Der kleine Lord (1976)

Film
Titel Der kleine Lord
Originaltitel Little Lord Fauntleroy
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1976
Länge 145 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Paul Annett
Drehbuch Jack Gerson
Produktion Barry Letts
Musik Kenny Clayton
Besetzung
  • Glen Anderson: Cedric Errol (Lord Fauntleroy)
  • Paul Rogers: John Arthur Molyneux Errol (Earl of Dorincourt)
  • Jennie Linden: Mrs. Errol
  • Betty McDowall: Mary
  • Preston Lockwood: Mr. Havisham
  • Ray Smith: Horatio Hobbs
  • Paul D'Amato: Dick Tipton
  • Dorothy Reynolds: Lady Constantia Lorridaile
  • Valerie Lush: Mellon (Haushälterin)
  • Cherry Morris: Dawson (Erzieherin)
  • Ray Armstrong: Newick (Verwalter)
  • Max Faulkner: Mather (Stallmeister)
  • Ralph Nossek: Reverend Mordaunt
  • Ruby Head: Mrs. Dibble
  • Ian Thompson: Higgins (Farmer)
  • Michael Keet: Higgins jr.
  • Mischa De La Motte: Hooper (Butler)
  • Ellis Dale: Wilkins (Diener)
  • Tony Beckley: Braxton (Anwalt)
  • Carole Hayman: Minna
  • Peter Hale: Tom
  • Dan Meaden: Polizeisergant in White Chapel
  • Hal Galili: Sailor (Seemann in der Spelunke)
Synchronisation

Der kleine Lord (Originaltitel: Little Lord Fauntleroy) ist ein sechsteiliger, britischer Fernsehfilm des Regisseurs Paul Annett aus dem Jahr 1976. Für die deutsche Veröffentlichung wurde die sechsteilige BBC Miniserie zu einem Dreiteiler zusammengefasst. Die Handlung des Films ist gegen Ende des 19. Jahrhunderts angesetzt. In der Titelrolle des kleinen Lords Fauntleroy ist Glen Anderson besetzt, Paul Rogers spielt dessen Großvater, den Earl of Dorincourt. Das Drehbuch orientiert sich grob an der Idee des Romans Little Lord Fauntleroy von Frances Hodgson Burnett aus dem Jahr 1886. Allerdings weicht der Film, besonders im zweiten und dritten Teil, erheblich von der Literaturvorlage ab. So wird das Alter des kleinen Lords in diesem Film mit elf Jahren angegeben, im Buch aber mit sieben Jahren. Einige für die Handlung wesentliche Personen, wie z. B. Ben Tipton, oder Schlüsselszenen wie z. B. das Verhalten des kleinen Lords zu einem lahmen Jungen, das ihm die Zuneigung des ganzen Dorfes verschafft, fehlen ganz. Auch die Geburtstagsfeier zum Schluss fehlt. Viele Protagonisten haben andere Namen oder andere Charaktereigenschaften. So passt z. B. Cedrics Prügelei mit einem gleichaltrigen Jungen aus dem Armenviertel überhaupt nicht zum Charakter des kleinen Lords. Und dass der Earl alle Mittel einsetzt, um seinen Erben für sich zu gewinnen, aber bei der ersten Reitstunde bewusst Gesundheit oder sogar das Leben des Jungen gefährdet, erscheint merkwürdig.

Handlung

Teil 1: Der elfjährige Cedric Errol, dessen bereits verstorbener Vater ein englischer Captain war, lebt mit seiner amerikanischen Mutter und der Haushälterin Mary in bescheidenen Verhältnissen in einer Seitenstraße in einem weniger angesehenen Stadtteil von New York City. Cedric ein fröhlicher und verständiger Junge, dem es auch an Respekt und guten Manieren nicht fehlt. Der ehrbare Gemischtwarenhändler Mr. Hobbs und der Schuhputzer Dick Tipton zählen zu seinen besten Freunden. In seiner Freizeit spielt er am liebsten Baseball.

