Die Augen von Jade
| Film | |
| Titel | Die Augen von Jade |
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| Produktionsland | Deutsches Reich |
| Erscheinungsjahr | 1919 |
| Länge | 64 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Hella Moja Film GmbH, Berlin |
| Stab | |
| Regie | Iwa Raffay |
| Drehbuch | Iwa Raffay |
| Produktion | Hella Moja |
| Kamera | Carl Hoffmann |
| Besetzung | |
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Die Augen von Jade ist ein deutscher Spielfilm von Iwa Raffay von 1919.
Handlung
Die junge Japanerin Moi Fa Loi lebt bei ihren Eltern, die sie mit dem wohlhabenden Kin un Ken verheiraten möchten. Bei einem Empfang in der norwegischen Botschaft tritt sie mit einem japanischen Tanz auf, wodurch der Botschafter Kay Nordhong auf sie aufmerksam wird. Sie verlieben sich ineinander und haben eine Affäre. Er entscheidet sich dann aber für die Heirat mit der Tochter eines norwegischen Ministers.
Moi Fa Loi zieht deshalb ihren gemeinsamen Sohn bei einer Fischerfamilie allein auf. Kay Nordhong nimmt sie später mit nach Norwegen, aber ohne das Kind. Er verlässt sie dann wieder, sodass sie kein Obdach hat und als Geisha arbeiten muss, bis sie nach Japan ausgewiesen wird. Dort wird sie eine verehrte blinde Heilerin, zu der auch der gealterte kranke Kay Nordhong gebracht wird. Er bittet sie, zu ihm zurückzukommen, was sie aber ablehnt.
Hintergründe
Der Film Die Augen von Jade der Regisseurin Iwa Raffay und der Produzentin Hella Moja war einer der ersten Spielfilme in Deutschland, der überwiegend von Frauen gestaltet wurde. Er schilderte das Schicksal einer verstoßenen Frau in der Gestalt einer Japanerin, das aber viele Frauen in dieser Zeit in ähnlicher Form erlitten. Der Film ist dabei durch eine eurozentristische Sichtweise geprägt, die die japanische Kultur exotisch und klischeehaft darstellte.[1] Die Hauptdarstellerin Lucie Lindemann (Takka-Takka) hatte einen japanischen Vater, alle anderen Schauspieler waren mitteleuropäischer Herkunft. Der Film wurde zum großen Teil in Hagenbecks Tierpark in Hamburg gedreht, wo es zu dieser Zeit auch Völkerschauen von außereuropäischen Kulturen gab.
Die Premiere von Die Augen von Jade war im Frühjahr 1919. 1921 gab es zwei Zensurentscheide als Jugendverbot. 2020 wurde der Film restauriert und ergänzt. Am 12. Dezember 2025 wird er im Zeughauskino in Berlin in der Reihe Filmpionierinnen zu sehen sein.[2]
Weblinks
- Die Augen von Jade Filmportal
- Die Augen von Jade bei The German Early Cinema Database, DCH Cologne.
- Die Augen von Jade Deutsches Filminstitut
- Die Augen von Jade bei IMDb
Einzelnachweise
- ↑ Die Augen von Jade Filmportal
- ↑ Die Augen von Jade Zeughauskino, der einzige Film von Iwa Raffay, der in diesem Programmkino für alte Filme gezeigt wurde