Falk Halperin
Falk Galperin/Gelperin (russisch Фальк Гальперин/Гельперин, wiss. Transliteration Fal'k Gal'perin/Gel'perin; hebräisch פלק הלפרין; geb. 1876, Njaswisch, Gouvernement Minsk, Russisches Kaiserreich; gest. 6. März 1945, Tel Aviv-Jaffa, Völkerbundsmandat für Palästina, Britisches Weltreich) war ein Romanautor, Übersetzer und Dramatiker. Er schrieb auf Hebräisch und Jiddisch.
Leben
Er wurde in einer religiösen Familie in Njaswisch geboren und erhielt eine traditionelle jüdische Erziehung in einem Cheder und einer Jeschiwa. Er arbeitete als Lehrer in Minsk, Vilnius und Warschau. 1908 kam er nach St. Petersburg und unterrichtete an der Schule der Gesellschaft zur Verbreitung der Bildung unter den Juden in Russland (Об-ва для распространения просвещения между евреями в России).
Während des Ersten Weltkriegs organisierte und leitete er eine jüdische Schule für Flüchtlinge in Tambow.
Nach der Revolution 1917 wurde er zum Inspektor der jüdischen Schulen in der Ukraine ernannt. 1918 gründete er in Jekaterinoslaw einen Verlag für Kinderbücher. 1921 zog er nach Vilnius, wo er am Lehrerseminar unterrichtete. 1926 gründete er (zusammen mit Shloyme Bastomski) die erste jiddische Kinderzeitschrift, „Grininke Beymelekh“, und gab sie bis 1923 heraus.
Er veröffentlichte Geschichten und Artikel in den russisch-jüdischen Zeitschriften „Woschod“ und „Evrejskaja Schisn“. Er übersetzte die Werke von Benjamin Disraeli, Knut Hamsun, Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Nikolai Wassiljewitsch Gogol und Friedrich Schiller sowie Märchen der Brüder Grimm und Hans Christian Andersen ins Jiddische. Er verfasste Sprach- und Literaturlehrbücher für jüdische Schulen.
1937 emigrierte er nach Eretz Israel und lebte in Tel Aviv. Er setzte seine literarische Tätigkeit fort und schrieb Theaterstücke, Gedichte und Essays für verschiedene hebräischsprachige Zeitschriften. Halperin war ein produktiver Autor. Fast einhundert Bände seiner Werke wurden auf Hebräisch und Jiddisch veröffentlicht, darunter Märchen und Kindergeschichten, Artikel über Bildung, Jugendliteratur sowie zahlreiche Übersetzungen und Theaterstücke.
Weblinks
- Art. Гейльперн Фальк. In: Российская еврейская энциклопедия (Rossijskaja Ewreiskaja Enziklopedija) rujen.ru