Eines Tages erscheint der britische Anwalt Mr. Havisham bei seiner Mutter und überbringt ein unerwartetes Angebot von Cedrics englischem Großvater, der kein Geringerer ist als der Earl (Graf) von Dorincourt. Da auch dessen ältester Sohn Bevis inzwischen verstorben ist, sei nun sein einziger Enkel Cedric voraussichtlicher Erbe des beträchtlichen Besitztums nebst Adelstiteln und Privilegien geworden. Der Earl verlangt, dass Cedric nach England übersiedelt, zunächst den Höflichkeitstitel „Lord Fauntleroy“ annimmt, und zur angemessenen Vorbereitung auf seine spätere hohe Stellung auf Schloss Dorincourt erzogen wird. Der Anwalt verschweigt, dass der Earl beabsichtigt, seinen Enkel von seiner Mutter zu trennen, und sie nicht gemeinsam mit ihrem Sohn auf dem Schloss des Earls wohnen wird.

Der von Vorurteilen, Konventionen und Dünkel beherrschte Earl, der große Ressentiments gegen die Vereinigten Staaten hegt, hatte nämlich seinen jüngsten Sohn – Cedrics Vater – wegen dessen Heirat mit einer Amerikanerin verstoßen und enterbt. Um der Zukunft ihres Sohnes nicht im Wege zu stehen, geht die Mutter schweren Herzens auf das Angebot ein. Um ihn für sich zu gewinnen, hatte der Earl seinen Anwalt angewiesen, Cedrics unmittelbare Wünsche zu erfüllen, in der Annahme, dieser würde das Geld nur für sich persönlich ausgeben. Aber anders als erwartet, verwendet Cedric nichts davon für sich selbst, sondern benutzt es statt dessen, um Menschen in Not zu helfen und seine Freunde zum Abschied zu beschenken.

Sobald Cedric und seine Mutter in England angekommen sind, eröffnet Havisham ihr, dass sie ab sofort getrennt leben müssten. Der Earl würde der Mutter ein komfortabel eingerichtetes Landhaus in der Nähe des Schlosses zur Verfügung stellen, verbietet ihr aber, das Schloss zu betreten, und weigert sich auch, überhaupt mit ihr zu sprechen. Havisham will sich aber dafür einsetzen, dass Cedric seine Mutter regelmäßig besuchen darf. Die Mutter bittet sich aus, dass niemand Cedric über die tiefe Abneigung des Earls ihr gegenüber informiert. Sie will, dass Cedric dem Earl unbefangen gegenüber tritt.

Als Havisham dem Earl berichtet, dass Lord Fauntleroy angekommen ist, und ihm seinen Eindruck über Cedrics angenehmes Wesen und dessen enge Zuneigung zu seiner Mutter schildert, reagiert der Earl unwirsch und beharrt auf seinen Vorurteilen. Er bietet ihr eine große Apanage an, mit dem Hintergedanken, damit diese enge Verbindung zerstören zu können. Er glaubt immer noch, dass die Mutter lediglich geldgierig sei, und ihren Sohn dann vergessen und verschwinden würde. Die Bedenken des Anwalts wischt er zur Seite. Aber Mrs. Errol lehnt dieses Ansinnen entrüstet ab.

Der mürrische und zurückgezogen lebende, von Gicht geplagte Großvater empfängt seinen Enkel zunächst äußerst reserviert. Cedric gelingt es mit seiner aufgeschlossenen und direkten Art jedoch schnell, Zugang zu ihm zu finden. Erst beim gemeinsamen Abendessen droht ein Konflikt auszubrechen, weil Cedric energisch darauf beharrt, Amerikaner zu sein, während der Earl ihm ärgerlich entgegnet, er sei Engländer, weil sein Vater Engländer war, und lässt ihn in sein Kinderzimmer bringen. Dort macht er Bekanntschaft mit seiner Erzieherin Dawson, die sich als sehr unfreundliche Person herausstellt, und ihm gegenüber äußerst streng auftritt. Angeblich hat der Earl angeordnet, er dürfe nicht verwöhnt werden. Als Cedric das verwahrloste Spielzimmer aus der Jugendzeit seines Vaters entdeckt, und sie ihn dort „erwischt“, weist sie ihn brüsk hinaus.

