FIVB World Tour 2003 der Männer
Die FIVB World Tour 2003 der Männer bestand aus fünf Open und vier Grand Slams. Gastgeber der Beachvolleyball-Turnierserie waren Griechenland, die Schweiz, Deutschland, Norwegen, Frankreich, Portugal, Österreich, Spanien und die Vereinigten Staaten.[1] Tour Champions wurden die Brasilianer Emanuel Rego und Ricardo Santos, die auch den letzten und wichtigsten Wettbewerb des Jahres, die Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro in ihrem Heimatland, für sich entschieden.
Turniere
Rhodos Open (4. bis 8. Juni)
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Dain Blanton / Jeff Nygaard |
| 2 | Márcio Araújo / Benjamin Insfran |
| 3 | Nik Berger / Clemens Doppler |
| 4 | John Child / Mark Heese |
| 5 | Martin Laciga / Paul Laciga |
| 5 | Harley Marques / Franco Neto |
| 5 | Vegard Høidalen / Jørre Kjemperud |
| 5 | Markus Egger / Sascha Heyer |
Márcio Araújo und Benjamin besiegten im Halbfinale Child und Heese, wurden danach aber von Blanton / Nygaard geschlagen.
Gleich zwei Schweizer Duos gehörten zu den Top Acht. Die Lacigas teilten sich mit ihren Landsleuten Egger / Heyer und zwei weiteren Beachpaaren den fünften PLatz. Noch besser waren allerdings die Österreicher Berger / Doppler, die nach der Niederlage gegen die Goldmedaillengewinner das Spiel um Bronze gegen die Kanadier für sich entschieden. Auf dem geteilten neunten Rang beendeten die besten Deutschen Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug die erste Veranstaltung des Jahres.[2]
Gstaad Open (18. bis 22. Juni)
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Márcio Araújo / Benjamin Insfran |
| 2 | Markus Dieckmann / Jonas Reckermann |
| 3 | Patrick Heuscher / Stefan Kobel |
| 4 | Nik Berger / Clemens Doppler |
| 5 | Martin Laciga / Paul Laciga |
| 5 | Mariano Baracetti / Martín Conde |
| 5 | Markus Egger / Sascha Heyer |
| 5 | Francisco Álvarez / Juan Rosell |
Je ein Team aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Vorschlussrunde, dazu zwei weitere eidgenössische Paare unter den Top Acht, bei den Spitzenduos beim Event in der Alpenrepublik wurde hauptsächlich Deutsch gesprochen. Spielverderber waren Márcio Araújo und Benjamin Insfran, die zunächst Kobel / Heuscher und anschließend Markus Dieckmann und Jonas Reckermann in die Schranken verwiesen. Berger / Doppler mussten sich nach der Niederlage gegen die Deutschen auch gegen die Eidgenossen geschlagen geben. Für die Lacigas und für Egger / Heyer blieb der geteilte fünfte Platz.[3]
Berlin Grand Slam (25. bis 29. Juni)
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Harley Marques / Franco Neto |
| 2 | Mariano Baracetti / Martín Conde |
| 3 | Emanuel Rego / Ricardo Santos |
| 4 | Markus Dieckmann / Jonas Reckermann |
| 5 | Márcio Araújo / Benjamin Insfran |
| 5 | Martin Laciga / Paul Laciga |
| 5 | Vegard Høidalen / Jørre Kjemperud |
| 5 | Eric Fonoimoana / Dax Holdren |
In der deutschen Hauptstadt unterlagen Emanuel und Ricardo ihren Landsleuten Harley und Franco, die anschließend auch über die Toursieger der letzten Saison die Oberhand behielten. Im kleinen Finale siegten die Brasilianer gegen die Deutschen, die zuvor auch gegen die Argentinier den Kürzeren gezogen hatten. Auf dem geteilten fünften Rang endeten die Schweizer Martin und Paul Laciga. Direkt dahinter wurden Berger / Doppler, Christoph Dieckmann / Scheuerpflug, Heuscher / Kobel und Klemperer / Rademacher Neunte.[4]
Stavanger Open (2. bis 6. Juli)
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Emanuel Rego / Ricardo Santos |
| 2 | Mariano Baracetti / Martín Conde |
| 3 | Julien Prosser / Mark Williams |
| 4 | Jefferson Bellaguarda / Juca Dultra |
| 5 | Martin Laciga / Paul Laciga |
| 5 | Harley Marques / Franco Neto |
| 5 | Stein Metzger / Kevin Wong |
| 5 | Patrick Heuscher / Stefan Kobel |
In Norwegen erreichte zum ersten Mal in dieser Spielzeit kein Team aus den deutschsprachigen Staaten die Vorschlussrunde. Die Laciga Brüder und Heuscher / Kobel aus der Schweiz wurden gemeinsam mit zwei anderen Beachpaaren Fünfte, Nik Berger und Clemens Doppler teilten sich mit Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug sowie weiteren sechs Duos den neunten Platz.
