f(R)-Gravitation

f(R)-Gravitation ist in der Allgemeinen Relativitätstheorie, einem Teilgebiet der Physik, eine Verallgemeinerung der Einsteinschen Feldgleichungen, welche Gravitation als Krümmung der Raumzeit beschreiben und sich aus der Einstein-Hilbert-Wirkung ergeben. Viele alternative Gravitationstheorien ergeben sich als Spezialfall wie etwa die Klasse der quadratischen Gravitationstheorien oder konkret die Starobinski-Gravitation.[1] Beide verdeutlichen die Relevanz der f(R)-Gravitation bei der Anpassung an experimentelle Beobachtungen wie etwa die Expansion des Universums. Darüber hinaus ist die f(R)-Gravitation ebenfalls bei theoretischen Betrachtungen interessant, da sich dadurch etwa stabile Wurmlöcher beschreiben lassen. Beschrieben wurde f(R)-Gravitation erstmals von Hans Adolph Buchdahl im Jahr 1970.[2]

f(R)-Einstein-Hilbert-Wirkung

Sei eine stetig differenzierbare Funktion. Die Einstein-Hilbert-Wirkung der f(R)-Gravitation ist gegeben durch:

Für die Identität (also mit ) ergibt sich wieder die gewöhnliche Einstein-Hilbert-Wirkung. Für die Funktion ergibt sich die Starobinski-Gravitation.

f(R)-Einstein-Feldgleichungen

Aus der f(R)-Einstein-Hilbert-Wirkung ergeben sich mit einem zusätzlichen Quellterm die f(R)-Einstein-Feldgleichungen:

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. A. A. Starobinsky: A new type of isotropic cosmological models without singularity. In: Physics Letters B. 91. Jahrgang, Nr. 1, 1980, S. 99–102, doi:10.1016/0370-2693(80)90670-X, bibcode:1980PhLB...91...99S.
  2. H. A. Buchdahl: Non-linear Lagrangians and cosmological theory. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. 150. Jahrgang, 1970, S. 1–8, doi:10.1093/mnras/150.1.1, bibcode:1970MNRAS.150....1B.