Der Earl legt großen Wert darauf, dass Cedric so schnell wie möglich reiten lernt. Als der Stallmeister für die erste Reitstunde ein eher sanftmütiges Pferd vorschlägt, lehnt der Earl ab. „Ich will sehen, ob der Junge Mut hat“, und verlangt, dass für ihn ein eher feuriges Pferd gesattelt wird. Bedenken des Stallmeisters, dass das Pferd durchgehen und Cedric sich ernsthaft verletzen könnte wischt er beiseite.

Teil 2: Zu seiner Verwunderung sitzt Cedric fest im Sattel und reitet in flottem Tempo ein paar Runden. Auch der Stallmeister ist überrascht, wie gut Cedric das Tier beherrscht.

Bei einem Besuch des Pfarrers der Kirchengemeinde von Dorincourt schildert dieser dem Earl die verzweifelte Lage des verarmten Pächters Higgins und dessen Familie. Der Earl weist den Pfarrer schroff ab und besteht darauf, dass Higgins seine Kate räumt, weil er die Miete nicht bezahlen kann. Die Gründe dafür interessieren ihn nicht. Nach einem Kirchenbesuch wird Cedric auf die Situation aufmerksam und überzeugt am Ende den Earl doch, dass dieser helfen kann und sollte. Auf die Frage des Earls, was Cedric an seiner Stelle tun würde, sagt dieser sofort, dass der Familie geholfen werden muss. Daraufhin lässt er Cedric einen Brief an den Verwalter Newick schreiben, der diesen anweist, Repressalien gegenüber Higgins zu unterlassen. Damit erregt er das Missfallen des arroganten und hinterhältigen Verwalters, der sich nicht gescheut hat, Higgins anzuschießen, als dieser für seine hungernde Familie eine Forelle „wildert“.

Mrs. Errol engagiert sich inzwischen für die ärmeren Dorfbewohner und hilft, wo sie kann. Der Pfarrer macht sie aufmerksam auf Earls Field, einen Ortsteil, in dem besonders verarmte Pächter des Earls leben. Als sie dort hingeht ist sie entsetzt über die Zustände, die sie dort vorfindet. Die Häuser sind verfallen, die Kinder leben im Schmutz, und die meisten Bewohner sind krank und halb verhungert. Sie beschließt sofort zu helfen. Dabei begegnet ihr der Verwalter Newick, der sie arrogant anspricht und verjagen will. Sie lässt sich aber nicht einschüchtern, auch als er mit seinem Gewehr droht, und besteht darauf den Leuten helfen zu dürfen. Erst als sie sich als Mutter von Lord Fauntleroy zu erkennen gibt, gibt Newick widerwillig nach.

Unerwartet taucht die Schwester des Earls, Lady Constantia Lorridale, im Schloss Dorincourt auf. Sie ist verärgert über ihren Bruder, weil der es unterlassen hat, ihr Cedric vorzustellen, absichtlich, wie sie nicht ohne Grund vermutet. Die resolute alte Lady lässt sich von ihrem Bruder nicht einschüchtern und ist begeistert, als sie Cedric kennenlernt. Sie sagt dem Earl ins Gesicht, dass er Cedrics Mutter falsch behandelt, dass er nur vorhat, Cedric von ihr zu trennen, und dass seine Weigerung, sie zu empfangen nur auf falschen Vorurteilen beruht. Sie besteht darauf, Cedrics Mutter zu treffen, was dem Earl nicht gefällt, er aber nicht verhindern kann. Ihr Versuch, ein Treffen des Earls mit Cedrics Mutter zu arrangieren wird vom Earl unterlaufen.

Mrs. Errol hat inzwischen bemerkt, dass Cedric bereits einen großen Einfluss auf das Verhalten des Earls gewonnen hat. Sie erkennt, dass dieser eine stolze Zuneigung zu seinem Enkel und Erben entwickelt hat, und beschließt, dies für eine Verbesserung der Situation in Earls Field zu nutzen. Sie macht Cedric mit der Situation in Earls Field bekannt und ist sich sicher, dass dieser etwas unternehmen wird. Als Cedric dem Earl erzählt, dass er in Earls Field war und die schreckliche Lage dort gesehen hat, ist der Earl beunruhigt. Er hat nicht gewollt, dass Cedric davon erfährt, weil er selbst dafür verantwortlich ist. Aber Cedric glaubt, dass der Verwalter Newick den Earl im Unklaren gelassen hat. Es gelingt ihm, das verhärtete Herz des alten Earls zu erweichen. Angeregt durch das mitfühlende Wesen von Cedric übernimmt der Earl erstmals auch Verantwortung für seine verarmten Pächter und lässt deren teilweise völlig verfallene Hütten renovieren, wieder sehr zum Missfallen des Verwalters.