Im Halbfinale gewannen Emanuel und Ricardo gegen Prosser / Williams, während Bellaguarda / Dultra an Baracetti / Conde scheiterten. Die Brasilianer verloren auch das kleine Finale, während deren Landsleute sich Gold sicherten.[5]
Marseille Grand Slam (16. bis 20. Juli)
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Emanuel Rego / Ricardo Santos |
| 2 | Martin Laciga / Paul Laciga |
| 3 | Dain Blanton / Jeff Nygaard |
| 4 | Christoph Dieckmann / Andreas Scheuerpflug |
| 5 | Vegard Høidalen / Jørre Kjemperud |
| 5 | Markus Dieckmann / Jonas Reckermann |
| 5 | Patrick Heuscher / Stefan Kobel |
| 5 | João Brenha / Miguel Maia |
Zum zweiten Mal in Folge siegten Emanuel und Ricardo, nachdem sie im Semifinale Blanton / Nygaard und danach das Brüderpaar aus der Schweiz bezwungen hatten. Die Lacigas hatten Christoph Dieckmann / Andreas Scheuerpflug ins Spiel um Bronze verwiesen, das die Deutschen gegen das Duo aus den Vereinigten Staaten ebenfalls nicht gewinnen konnten. Der andere Dieckmann Zwilling wurde mit Reckermann ebenso Fünfter wie die Eidgenossen Heuscher / Kobel. Für Berger / Doppler reichte es wieder zu Platz neun wie auch für Egger / Heyer.[6]
Espinho Open (23. bis 27. Juli)
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Emanuel Rego / Ricardo Santos |
| 2 | Vegard Høidalen / Jørre Kjemperud |
| 3 | Andrew Schacht / Joshua Slack |
| 4 | Márcio Araújo / Benjamin Insfran |
| 5 | Martin Laciga / Paul Laciga |
| 5 | Markus Egger / Sascha Heyer |
| 5 | Todd Rogers / Sean Scott |
| 5 | Stéphane Canet / Mathieu Hamel |
Auch in Portugal ließen sich die zweimaligen Gewinner des Jahres nicht die Butter vom Brot nehmen. Diesmal mussten in der Vorschlussrunde Schacht / Slack und im Endspiel Høidalen / Kjemperud die Überlegenheit der Brasilianer anerkennen. Die Norweger hatten zuvor Márcio und Benjamin bezwungen, die danach auch gegen die Australier nicht gewinnen konnten.
Fünfte wurden die Lacigas und Egger / Heyer gemeinsam mit zwei anderen Paaren. Zum vierten Mal nacheinander belegten Nik Berger und Clemens Doppler den neunten Rang. Sie teilten sich den Platz mit Markus Dieckmann und Jonas Reckermann sowie mit Julius Brink und Kjell Schneider.[7]
Klagenfurt Grand Slam (31. Juli bis 3. August)
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Márcio Araújo / Benjamin Insfran |
| 2 | Stein Metzger / Kevin Wong |
| 3 | Patrick Heuscher / Stefan Kobel |
| 4 | Dain Blanton / Jeff Nygaard |
| 5 | Emanuel Rego / Ricardo Santos |
| 5 | Markus Dieckmann / Jonas Reckermann |
| 5 | Nik Berger / Clemens Doppler |
| 5 | Markus Egger / Sascha Heyer |
Ihren zweiten Saisonsieg erkämpften Márcio Araújo und Benjamin Insfran nach den Erfolgen gegen Heuscher / Kobel und Metzger / Wong. Die hatten zuvor ihre Landsleute Blanton / Nygaard bezwungen, die auch im Spiel um Bronze die Unterlegenen waren.
