Douglas Walton (Schauspieler)
Douglas Walton (* 16. Oktober 1910 in Toronto, Ontario als J. Douglas Dunder; † 15. November 1961 in New York City, New York) war ein kanadischer Schauspieler und Maler.
Leben und Karriere
Der gebürtige Kanadier Walton erhielt seine Schulbildung in England.[1] In den späten 1920ern begann seine professionelle Schauspielkarriere beim Theater, er wechselte jedoch schon 1931 etwa 20-jährig zum Film. In Hollywood wurden zu dieser Zeit, am Anfang der Tonfilmära, zahlreiche sprach-erfahrene Bühnenschauspieler verpflichtet. Nach anfänglich kleineren Auftritten bekam Walton ab 1933 zusehends größere Rollen. Mit seinem Aussehen – blondhaarig, hochgewachsen und elegant wirkend – verkörperte er häufig junge Männer der besseren Gesellschaft, die je nachdem kultiviert, gebildet, snobhaft oder dekadent erscheinen konnten. Besonders häufig verkörperte er britische oder kontinentaleuropäische Figuren, etwa Albert Mondego im Abenteuerfilm Das Rätsel von Monte Christo (1934).
1935 spielte Walton den Dichter Percy Shelley in ersten Szenen des Horrorfilm-Klassikers Frankensteins Braut, im selben Jahr war er außerdem im oscarprämierten Abenteuerstreifen Meuterei auf der Bounty zu sehen. Der Höhepunkt seiner Karriere war womöglich die Verkörperung von Lord Darnley, dem verweichlichten Ehemann von Katharine Hepburns Titelfigur, im aufwendigen Historienfilm Maria von Schottland unter Regie von John Ford. 1937 erhielt er im B-Film Damaged Goods eine seiner wenigen Hauptrollen, ansonsten blieb er aber meist auf Nebenrollen beschränkt. 1939 trat er am Broadway in der Komödie Billy Draws a Horse auf.[2]
In den 1940er-Jahren ließ die Qualität seiner Filmrollen zusehends nach und er spielte, wie schon am Anfang seiner Filmkarriere, wieder zusehends im Abspann ungenannte Kleinrollen.[3] Eine Ausnahme war der Film noir Murder, My Sweet, in dem er 1944 abermals eine dandyhafte Figur verkörperte, die jedoch schon bald nach Filmbeginn ihren Tod findet. Eine seiner letzten nennenswerten Filmrollen Rolle war jene des Alan Campbell in Das Bildnis des Dorian Gray (1945), der Verfilmung von Oscar Wildes gleichnamigen Roman. Nach rund 60 Filmen zog sich Walton 1950, nicht einmal 40 Jahre alt, aus dem Filmgeschäft zurück. Danach schlug er unter seinem Geburtsnamen J. Douglas Dunder eine Laufbahn als Maler ein und unterrichtete in seinem Studio in Brentwood auch viele Ex-Filmkollegen in der Malerei. 1958 zog er nach New York, wo er drei Jahre später mit 51 Jahren einem Herzinfarkt erlag.[1] Er war dreimal verheiratet.[4]
Filmografie (Auswahl)
- 1931: Body and Soul
- 1931: Dr. Jekyll und Mr. Hyde (Dr. Jekyll and Mr. Hyde)
- 1932: Scarface
- 1933: Kavalkade (Cavalcade)
- 1933: The Secret of Madame Blanche
- 1933: Ein Mann geht seinen Weg (Looking Forward)
- 1934: Die letzte Patrouille (The Lost Patrol)
- 1934: Das Rätsel von Monte Christo (The Count of Monte Cristo)
- 1934: Charlie Chan in London
- 1935: Frankensteins Braut (Bride of Frankenstein)
- 1935: Meuterei auf der Bounty (Mutiny on the Bounty)
- 1935: Der Weg im Dunkel (The Dark Angel)
- 1936: Maria von Schottland (Mary of Scotland)
- 1936: Die Kameliendame (Camille)
- 1937: Damaged Goods
- 1938: Storm Over Bengal
- 1939: Pacific Liner
- 1939: The Story of Vernon and Irene Castle
- 1939: Raffles
- 1939: Im Empire geht die Sonne nie unter (The Sun Never Sets)
- 1940: Nordwest-Passage (Northwest-Passage)
- 1940: Der lange Weg nach Cardiff (The Long Voyage Home)
- 1940: Das Geheimnis von Malampur (The Letter)
- 1941: Hurry, Charlie, Hurry
- 1942: Sabotageauftrag Berlin (Desperate Journey)
- 1944: Murder, My Sweet
- 1945: Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray)
- 1945: Eine Lady mit Vergangenheit (Kitty)
- 1946: Im Geheimdienst (Cloak and Dagger)
- 1946: Dick Tracy vs. Cueball
- 1947: Taifun (Green Dolphin Street)
- 1947: Amber, die große Kurtisane (Forever Amber)
- 1948: Lassies Heimat (Hills of Home)
- 1949: The Secret of St. Ives
- 1949: Rebellen der Steppe (Calamity Jane and Sam Bass)
- 1950: Drei kehrten heim (Three Came Home)
Weblinks
- Douglas Walton bei IMDb
Einzelnachweise
- ↑ a b J. DOUGLAS DUDER, ARTIST AND ACTOR; Film Performer Under Name of Douglas Walton Dies. In: The New York Times. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Douglas Walton – Broadway Cast & Staff. In: IBDB. Abgerufen am 4. Januar 2026.
- ↑ Douglas Walton ( vom 8. Januar 2022 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
- ↑ Douglas Walton - Biografie. In: Internet Movie Database. Abgerufen am 4. Januar 2026.