Eduard Holbein
Carl Eduard Holbein (* 1807 in Berlin; † 19. Februar 1875 ebenda) war ein deutscher Maler, Illustrator und Hochschullehrer.
Leben
Eduard Holbein wurde 1807 in Berlin geboren. Er besuchte die Berliner Akademie und setzte seine Ausbildung 1832 bis 1839 im Atelier von Carl Joseph Begas fort. Ab 1851 lehrte er an der Berliner Akademie, die ihn 1853 zum Professor ernannte. Daneben erteilte er Max Liebermann und Hans von Marées privaten Zeichenunterricht. Zu Beginn der 1850er Jahre malte er zusammen mit Karl Stürmer die Porträts der Deutschen Kaiser in den Deckenmedaillons im Mittelalterlichen Saal im Neuen Museum in Berlin. 1856 restaurierte er zusammen mit seinem Bruder, dem Bildhauer Friedrich Wilhelm Holbein, den Hochaltar in St. Nikolai in Stralsund. Ab 1869 war er auch Lehrer für Freihandzeichnen an der neu eingerichteten Königlichen Kunstschule zu Berlin, an deren Vorgängerinstitution er bereits seit 1849 unterrichtet hatte.[1] In der letzten Zeit seines Lebens widmete er sich fast ausschließlich seiner Lehrtätigkeit. Sein bedeutendster Schüler war Gustav Richter. Er starb am 19. Februar 1875 in Berlin und wurde auf dem Alten St. Jacobi-Friedhof begraben.
Werke (Auswahl)
- um 1838 Selbstporträt, Öl auf Leinwand, 43,3 × 36 cm, Nationalgalerie Berlin
- ca. 1850 Porträts der Deutschen Kaiser in den Deckenmedaillons des Mittelalterlichen Saales im Neuen Museum, Berlin
- 1856 Restaurierung des Altarschreins der Nikolaikirche, Stralsund
- Im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. malte er in der Schlosskapelle die zwölf Erzväter
Auf Ausstellungen der Akademie zeigte er:
- 1830: Boas und Ruth
- 1836: Vollbrachte Pilgerfahrt
- 1938: Madonna mit dem Kinde
- 1839: Tochter Jephtha's
Illustrationen (Auswahl)
- In: Album deutscher Dichter / Mit 36 Original-Zeichnungen deutscher Künstler, als : A. v. Schroeter, J. B. Sonderland, Theod. Hosemann, A. Menzel, v. Kloeber, F. Holbein, Rosenfelder u. a. m. - Berlin : Hofmann, 1848. - Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Literatur
- Holbein, Eduard. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 17: Heubel–Hubard. E. A. Seemann, Leipzig 1924, S. 332 (biblos.pk.edu.pl).
- Adolf Rosenberg: Die Berliner Malerschule 1819-1879. Ernst Wasmuth, Berlin 1879, S. 69 f. (Volltext in der Google-Buchsuche).