Paul Gottfried Röhrig

Paul Gottfried Röhrig (* 31. Mai 1925 in Windeck; † 24. April 2007 in Nümbrecht) war ein deutscher Pädagoge und Hochschullehrer.

Ausbildung und Beruf

Er besuchte die Volksschule und machte nach der Kriegszeit, in der er auch eingezogen und gefangen genommen wurde, 1948 sein Abitur an der Hollenbergschule in Waldbröl.

Von 1948 bis 1954 studierte er in Köln Pädagogik, Germanistik und die Philosophie. Danach war er bis 1970 stellvertretender Direktor der VHS Köln. Währenddessen schrieb er seine Doktorarbeit „Politische Bildung. Herkunft und Aufgabe“, mit der er 1961 bei Theodor Ballauff in Mainz promovierte.

Professuren

Von 1964 bis 1970 erhielt er schon Lehraufträge für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Bonn und für Erwachsenenbildung bei der Pädagogische Hochschule Rheinland. 1970 wurde er dort auf den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik berufen, ab 1971 ergänzt um einen Lehrauftrag für Geschichte und Theorie der Erwachsenenbildung. 1980 wurde er Professor für Pädagogik an der Universität Köln.

Seine Hauptarbeitsgebiete waren die Politische Bildung und die Geschichte der Erwachsenenbildung. Sein spezielles Interesse galt der dänischen Volkshochschulbewegung.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Politische Bildung. Herkunft und Aufgabe. Klett, Stuttgart 1964.
  • Geschichte der Arbeiterbildung. In: Franz Pöggeler (Hrsg.): Geschichte der Erwachsenenbildung (= Handbuch der Erwachsenenbildung, Bd. 4). Kohlhammer, Stuttgart 1975, S. 246–263, ISBN 3-17-001723-3.
  • (mit Christina Söllner): Geschichte der politischen Erwachsenenbildung. In: Ebd., S. 298–314.
  • Die Bedeutung der skandinavischen Erwachsenenbildung. In: Walter Leirman (Hrsg.): Erwachsenenbildung in fünf Kontinenten. Bestandsaufnahme und Vergleich (= Handbuch der Erwachsenenbildung, Bd. 5). Kohlhammer, Stuttgart 1979, S. 33–55, ISBN 3-17-001666-0.
  • Ernst Bloch und die Pädagogik. In: Neue Sammlung, Bd. 21 (1981), S. 543–562.
  • "37 Jahre nach der Stunde Null". Thesen zur Erwachsenenbildung in der Bundesrepublik. In: Hessische Blätter für Volksbildung, Bd. 33 (1983), S. 139–149.
  • Erneuerung der politischen Erwachsenenbildung durch Erinnerung an ihre Anfänge. In: Alfons Benning (Hrsg.): Erwachsenenbildung. Bilanz und Zukunftsperspektiven. Festgabe für Franz Pöggeler zur Vollendung des 60. Lebensjahres. Schöningh, Paderborn 1986, S. 16-34, ISBN 3-506-70780-9.
  • Paul Honigsheim und die Volksbildung. In: Alphons Silbermann/Paul Röhrig (Hrsg.): Kultur, Volksbildung und Gesellschaft. Paul Honigsheim zum Gedenken seines 100. Geburtstages. Lang, Frankfurt/M. 1987, S. 101-120, ISBN 3-8204-9619-X.
  • Geschichte des Bildungsgedankens in der Erwachsenenbildung und sein Verlust. In: Zeitschrift für Pädagogik, Bd. 34 (1988), H. 3, S. 347–368.
  • (Hrsg. u. Mitautor): Um des Menschen willen. Grundtvigs geistiges Erbe als Herausforderung für Erwachsenenbildung, Schule, Kirche und soziales Leben. Deutscher Studien Verlag, Weinheim 1991, ISBN 3-89271-252-2.
  • Historische Betrachtung des Verhältnisses von Arbeiterbildung und Staat in Deutschland. In: Hildegard Macha (Hrsg.): Bildungs- und Erziehungsgeschichte im 20. Jahrhundert. Festschrift für Heinrich Kanz zum 65. Geburtstag. Lang, Frankfurt/M. 1992, S. 55-65, ISBN 3-631-44367-6.
  • 75 Jahre Volkshochschule Köln. In: Detlef Oppermann/Paul Röhrig (Hrsg.): 75 Jahre Volkshochschule. Vom schwierigen Weg zur Humanität, Demokratie und sozialen Verantwortung. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 1995, S. 82–94, ISBN 3-7815-1052-2.

Quelle