Drusenfluh-Gruppe

Drusenfluh-Gruppe

Drusenfluh-Gruppe von Rellseck aus

Höchster Gipfel Großer Turm (2830 m ü. A.)
Lage Österreich
  • Vorarlberg
    • Bezirk Bludenz
      • Tschagguns

Schweiz

  • Kanton Graubünden
    • Prättigau/Davos
      • Schiers
Teils des Rätikons
Einteilung nach SOIUSA 15.VIII/A.2.c
Koordinaten 47° 1′ 29″ N, 9° 48′ 37″ O
Gestein Kalkgestein
p1

Die Drusenfluh-Gruppe ist eine Untergruppe des Rätikons nach der Alpengliederung der SOIUSA und auch entsprechend den Alpenvereinsführern. Es handelt sich um ein markantes Felsmassiv bestehend aus den Drei Türmen und der Drusenfluh am Hauptkamm des Rätikons. Es ist ein anspruchsvolles Klettergebiet, Wanderwege sind an den Rändern der Berggruppe. Am nördlichen Rand verläuft der Zentralalpenweg (Österreichischer Weitwanderweg 02)[1], am südlichen Rand der Prättigauer Höhenweg (regionale Route 72).[2][3]

Einordnung nach SOIUSA

Nach der Einteilung der SOIUSA gehört der Rätikon zu den Zentralen Ostalpen. Die Drusenfluh-Gruppe ist flächenmäßig die kleinste von 14 Untergruppen des Rätikons.

Einordnung nach SOIUSA
Teil II Ostalpen
Sektor II/A Zentrale Ostalpen
Abschnitt 15 Westliche Rätische Alpen
Unterabschnitt 15.VIII Rätikon
Gruppe A.2 Sulzfluh-Drusenfluh-Gruppe
Untergruppe A.2.c Drusenfluh-Gruppe

Lage und Umgrenzung

Die Drusenfluh-Gruppe liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg und im schweizerischen Kanton Graubünden, die Nordseite gehört zum Montafon, Gemeinde Tschagguns[1], die Südseite zum Prättigau, Gemeinde Schiers.[3]

Die Umgrenzung der Drusenfluh-Gruppe verläuft von Norden im Uhrzeigersinn entlang der Linie Schweizertor – Zaluandabach bachaufwärts – Öfapass – Sporatobelbach – Obere Sporaalpe nahe der Lindauer HütteDrusentor – Falzipbach – Drusabach – Älplibach bachaufwärts – Schweizertor. Das Gebiet lässt sich klar abgrenzen und hat rund 14 km2, der maximale Durchmesser beträgt 5,7 km zwischen der Lindauer Hütte und dem Zusammenfluss des Drusabach und des Älplibachs. Der Hauptkamm des Rätikons ist hier zugleich Staatsgrenze mit einer Länge von rund 4,4 km Länge, es ist ein scharf geschnittener Grat, an der Südseite sind bis zu 600 m hohe senkrechte Felswände.[1]

Umliegende Berggruppen

Die Drusenfluh-Gruppe liegt zentral im Rätikon. Im Westen geht der Hauptkamm beim Schweizertor über zur Kirchlispitzen-Gruppe mit den ähnlich aufgebauten schroffen Kirchlispitzen. Der Öfapass ist die Verbindung zur Berggruppe Golmer und Zerneuer Grat. Der Golm ist ein Wander- und Wintersportgebiet. Im Osten geht der Hauptkamm beim Drusentor weiter mit der Sulzfluh-Gruppe und der Sulzfluh. Im Süden bilden der Drusabach, der Falzipbach und die Carschina Furgga die Grenze zu Schafberg-Gruppe und Kreuz. Im Südwesten berührt die die Drusenfluh-Gruppe am untersten Älplibach noch kurz die Berggruppe Girenspitz-Sassauner-Grat.[1][3]

Umliegende Berggruppen und Untergruppen nach SOIUSA
Golmer und Zerneuer Grat
Kirchlispitzen-Gruppe Sulzfluh-Gruppe
Girenspitz-Sassauna-Grat Schafberg-Gruppe und Kreuz

Berge

Markant sind die Drei Türme:

  • Großer Turm: 2830 m
  • Mittlerer Turm: 2782 m
  • Kleiner Turm: 2754 m

Die namensgebende Drusenfluh ist 2827 m hoch.

Weitere Gipfel sind:

  • Sporaturm 2489 m
  • Gamsfreiheit (Rätikon) 2445 m
  • Chläschi 2229 m
  • Brägez 2150 m[3]

Die Sporaplatte ist eine weit sichtbare dreieckige Felsplatte mit einer Neigung von 35–45° an der Nordseite des Großen und Mittleren Turms. Die Oberseite der Platte ist 350 m breit, die Spitze des Dreiecks zeigt nach unten. Entstanden ist die Platte durch einen Bergsturz.

Almen und Hütten im Gebiet

An der nordöstlichen Ecke liegen die Obere Sporaalpe (1739 m) und die Lindauer Hütte (1744 m). Die Carschinahütte (2230 m) liegt am Carschina Furgga (2221 m) im Osten auf der Schweizer Seite. Im Süden liegt die Drusa Alpe (1799 m). Im Südwesten liegen das Grüscher Älpli (1632 m) und die Pardutz Kletterhütte des Kletterclubs Rätikon.[1][3]

Einzelnachweise

  1. a b c d e Wandern. In: Vorarlberg Atlas. Land Vorarlberg, abgerufen am 23. September 2025.
  2. Weitwanderung - Prättigauer Höhenweg. Region Prättigau/Davos, abgerufen am 23. September 2025.
  3. a b c d e Karten der Schweiz. Schweiz, abgerufen am 23. September 2025.