Elebek

Elebek (auch Eylebek, Eylebeck, Eülebek, zeitweise mit Adelsprädikat von Elebek) ist der Name eines Lüneburger Rats-, Patrizier- und Adelsgeschlechts.[1]

Name und Herkunft

Der Familienname leitet sich von zwei nahe beieinander liegenden Dörfern an einem gleichnamigen Bach im Kirchspiel Bispingen ab, die als „Elebek“ bzw. „Eylebeck“ bezeichnet werden. Die Familie sei dort „seßhafft gewesen und [habe] den Namen davon geführet“, zugleich lebten Angehörige zu allen Zeiten auch in Lüneburg.[1]

Geschichte

Um das Ende des 13. Jahrhunderts sind die Lüneburger Bürger Sifridus und Christianus de Eylebecke belegt; Sifridus erscheint 1295 in einem Verzeichnis der regierenden Ratspersonen.[1] Die beiden Söhne eines Zweigs teilten 1318 die „väterlichen Erbgüter“. Johannes I. blieb in Lüneburg, Christianus begab sich „aufs Land“. Da Johannes III. 1345 das Bürgerrecht erneut erwerben musste, ist anzunehmen, dass sein Vater zwischenzeitlich die Stadt verlassen hatte.[1] Zwei weitere Brüder, Heyno und Meyno, verblieben „zu Elebeck auf ihren Gütern“. Angehörige der Familie wohnten jedoch weiterhin in Lüneburg oder besaßen dort Häuser. So verkaufte Herman von Elebek (Herman Elebek) aus Elebeck im Jahr 1502 ein ihm von Petro von Elebek(en) verehrtes Haus in Lüneburg an Henrich von Elebek(en).[1] Die Nachkommen des Johannes führten das Geschlecht in Lüneburg bis in die fünfte Generation fort. Gegen die Mitte des 16. Jahrhunderts erlosch der Zweig „aus Ursach, daß Ludeken des II. Kinder insgesamt den geistlichen Habit angezogen und unverheirathet geblieben“ seien.[1] Um 1580 heiratete Hieronymus Rhüden (1542–1620), Lüneburgischer Stadtsuperintendent und Hauptpastor an St. Johannis, Anna Elebek (1558–1630), Tochter des Ratmanns Peter Elebek und letzte des Lüneburger Patriziergeschlechts.[2]

Familienmitglieder

Nach Büttner (1704):[1]

  • 1295 Sifridus de Eylebek, Ratsverwandter in Lüneburg
  • 1390 Henricus von Elebek, Kanoniker zu Bardowick
  • 1442–1458 Ludeke I. Elebek, Sülfmeister
  • 1496 Ludeke II. Elebek, Sülfmeister
  • 1524 Tiburgis Elebek, Nonne im Kloster Medingen
  • 1539 Hemburgis Elebek, Nonne im Kloster Medingen
  • 1541 Anna Elebek, Nonne im Kloster Medingen
  • 16. Jh. Peter Elebek, Ratsmann zu Lüneburg
  • 16. Jh. Ludeke III. Elebek, Priester
  • 16. Jh. Michael Elebek, Kanoniker zu Bardowick
  • 16. Jh. Georgius Elebek, Mönch zu Königslutter

Wappen

In Rot ein nach rechts sehender Wolfskopf bis an die Brust mit natürlicher Färbung, im Rachen ein silberner Knochen. Auf dem Helm mit rot-weißen Helmdecken der Wolfskopf mit dem silbernen Knochen wiederholt. Das Wappen sei „hin und wieder in alten Fenstern“ überliefert.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h Johann Heinrich Büttner: Genealogiae oder Stamm- und Geschlecht-Register der vornehmsten Lüneburgischen Adelichen Patricien-Geschlechter … Lüneburg 1704.
  2. Isabel Sellheim: Die Familie des Malers Friedrich Overbeck (1789–1869) in genealogischen Übersichten. Neustadt an der Aisch 1989, ISBN 3-7686-5091-X.