Zweitbestes eidgenössisches Duo waren Egger / Heyer. Gemeinsam mit Berger / Doppler und M. Dieckmann / Reckermann sowie mit den Gewinnern der letzten drei Veranstaltungen wurden sie Fünfte.[8]
Mallorca Open (3. bis 7. September)
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Márcio Araújo / Benjamin Insfran |
| 2 | Markus Dieckmann / Jonas Reckermann |
| 3 | Mariano Baracetti / Martín Conde |
| 4 | Harley Marques / Franco Neto |
| 5 | Emanuel Rego / Ricardo Santos |
| 5 | Martin Laciga / Paul Laciga |
| 5 | Christoph Dieckmann / Andreas Scheuerpflug |
| 5 | Andrew Schacht / Joshua Slack |
Auch auf der größten der Balearischen Inseln waren Márcio Araújo und Benjamin Insfran nicht zu schlagen. Sie verwiesen ihre Landsleute Harley und Franco ins kleine Finale sowie Markus Dieckmann und Jonas Reckermann auf den Silberrang. Die Deutschen hatten im Semifinale Baracetti und Conde besiegt, die sich zumindest Bronze sichern konnten.
Neunte wurden wieder einmal Nik Berger und Clemens Doppler, die sich den Platz mit Patrick Heuscher und Stefan Kobel sowie mit sechs weiteren Beachpaaren teilten.[9]
Carson Grand Slam (18. bis 21. September)
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Emanuel Rego / Ricardo Santos |
| 2 | Markus Egger / Sascha Heyer |
| 3 | Canyon Ceman / Mike Whitmarsh |
| 4 | Nik Berger / Clemens Doppler |
| 5 | Márcio Araújo / Benjamin Insfran |
| 5 | Markus Dieckmann / Jonas Reckermann |
| 5 | Martin Laciga / Paul Laciga |
| 5 | Dax Holdren / Stein Metzger |
Rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft kamen Emanuel und Ricardo nach zwei fünften Plätzen wieder in Form. In der Vorschlussrunde mussten Berger / Doppler damit leben. Im Finale konnten Egger und Heyer nichts gegen die Brasilianer ausrichten. Canyon Ceman und Mike Whitmarsh, die gegen die Schweizer das andere Halbfinale verloren hatten, hielten sich gegen die Österreicher schadlos und belohnten sich mit Bronze.
Markus Dieckmann / Jonas Reckermann und die Lacigas wurden beim letzten Grand Slam des Jahres in Kalifornien ebenso Fünfte wie die dreimaligen Saisonsieger Márcio Araújo / Benjamin Insfran sowie Stein Metzger mit seinem neuen Partner Dax Holdren.[10]
Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro (14. bis 19. Oktober)
siehe auch Hauptartikel Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2003
| Platz | Team |
|---|---|
| 1 | Emanuel Rego / Ricardo Santos |
| 2 | Dax Holdren / Stein Metzger |
| 3 | Márcio Araújo / Benjamin Insfran |
| 4 | João Brenha / Miguel Maia |
| 5 | Martin Laciga / Paul Laciga |
| 5 | Patrick Heuscher / Stefan Kobel |
| 5 | Dain Blanton / Jeff Nygaard |
| 5 | Pedro Brazao / Fred Souza |
| Platz | Team |
|---|---|
| 9 | Christoph Dieckmann / Andreas Scheuerpflug |
| 9 | Harley Marques / Franco Neto |
| 9 | Vegard Høidalen / Jørre Kjemperud |
| 9 | Eric Fonoimoana / Kevin Wong |
| 9 | Björn Berg / Simon Dahl |
| 9 | Julien Prosser / Mark Williams |
| 9 | David Klemperer / Niklas Rademacher |
| 9 | Ramón Hernández / Raúl Papaleo |
An der Copacabana gewannen die beiden besten Teams der Spielzeit zwei der drei WM-Medaillen. Márcio Araújo und Benjamin Insfran wurden in ihrem Pool zwar nur Zweite, eliminierten aber danach ihre Landsleute Pedro Cunha / Tande Ramos, die Deutschen Klemperer / Rademacher und das Schweizer Brüderpaar, bevor sie an Dax Holdren und Stein Metzger scheiterten, die zum ersten Mal erst beim Grand Slam in ihrem Heimatland zusammengespielt hatten. Das Spiel um den dritten Platz konnten die Brasilianer jedoch gegen die Portugiesen João Brenha und Miguel Maia gewinnen, die damit trotzdem ihre beste Platzierung in dieser Saison erreichten und vorher nur ein einziges Mal zu den Top Acht gehört hatten. Unbestritten die Besten bei den Welttitelkämpfen waren jedoch die Toursieger Emanuel und Ricardo, die sich nach dem ungefährdeten Gruppensieg gegen die Spanier Javier Bosma / Pablo Herrera, die US-Amerikaner Eric Fonoimoana / Kevin Wong, ihre eigenen Landsleute Pedro Brazao / Fred Souza sowie die Portugiesen ins Endspiel kämpften und auch beim Zweisatzsieg gegen ihre Kontrahenten aus den Vereinigten Staaten keine Schwäche zeigten.