Diese glückliche Wandlung wird gestört, als Havisham mit der Nachricht eintrifft, dass Cedric vermutlich nicht Lord Fauntleroy, und damit auch nicht der Erbe des Earls ist.

Teil 3: Havisham berichtet, dass ein Anwalt mit Namen Braxton ihn angesprochen hat. Dieser vertritt eine Amerikanerin namens Minna Errol, die Cedric den Titel und die spätere Erbschaft zugunsten ihres eigenen Sohnes streitig machen will. Sie behauptet, dass sie mit Bevis, dem ältesten Sohn des Earls verheiratet war, so dass ihr Sohn nach englischem Recht der wirkliche Erbberechtigte sei. Zum Leidwesen des Earls hat sie Dokumente vorgelegt, aus denen hervorgeht, dass der Anspruch scheinbar berechtigt ist. Der Earl bezweifelt die Echtheit der Dokumente und ordnet eine eingehende Prüfung an. Als die beiden Anwälte darüber sprechen, droht Braxton erpresserisch damit, die Presse zu informieren, falls der Anspruch nicht sofort anerkannt wird.

Der Earl informiert Cedric über diese Neuigkeit und beruhigt ihn, dass seine Mutter immer im Landhaus wohnen kann solange er lebt, und dass Cedric immer sein geliebter Enkel bleiben wird. Cedric schickt daraufhin einen Brief an seine Freunde in New York und schildert ihnen seinen veränderten Status. Beunruhigt durch Erzählungen über die englische Königin „Bloody Mary“ vermuten Mr. Hobbs und Dick, dass Cedric in großen Schwierigkeiten steckt, und beschließen, unverzüglich nach England zu reisen, um ihm zu helfen.

Gegen den Willen ihres Anwalts sucht die angebliche neue Lady Fauntleroy mit ihrem Sohn Tom, der sich als verzogener, frecher Rüpel heraus stellt, das Schloss Dorincourt auf und verlangt, vom Earl empfangen zu werden. Der weigert sich und lässt sie hinaus werfen. Wenig später sucht der Earl den Anwalt Braxton und die Dame auf und erklärt ihnen unmissverständlich, dass sie nichts von ihm zu erwarten hat solange er noch lebt, selbst wenn ihre Dokumente sich als echt herausstellen sollten.

Als Mr. Hobbs und Dick in England angekommen sind, führt sie ihre Suche nach White Chapel, einer üblen, verrufenen Gegend im Londoner East End. Eine Zeitung hatte über den Fall berichtet, und sie haben darin ein Bild der Dame gefunden. Ein Polizist erinnert sich, dass diese Minna Hambeldon hieß und in einer Spelunke gearbeitet hat. Gegen den Rat des Polizisten traut sich Mr. Hobbs dort hinein und findet heraus, dass die angebliche Lady Fauntleroy Bevis, den schwindsüchtigen, ältesten Sohn des Earls nur gepflegt hat solange dieser noch Geld hatte, aber ihn gar nicht geheiratet hat. Auch ihr Sohn sei schon bei ihr gewesen bevor Bevis auftauchte, also viel älter sei als von ihr behauptet. Deshalb kann er kein Sohn von Bevis sein. Nachdem Mr. Hobbs den Earl und Havisham darüber informiert hat, konfrontiert der Earl Braxton und Minna mit diesem Wissen. Es stellt sich heraus, dass der zwielichtige Anwalt Braxton die Heirats- und Geburtsurkunden gefälscht hatte, um über Minna an das Geld des Erbes zu kommen.

