Ehrenreich Sigismund Christoph von Redern
Ehrenreich Sigismund Christoph von Redern (geb. 14. Oktober 1735 in Wansdorf; gest. 27. Januar 1807 ebenda) war ein preußischer Landrat.[1][2]
Herkunft
Ehrenreich Sigismund Christoph von Redern war Angehöriger des märkischen Uradelsgeschlechts Redern. Er war ein Sohn von Joachim Wilhelm von Redern (1706–1751), Erbherr auf Wansdorf und Beetz, und dessen zweiter Ehefrau Maria Sybilla Sophia (1705–1775), Tochter des Ehrenreich Sigmund von Erxleben (1672–1739), Erbherr auf Selbelang, und dessen Ehefrau Friederike Ludomilla Sophie (1677–1739), geb. von Ribbeck aus dem Hause Ribbeck.
Leben
Nach dem Ende seiner schulischen Ausbildung im Jahr 1750 wandte er sich dem preußischen Herr zu. Als sein Vater 1751 verstorben war, beendete er seinen Dienst und übernahm ab 1752 die Bewirtschaftung des Guts Wansdorf. Am 13. November 1755 erhielt er die venia aetatis (Volljährigkeitserklärung).[3] Sein Curator zu dieser Zeit war sein Onkel und Landrat des Havelländischen Kreises Otto Sigismund von Erxleben. Im April 1770 wurde er von den Ständen zum Landrat des Glien-Löwenbergischen Kreises gewählt. Seinem Antrag bei der Kurmärkischen Kriegs- und Domänenkammer auf Befreiung vom Rigorosum wurde nicht entsprochen. Dieses legte er erfolgreich am 15. September 1770 in Anwesenheit des Ministers von Derschau ab. Die Bestallung zum Landrat erfolgte am 3. Oktober 1770. Von Redern ist im Jahr 1807 als Erbherr auf Wansdorf, Beetz und Linde gestorben.[2][4] Von 1807 bis 1813 übernahm der aus der Neumark stammende Kammerreferendar von Sprenger kommissarisch die Landratsgeschäfte des Glien-Löwenbergischen Kreises.[5]
Familie
- Ehrenreich Sigismund Christoph von Redern war seit dem 30. Juli 1758 mit Charlotte (1727–1761), geb. von der Hagen aus dem Hause Stölln verheiratet.[2]
- In zweiter Ehe vermählte er sich am 22. April 1762 mit Antoinette (1743–1771), geb. Freiin von Hünicke. Die beiden Kinder aus dieser Ehe waren:
- Joachim Wilhelm David Siegmund (1765–1832)
- Charlotte (1766–1800)
- In dritter Ehe heiratete er 1771 Ottilie (1741–1777), geb. von der Hagen aus dem Hause Gnewikow.
- Seine vierte und letzte Ehe ging er am 1. August 1777 mit Luise (1749–1826), geb. von Weltzien aus dem Hause Finkenberg ein. Die Kinder aus dieser Ehe waren:
- Christiane Johanne Friedericke Elisabeth (1780–1842)
- Georg Wilhelm Alexander Ernst (1782–1820)
- Karl Ludwig Wilhelm Gustav (1784–1858)
Literatur
- Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15 (= Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85). K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 780–781 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Die Territorien der Mark Brandenburg oder Geschichte der einzelnen Kreise, Städte, Rittergüter, Stiftungen und Dörfer in derselben, als Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karl's IV., Band 3, von Ernst Fidicin, Berlin, 1860, bei J. Guttentag in der Google-Buchsuche S. 55
- Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter, 1635–1815, Band 3, von Walter von Boetticher, Oberlösnitz bei Dresden, 1919 in der Google-Buchsuche S. 253
Weblinks
- Klage des Landrates Ehrenreich Sigismund Christoph von Redern gegen das Vorwerk Hertefeld Amt Königshorst, wegen streitiger Hütung auf dem Havelländischen Luch, im sogenannten Teufels-Luch. In: Deutsche Digitale Bibliothek. 1792, abgerufen am 22. Dezember 2025.
Einzelnachweise
- ↑ Genealogische Nachrichten von H. von Redern. Aus den Kirchenbüchern von Spandau, Oranienburg, Seegefeld und Cladow. II. Abtheilung, von H. von Redern auf Mansdorf, 1880 in der Google-Buchsuche S. 199
- ↑ a b c Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. Band 1. Justus Perthes, Gotha 1900, S. 736 (hhu.de [abgerufen am 22. Dezember 2025]).
- ↑ Volljährigkeitserklärung. In: Handbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. Abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ Genealogische Nachrichten aus den Kirchenbüchern des Ländchens Glien, Band 1, von Hermann von Redern, 1878, Krämersche Buchdruckerei (E.R. Brandt) in der Google-Buchsuche S. 208
- ↑ Die Kurmark Brandenburg im Zusammenhang mit den Schicksalen des Gesammtstaats Preußen während der Zeit vom 22. Oktober 1806 bis zum Ende des Jahres 1808, Band 1, von Magnus Friedrich von Bassewitz, Leipzig, 1851, F. A. Brockhaus in der Google-Buchsuche S. 168