Ernst Schlange (Politiker, November 1888)
Ernst Schlange (* 29. November 1888 in Schöningen, Kreis Randow; † 11. April 1967 in Beuel) war ein deutscher Landwirt und Politiker (NSDAP).
Leben
Ernst Schlange wurde als Sohn des Rittergutsbesitzers Ernst Schlange (1851–1925)[1] auf dessen Gut Schöningen im Kreis Randow geboren. Seine Mutter Olga Schlange (1857–1898) war eine geborene von Busse,[2] Tochter des Oberstleutnants Rudolf von Busse und der Ida von Schwerdtner.[3] Sie war die jüngste Schwester des Militär-Schriftstellers Oskar von Busse und Enkelin des Generals Maximilian von Busse.
Von 1909 bis 1921 diente Ernst Schlange als Offizier. Im Ersten Weltkrieg wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse und dem Verwundetenabzeichen ausgezeichnet. Er wurde als Rittmeister a. D. entlassen. Ab 1921 wirtschaftete er als Landwirt.
Zum 1. März 1930 trat Schlange der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 208.975).[4] Bei der Reichstagswahl vom 31. Juli 1932 wurde er für die Partei im Wahlkreis 11 (Regierungsbezirk Merseburg) in den Reichstag gewählt. Er gehörte ihm nur in dieser einen, noch im Jahre 1932 wieder endenden 6. Wahlperiode an. In der Sturmabteilung war Schlange ab dem 1. November 1931 SA-Standartenführer; ab dem 12. März 1933 führte er die SA-Untergruppe Pommern Ost, bestehend aus zwei Brigaden mit mehreren Standarten (Regimenter); war hier in dieser Funktion einer der Nachfolger von Hans Hermann Rosenhagen. Am 15. Mai 1933 wurde er aus der SA entlassen.[5]
Ernst Schlanges älterer Bruder Hans Schlange-Schöningen (1886–1960) wirkte in der Weimarer Republik und in der Nachkriegszeit in Deutschland als Politiker.[1] Der Chirurg Hans Schlange war ein Onkel der Brüder. Der gleichnamige Vetter Ernst Schlange (1888–1947) war ebenfalls NSDAP-Politiker; er war zeitweise Gauleiter sowie 1932/33 Abgeordneter im Preußischen Landtag.[1]
Siehe auch
Literatur
- Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4, S. 952 f.
Weblinks
- Ernst Schlange in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
Fußnoten
- ↑ a b c Udo Wengst: Hans Schlange-Schöningen. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 23. Duncker & Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. 26 (deutsche-biographie.de).
- ↑ Vgl. u. a. Deutsches Adelsblatt. Wochenschrift für die Aufgaben des christlichen Adels. Organ der Deutschen Adelsgenossenschaft. №. 16, Berlin, Sonntag, den 17. April 1898, S. 264.
- ↑ Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang. Justus Perthes, Gotha 1906, S. 91.
- ↑ Bundesarchiv (BArch) R 9361-IX KARTEI/37590726.
- ↑ Siehe Literatur: Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4, S. 952 f.