Dorfgmünd

Dorfgmünd ist ein Gemeindeteil (Kirchdorf) von Grafenwöhr, einer Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Dorfgmünd war der Gemeindesitz der 1972 nach Grafenwöhr eingemeindeten Gemeinde Gmünd.

Geographie

Das Kirchdorf Dorfgmünd bildet zusammen mit Brückendorfgmünd und Hammergmünd den Grafenwöhrer Stadtteil Gmünd. Dorfgmünd und Brückendorfgmünd befinden sich gegenüberliegend an der Creußen, einem Nebenfluss der Haidenaab. Hammergmünd liegt südöstlich davon direkt an der Bundesstraße 299 am Grafenwöhr Army Airfield.

Die Gemarkung Gmünd (094272) umfasst 4,396 km² und 488 Einwohner.[1]

Geschichte

Das Hammerwerk „Gemünd“ wurde erstmals 1334 urkundlich erwähnt. Das heutige Schloss Hammergmünd ist ein Hammergut aus dem Jahr 1465. Die Herz-Mariä-Kirche in Dorfgmünd wurde 1958 eingeweiht. Der Ortsname leitet sich von dem Zusammenfluss („Gemünde“) von Haidenaab und Creußen her, er bedeutet also „Ort an einer Flussmündung“. Das kurpfälzische Lehen „Gmünd“ ist aus dem Hammergut Hammergmünd entstanden und war eine Landsasserei im Pflegamt Grafenwöhr. Nach den Hammerwerksfreiheiten, der Steuer und der Hochgerichtsbarkeit gehörte es zum Landrichteramt Waldeck-Kemnath. Hammergmünd war ein Schienhammer, der bis 1613 betrieben wurde.[2]

Gmünd wurde mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 eine eigenständige Gemeinde. Die Gemeinde Gmünd bestand aus den Teilorten:

  • Dorfgmünd (Gemeindesitz)
  • Bruckendorfgmünd
  • Hammergmünd
  • Josephsthal

Vor der Gebietsreform 1972 gehörte Gmünd zum ehemaligen Landkreis Eschenbach i.d.OPf. Am 1. Juli 1972 kamen Gmünd bei der Gebietsreform in Bayern zu Grafenwöhr.[3]

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Gmünd (Grafenwöhr) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
  2. Heribert Sturm: Kemnath. Landrichteramt Waldeck-Kemnath und Unteramt Pressath (= Kommission für Bayerische Landesgeschichte [Hrsg.]: Reihe I Altbayern. Historischer Atlas von Bayern, Heft 40). München 1975, ISBN 3-7696-9902-5, S. 78–88, 169–172, 267, 322 (Digitalisat [abgerufen am 23. Juni 2022]).
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 459 und 460.

Koordinaten: 49° 41′ 48″ N, 11° 57′ 19,4″ O