Nachdem der Schwindel mit Hilfe von Mr. Hobbs und Dick aufgeflogen ist, bittet der erleichterte Earl Mrs. Errol, zusammen mit Cedric und mit ihm selbst, für immer im Schloss Dorincourt zu leben. Er öffnet sich ihr und erkennt sie als seine Schwiegertochter an. Mr. Hobbs und Dick beschließen, unterstützt durch den dankbaren Earl, in England zu bleiben.

Hintergrund

Die Produktion wurde für den britischen Fernsehsender BBC gedreht. Die Filmmusik stammt von Kenny Clayton. Als Vorlage diente der gleichnamige Roman von Frances Hodgson Burnett aus dem Jahr 1886. Dieser war bereits mehrfach verfilmt worden, obwohl die Filme an vielen Stellen unterschiedlich sind und teilweise stark von der Vorlage abweichen.

Zeitliche Einordnung der Handlung

Der 1886 erschienene, gleichnamige Roman, der dem Drehbuch des Films zugrunde liegt, lässt, ob des Erscheinungsdatums nur eine zeitliche Einordnung innerhalb der Regentschaft Königin Victorias (1837 bis 1901) zu.[1]

Synchronisation

Rolle Schauspieler[2] Synchronsprecher[2]
Cedric Errol, Lord Fauntleroy Glen Anderson Florian Halm
Earl of Dorincourt Paul Rogers Alf Marholm
Mr. Havisham Preston Lockwood Wolf Ackva
Mrs. Errol Jennie Linden Eva-Maria Lahl
Newick, Verwalter Ray Armstrong Hans-Michael Rehberg
Wilkins Ellis Dale Paul Bürks
Braxton Tony Beckley Hartmut Reck
Dick Tipton Paul D'Amato Pierre Franckh
Dorfwirt Nicholas McArdle Michael Rüth
Higgins Ian Thompson Fred klaus
Hooper Mischa de la Motte Kunibert Gensichen
Lady Lorrindale Dorothy Reynolds Tina Eilers
Maggs John Barrett Günther Sauer
Mather Max Faulkner Eberhard Mondry
Minna Hambledon Carole Hayman Renate Koehler
Mr. Hobbs Ray Smith Wolfgang Hess
Mr. Sedgewick Frederick Bennett Gustl Datz
Polizeisergeant Dan Meaden Harry Kalenberg
Räuber Tony Scannell Willi Röbke
Reverend Mordaunt Ralph Nossek Horst Raspe
Seemann Hal Galili Gernot Duda

Trivia

Der Titel „Lord Fauntleroy“ ist ein sogenannter Höflichkeitstitel (englisch courtesy title), wie er im britischen Adel üblich ist. Für gewöhnlich haben britische Aristokraten mehrere Titel unterschiedlicher Ränge und führen davon im Alltag nur den ranghöchsten; im Fall von Cedrics Großvater ist dies Earl of Dorincourt. Zu Lebzeiten des Titelinhabers wird dann der im Rang zweithöchste Titel von dessen Erben geführt; der Titel steht dem Erben noch nicht zu und geht erst mit dem Tod des bisherigen Inhabers über. Cedric kann daher den zweithöchsten Titel seines Großvaters führen und wird auch so angesprochen. „Lord“ ist dabei selbst kein Adelstitel, sondern eine Anrede für Adelige; der Höflichkeitstitel „Fauntleroy“ dürfte nach dieser Systematik – obwohl dies im Film nie genannt wird – entweder eine Barony oder eine Viscountcy sein, da sowohl Barone (Barons) als auch Vizegrafen (Viscounts) im Rang unter Earl stehen und als „Lord“ angesprochen werden.

Im Londoner Stadtteil White Chapel trieb im 19. Jahrhundert „Jack the Ripper“ sein Unwesen.

Veröffentlichungen

  • Deutsche TV-Premiere am 24. Dezember 1977
  • 2012 veröffentlicht auf DVD EAN 4032989603503

Einzelnachweise

  1. Frances Hodgson Burnett – Der kleine Lord (Little Lord Fauntleroy). Autorisierte Übersetzung aus dem Englischen von Emmy Becher, Verlag von J. Engelhorn, 1888. In: Projekt Gutenberg-DE. Abgerufen am 15. Januar 2025 (Dort innerhalb des ersten Kapitels).
  2. a b Der kleine Lord in der Deutschen Synchronkartei