El Hamma (Gabès)
| El Hamma | ||
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| Verwaltung | ||
| Staat | Tunesien | |
| Gouvernement | Gabès | |
| Postleitzahl | 6020 | |
| Demographie | ||
| Bevölkerung | 41.607 Einw. (2014[1]) | |
| Geographie | ||
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| Koordinaten | 33° 53′ N, 9° 48′ O | |
El Hamma (arabisch الحامة, DMG al-Ḥāma), auch El Hamma de l'Arad, ist eine Oasenstadt im südlichen Tunesien. Sie liegt im Gouvernement Gabès und hat etwa 35.000 Einwohner.[1] Der Ortsname stammt von Hamma für Bad und resultiert aus natürlichen artesischen Quellaustritten in ihrem Gebiet.
Lage und Bevölkerung
Die städtische Ortschaft bildete sich aus ursprünglich fünf einzelnen dorf- und gartenähnlichen Einzelsiedlungen. Diese sind Bechima (1870 angelegt), Bou Attouche, Debdaba, El Ksar und Sembat.
Die Stadt liegt am Fuße des östlichen Ausläufers des Djebel Tebaga in der Arad-Ebene, der die südliche Begrenzung für das geologische Senkungsgebiet Chott el Fedjadj bildet.
Ihre moderne Siedlungsstruktur liegt zu beiden Seiten der durch die Ortschaft führenden Hauptstraße. Die Grünzonen der eigentlichen Oase erstreckt sich in den nördlichen Stadtteilen.
Der überwiegende Teil der Bewohner ist städtisch geprägt. Ursprünglich siedelten hier Nomaden des Stammes Beni Zid. Viele Einwohner der Stadt fühlen sich zu dieser Gruppe zugehörig. Im Umfeld der Stadt befinden sich ausgedehnte Anlagen mit Dattelpalmen, die für einen Teil der Bevölkerung eine Einkommensquelle bieten.
Wasserquellen
Die dieser Oasengruppe zu Grunde liegenden Wasserquellen bilden das größte Grundwasserreservoir zwischen dem Chott el Fedjadj und der Stadt Gabès. Ihr Auftreten war bereits in der römischen Antike bekannt und deshalb trug der Ort den Namen Aquae Tacapitanae.
Das Wasser tritt in Form artesischer Thermalquellen von selbst aus und besitzt eine Temperatur von 45 °C. Sie sind gering schwefelhaltig.
Verkehr
Die Stadt liegt an der tunesischen Regionalstraße P16, die von der Hafenstadt Gabès ins westliche Landesinnere bis nach Tamerza an die algerische Grenze führt.
Söhne und Töchter der Stadt
- Mohamed Daghbaji (1885–1924), Politiker der nationalen Bewegung
- Mohamed Ali El Hammi (1890–1928), Begründer des tunesischen Syndikalismus
- Raschid al-Ghannuschi (* 1941), Politiker mit islamistischer Orientierung
- Sami A. (* 1976), salafistischer Prediger
Trivia
Der Schweizer Liedermacher Mani Matter (1936–1972) machte die Stadt mit einem Lied in der Deutschschweiz bekannt. Nachdem er seine Ferien dort verbrachte, schrieb er ein Lied über einen Mann namens Sidi Abdel Assar der in El Hamma lebte, sich unglücklich in eine Frau verliebte, aber die Mitgift nicht aufbringen konnte.[2] 2008 suchte die SRF-Moderatorin Mona Vetsch die echte Person hinter dem Lied, wurde aber nicht fündig.[3]
Literatur
- Horst Mensching: Tunesien (Wissenschaftliche Länderkunden, Band 1.), Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 1974
Weblinks
- Eintrag beim Office du Thermalisme, Ministère de la Sainté Publique (französisch, englisch, arabisch)
- https://www.youtube.com/watch?v=O9tzZ3CE-rM ein satirisches Lied vom Schweizer Liedermacher „Mani“ Matter, über El Hamma
Einzelnachweise
- ↑ a b ins.nat.tn: Institut National de la Statistique – Tunisie: Résultats du Recensement 2004 ( vom 24. September 2015 im Internet Archive) (französisch)
- ↑ Mani Matter - Topic: Dr Sidi Abdel Assar vo el Hama. 13. Dezember 2021, abgerufen am 22. September 2025.
- ↑ SRF Archiv: Suche nach Mani Matters Sidi Abdel Assar in El Hamma. 23. November 2012, abgerufen am 22. September 2025.