Deusdorfermühle
Deusdorfermühle Gemeinde Lauter
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 59′ N, 10° 46′ O |
| Höhe: | 277 m ü. NHN |
| Einwohner: | 5 (1. Jan. 2025)[1] |
| Postleitzahl: | 96169 |
| Vorwahl: | 09544 |
Deusdorfermühle ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Lauter im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Deusdorfermühle liegt in der Gemarkung Deusdorf.[3]
Geografie
Die Einöde liegt an der Lauter. Die Staatsstraße 2281 führt entlang der Lauter nach Deusdorf (0,4 km nordwestlich) bzw. nach Lauter (1,2 km südöstlich)..[4]
Geschichte
Deusdorfermühle gehörte zur Realgemeinde Deusdorf. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Deusdorfermühle aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Das Kastenamt Baunach war Grundherr der Mühle.[5]
Im Jahre 1802 kam Deusdorfermühle an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Deusdorfermühle der Ruralgemeinde Leppelsdorf zugewiesen (1875 nach Deusdorf umbenannt).[6] Am 1. Mai 1978 wurde die Deusdorfermühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Lauter eingemeindet.[7]
Baudenkmäler
In der Liste der Baudenkmäler in Lauter (Oberfranken) sind für Deusdorfermühle vier Baudenkmäler aufgeführt – jeweils unter der Adresse Deusdorfer Mühle 1[8]:
- Das massive verputzte Hauptgebäude, bezeichnet „1839“, ist zweigeschossig, mit Mezzanin und flachem Satteldach.
- Der Mühlkanal besteht aus Wasserzuleitung und gewölbtem Ableitungskanal.
- Der im 18./19. Jahrhundert errichtete Stadel aus Sandsteinquader/Fachwerk trägt ein Satteldach.
- Die im 18./19. Jahrhundert errichtete Remise besteht ebenfalls aus Sandsteinquader/Fachwerk und trägt ein Satteldach.
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Hauptgebäude
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Mühlkanal
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Stadel
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | † | † | † | † | 9 | 8 | 11 | 3 | 7 | 6 | 6 | † | *5 |
| Häuser[9] | † | † | † | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | † | ||||
| Quelle | [6] | [6] | [6] | [10] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [1] |
Religion
Deusdorfermühle ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Stettfeld) gepfarrt,[5] seit den 1870er Jahren ist die Pfarrei St. Laurentius (Lauter) zuständig.[11]
Literatur
- Isolde Maierhöfer: Ebern (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 15). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1964, DNB 456999264 (Digitalisat).
Weblinks
- Deusdorfermühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 4. Dezember 2025.
- Deusdorfermühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 4. Dezember 2025.
- Deusdorfermühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 4. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Ortsteile. In: gemeinde-lauter.de. Abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ Gemeinde Lauter, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ a b I. Maierhöfer: Ebern, S. 179.
- ↑ a b c d I. Maierhöfer: Ebern, S. 296.
- ↑ Lauter > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 4. Dezember 2025.
- ↑ Denkmalliste für Lauter (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1142, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1295, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1229 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1307 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1342 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1173 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 859 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 290 (Digitalisat).