Donald S. Jones

Donald Sylvester Jones (* 18. Mai 1928 in Madison, Dane County, Wisconsin; † 13. Dezember 2004 in Lancaster, Lancaster County, Pennsylvania) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Dritten Flotte (United States Third Fleet).

Jones studierte zunächst an der University of Wisconsin–Madison. Er begann seine militärische Laufbahn im Jahr 1950 als Kadett in einer Ausbildung zum Marineflieger. Nach bestandener Prüfung wurde er in das Offizierskorps der Navy aufgenommen. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral.

Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem die George Washington University, die Naval Postgraduate School in Monterey in Kalifornien und das Industrial College of the Armed Forces.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Er war unter anderem als Hubschrauberpilot eingesetzt. Während seiner Zeit als Seeoffizier hatte er sieben Kommandos inne. Dabei brachte er es auf über 6000 Flugstunden in verschiedenen Flugzeugen und Hubschraubern. Im Einzelnen kommandierte er die 4. Hubschrauberstaffel zur Bekämpfung von U-Booten (Helicopter Antisubmarine Squadron Four HS-4), das 53. Geschwader (Carrier ASW Air Group Fifty-Three), das Amphibien-Transportschiff USS Denver, die 7. Amphibische Staffel (Amphibious Squadron Seven), die 1. Amphibische Gruppe (Amphibious Group One) und die amphibischen Streitkräfte der 7. Flotte.

In den 1960er Jahren war Donald Jones zeitweise zur NASA abkommandiert. Dort wurde er im Rahmen des Apollo-Programms zur Bergung gelandeter Apollo-Missionen ausgebildet. Er war an der Bergung der Apollo 8 und später auch der Apollo 11 beteiligt, die von der ersten Mondlandung zurückkam.

Zu Jones Aufgaben als Stabsoffizier gehörten Tätigkeiten im Stab des Chief of Naval Operations (CNO), bei der Naval Intelligence Division und im Verteidigungsministerium. Im August 1983 übernahm er als Nachfolger von William P. Lawrence das Kommando über die Dritte amerikanische Flotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum August 1985, als er von Thomas R. Kinnebrew abgelöst wurde. Anschließend war er wieder Stabsoffizier im Verteidigungsministerium. Dort gehörte er zu den militärischen Beratern von Verteidigungsminister Caspar Weinberger. Jones war auch in die Iran-Contra-Affäre verwickelt, wurde aber nicht angeklagt. Im Jahr 1987 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Nach seiner Pensionierung war Jones als privater Berater tätig. Er arbeitete für die Firma TRACOR, Inc. und gehörte einigen Stiftungen und Assoziationen an. Außerdem war er Mitglied im Vorstand der Firma Aeroflex Corp.

Der seit 1952 mit Marilyn Turner verheiratete Offizier starb am 13. Dezember 2004 und wurde auf dem Fort Rosecrans National Cemetery in San Diego in Kalifornien beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

Donald Jones erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen: