuszko zur Verfügung. Nach der Niederschlagung des Kościuszko-Aufstands rief er jedoch die Geistlichen in seiner Diözese auf, mit den Österreichern und Preußen zu kooperieren. Er verlor daraufhin das Herzogtum Siewierz, das seit 1443 im Besitz der Krakauer Bischöfe war, und musste die Konfiskation von weiterem Bischofs- und Ordensbesitz in Galizien zulassen. Nach seinem Tod wurde er in der Wawel-Kathedrale beigesetzt. Aufgrund der politischen Wirren der Zeit, blieb der Krakauer Bischofssitz bis 1805 unbesetzt.

Siehe auch

Literatur

  • Marceli Kosman: Między tronem a ołtarzem. Poznań 2000, ISBN 83-7272-017-7 (polnisch).
  • Krzysztof Rafał Prokop: Sylwetki biskupów łuckich. Biały Dunajec: Ostróg : "Wołanie z Wołynia", 2001. ISBN 83-911918-7-7 (polnisch).
  • Piotr Nitecki: Biskupi Kościoła w Polsce w latach 965–1999. Słownik biograficzny, wyd. II, popr. i uzupeł., Warszawa 2000, k. 51. ISBN 83-211-1311-7 (polnisch).
Commons: Feliks Turski – Sammlung von Bildern
VorgängerAmtNachfolger
Walenty Franciszek WężykBischof von Chełm
1765–1771
Antoni Onufry Okęcki
Antoni Erazm WołłowiczBischof von Luzk
1771–1788
Adam Naruszewicz
Kajetan SołtykBischof von Krakau
1788–1800
Andrzej Gawroński