Detlef Oppermann
Detlef Oppermann (* 6. August 1942 in Magdeburg; † 5. März 2008 in Homburg/Saar) war ein deutscher Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Nach seiner Reifeprüfung 1968 in Kassel begann Detlef Oppermann im gleichen Jahr mit dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Frankfurt/M. Bald wechselte er auf die Fächer Deutsch und Geschichte und legte 1972 das erste Staatsexamen für das Lehramt an Haupt- und Realschulen ab. Er setzte sein Studium mit Schwerpunkt auf dem Fach Pädagogik (vor allem Erwachsenenbildung) fort und promovierte 1978 an der Universität Frankfurt/M. zum Dr. phil. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an dieser Universität sowie an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz in Landau. Ab 1985 war Oppermann dann Mitarbeiter des Verbands der Volkshochschulen des Saarlandes, einige Zeit Verbandsdirektor, hinzu kamen Tätigkeiten in anderen Fachgremien der deutschen Volkshochschulen sowie im Rundfunkrat des Saarländischen Rundfunks. Als Lehrbeauftragter für Erziehungswissenschaft unterrichtete er an der Universität Trier und der Universität des Saarlandes. Letztere ernannte ihn 2002 zum Honorarprofessor für Historische Pädagogik. Außerdem wirkte Oppermann auf dem Gebiet der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bereich der Erwachsenenbildung.
In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Detlef Oppermann zum einen mit dem Gedanken der Einheitsschule, zum anderen mit der Volkshochschularbeit und der historischen Pädagogik.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Gesellschaftsreform und Einheitsschulgedanke. Zu den Wechselwirkungen politischer Motivation und pädagogischer Zielsetzungen in der Geschichte des Einheitsschulgedankens (= Sozialhistorische Untersuchungen zur Reformpädagogik und Erwachsenenbildung, Bd. 1). Dipa-Verlag, Frankfurt/M. 1982, ISBN 3-7638-0801-9 (= Dissertation Universität Frankfurt/M.)
- (Hrsg., mit Walter Fabian): Quellen zu den historischen und pädagogischen Grundlagen des Einheitsschulgedankens (= Sozialhistorische Untersuchungen zur Reformpädagogik und Erwachsenenbildung, Bd. 2). Dipa-Verlag, Frankfurt/M. 1982, ISBN 3-7638-0802-7.
- Außenpolitik und antike Demokratie. Anmerkungen zu ihrem Verhältnis in periklaeischer Zeit. Dipa-Verlag, Frankfurt/M. 1985, ISBN 3-7638-0415-3.
- Von den Lesegesellschaften zur Erwachsenenbildung. Aspekte einer Rezeption zur historischen Weiterbildungsforschung. In: Wolfgang Michalka (Hrsg.): Politische Bildung in der Forschungsdiskussion unter Berücksichtigung von Problemen der Jugendsozialisation und der Erwachsenenbildung. Steiner, Stuttgart 1986, S. 112–130, ISBN 3-515-04491-4.
- Öffentlichkeit und Volkshochschularbeit – Probleme einer saarländischen Entwicklung. In: Detlef Oppermann (Hrsg.): Erwachsenenbildung in öffentlicher Verantwortung. Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 1987, S. 16–37.
- (Hrsg., mit Albert Rasch): Sprachen lernen in Grenzräumen. Universität des Saarlandes, Saarbrücken 1988.
- Gesundheitsbildung an saarländischen Volksschulen. Verband der Volkshochschulen des Saarlandes, Saarbrücken 1988.
- (Hrsg.): Heinrich Deiters / Bildung und Leben. Erinnerungen eines deutschen Pädagogen (= Studien und Dokumentationen zur deutschen Bildungsgeschichte, Bd. 40). Böhlau, Köln 1989, ISBN 3-412-04088-6.
- (mit Josette Oppermann-Poupon): Französisch in der Grundschule. Eine Darstellung von Geschichte und Theorie der Frühförderung des Französischen im Grundschulalter, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung im Saarland. Dipa-Verlag, Frankfurt/M. 1991, ISBN 3-7638-0144-8.
- (Hrsg., mit Paul Röhrig, u. Mitautor): 75 Jahre Volkshochschule. Vom schwierigen Weg zur Humanität, Demokratie und sozialen Verantwortung. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 1995, ISBN 3-7815-1052-2.
- Erwachsenenbildung im Wandel. Beiträge zu rechtlichen, strukturellen, regionalen und angebotsorientierten Veränderungsprozessen der Volkshochschularbeit. Brandes & Apsel, Frankfurt/M. 1999, ISBN 3-86099-291-0.
- (Hrsg.): Sprachen und Grenzräume. Partnersprachen und interkulturelle Kommunikation in europäischen Grenzräumen. Röhrig, St. Ingbert 2002, ISBN 3-86110-298-6.
Einzelnachweise
- ↑ Günther Böhme: In Memoriam Prof. Dr. Detlef Oppermann. In: Hessische Blätter für Volksbildung, Jg. 2008, H. 2, S. 189 (mit allen biografischen Daten).