Ernst Hancke

Karl Ernst Wilhelm Hancke (* 9. Oktober 1834 in Berlin; † 1. Oktober 1914 ebenda) war ein deutscher Maler und Hochschullehrer.

Leben

Hancke war ein Sohn des Schuhmachermeisters Johann Karl August Hancke und dessen Ehefrau Wilhelmine Luise, geborene Hasselberg.[1] Er besuchte ab 1852 die Königlich Preußische Akademie der Künste und setzte danach einige Jahre unter Julius Schraders Leitung seine Studien fort. 1857 begann er seine Lehrtätigkeit an der Königlichen Kunst- und Gewerbeschule als Assistent von Prof. Eduard Holbein und 1866 wurde ihm die Leitung einer eigenen Klasse übertragen. Von 1869 bis 1905 war er Lehrer für Gipszeichnen und Ornamente an der Königlichen Kunstschule. In Folge der Erkrankung von Holbein erhielt er 1873 die provisorische Leitung der Vorbereitungsklasse der Akademie der Künste. 1875 wurde er Hilfslehrer an der Königlichen Akademie der bildenden Künste. An der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums war er von 1881 bis 1886 Lehrer in einer Abendklasse für Gips-Zeichnen und von 1905 bis 1907 Lehrer für Gipszeichnen. 1875 wurde er ordentlicher Lehrer einer Klasse für figürliches Zeichnen an der Königlichen akademischen Hochschule für die bildenden Künste. Dieses Amt übte er bis 1912 aus. 1888 wurde er zum Professor ernannt.

Hancke stellte von 1860 bis 1870 in den Berliner Akademieausstellungen und 1871 im Münchner Glaspalast aus, meistens Historien- und Genrebilder sowie Porträts.

Werke (Auswahl)

  • 1862: Gemälde vom Kurfürstendamm
  • 1864: Altargemälde mit der Kreuzigung Christi in der Kirche Bretwisch
  • 1868: Die Überraschung

Literatur

Commons: Ernst Hancke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Berlin Dom, Taufen 1834–1840, Doppelseite 00207