Die Teams aus den deutschsprachigen Ländern, die bei sechs von neun Events der Spielzeit Medaillen gewonnen hatten, mussten sich mit geteilten fünften und neunten Plätzen begnügen oder schieden noch früher aus. Beste von ihnen war die zwei Schweizer Duos Martin und Paul Laciga sowie Patrick Heuscher und Stefan Kobel, die gemeinsam Fünfte wurden. Auf dem geteilten neunten Rang endeten die Deutschen Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug sowie David Klemperer und Niklas Rademacher. Enttäuschend war vor allem das Abschneiden des besten österreichischen Duos. Nik Berger und Clemens Doppler hatten im Laufe des Jahres einmal Bronze gewonnen, zwei weitere Male die Vorschlussrunde erreicht und waren immer mindestens ins Achtelfinale gekommen und schieden nun als Siebzehnte vorzeitig aus. Ebenfalls in die erste Hauptrunde schafften es Markus Dieckmann / Jonas Reckermann, Jörg Ahmann / Axel Hager und Markus Egger / Sascha Heyer. Sieglos blieben die Österreicher Paul und Thomas Schroffenegger sowie Peter Gartmayer und Robert Nowotny.[11]
Auszeichnungen
| FIVB Tour Champion | Emanuel Rego / Ricardo Santos |
Weblinks
- Offizielle Homepage der FIVB (englisch)
- FIVB Beach Volleyball World Tour 2003 (englisch)
- Infos in der Beach Volleyball Database 2003 (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ FIVB History. FIVB, abgerufen am 2. Dezember 2025.
- ↑ Men's FIVB US$150,000 Hellas Open June 4-8, 2003 Rhodes, Greece. Beach Volleyball Database, abgerufen am 2. Dezember 2025.
- ↑ Men's FIVB US$150,000 1to1 Energy Open June 18-22, 2003 Gstaad, Switzerland. Beach Volleyball Database, abgerufen am 2. Dezember 2025.
- ↑ Men's FIVB US$300,000 Vodafone Grand Slam June 25-29, 2003 Berlin, Germany. Beach Volleyball Database, abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ Men's FIVB US$150,000 ConocoPhillips Open July 2-6, 2003 Stavanger, Norway. Beach Volleyball Database, abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ Men's FIVB US$270,000 World Series 13 Grand Slam July 16-20, 2003 Marseille, France. Beach Volleyball Database, abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ Men's FIVB US$150,000 Portugal Open July 23-27, 2003 Espinho. Beach Volleyball Database, abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ Men's FIVB US$260,000 A1 Grand Slam presented by Nokia July 31-August 3, 2003 Klagenfurt, Austria. Beach Volleyball Database, abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Men's FIVB US$150,000 World of TUI Open de Mallorca. September 3-7, 2003. Beach Volleyball Database, abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Men's FIVB US$300,000 Nissan Grand Slam September 18-21, 2003 Carson, California. Beach Volleyball Database, abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Men's US$404,500 FIVB World Championships presented by Swatch. October 14-19, 2003 Rio de Janeiro, Brazil. BVDb, abgerufen am 5. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Player Awards. Beach Volleyball Database, abgerufen am 2. Dezember 2025.