Daytona USA
| Daytona USA | |||
| Originaltitel | デイトナUSA | ||
|---|---|---|---|
| Zählt zur Reihe Daytona USA | |||
| Entwickler | Sega AM2 | ||
| Publisher | Sega | ||
| Komponist | Takenobu Mitsuyoshi | ||
| Veröffentlichung | 1. April 1995 | ||
| Plattform | Windows, Sega Saturn, Arcade-Spiel, PlayStation 3, Xbox 360 | ||
| Genre | Rennspiel | ||
| Spielmodus | Mehrspieler, Einzelspieler | ||
| Steuerung | Gamepad, Lenkrad | ||
| Altersfreigabe |
| ||
Daytona USA ist ein Rennspiel, das von Sega AM2 zunächst als Arcade-Spiel entwickelt wurde und 1993 erschien. Es wurde 1994 für die Heimkonsole Sega Saturn veröffentlicht. Eine Portierung für Sega 32X wurde vorzeitig eingestellt. Eine erweiterte Fassung erschien in Japan 1996 als Daytona USA Circuit Edition, in Europa als Daytona USA Championship Circuit Edition für Sega Saturn. Sie wurde technisch verbessert und enthält zusätzliche Inhalte. 1996 erschien eine Portierung für PC basierend auf der Circuit Edition. 2011 erschien eine originalgetreue Portierung des Arcade-Automaten für Xbox 360 und PlayStation 3.
Mit Daytona USA 2 existiert ein direkter Nachfolger, der 1998 ausschließlich als Arcade erschien. Ein Remake Daytona USA 2001 erschien 2000 für Dreamcast. 2009 wurde eine überarbeitete Neuauflage aufgrund fehlender Namensrechte als SEGA Racing Classic für Spielhallen veröffentlicht.
Entwicklung
Daytona USA war das erste Spiel, das die neue Architektur von Segas Model 2 verwendete, und konnte so Neuerungen wie Texture Mapping einsetzen.[1]
Rezeption
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der Automat war seinerzeit sehr erfolgreich. Er bestach laut dem Retro-Spiele-Podcast Stay Forever durch moderne 3D-Grafik und schnelles Gameplay. Er debütierte auf dem zweiten Platz innerhalb des Player's Choice Rankings von Spielhallenbetreiber RePlay und blieb fünf Jahre innerhalb der Hitparade, davon 16 Monate auf dem ersten Platz.[1]
Andreas Binzenhöfer von Mega Fun ordnete die Automatenumsetzung für die Heimkonsole als anspruchsvolles Rennspiel ein, das durch den variablen Schwierigkeitsgrad einsteigerfreundlich bleibe. Grafisch müssen zwar Abstriche gemacht werden und das Verhalten der Computergegner sei stets gleich. Ihm gefiel das Geschwindigkeitsgefühl und das unterschiedliche Fahrverhalten der Stock-Cars. Sein Kollege Stephan Girlich beurteilte die Konsolenumsetzung als Fan des Spielhallenautomaten. Dieser besäße eine feinfühligere Steuerung und simuliere auch die Hydraulik. Das Fahrverhalten bleibe jedoch „genial“ und auch ohne Lenkrad gut steuerbar. Vor allem böte die Fassung für den Saturn einen hohen Umfang.[2] Robert Zengerle von Video Games verglich das Spiel mit Ridge Racer, das weniger Realismus und Abwechslung böte.[3]
„Die ruppige Asphaltschlacht vermittelt gutes Geschwindigkeitsgefühl und führt bei Actionfans zu tückischen Suchtattacken.“
Olliver Menne von PC Games bezeichnete Daytona USA als „ausgezeichnete Automatenumsetzung“, wobei man das Alter der Portierung erkenne und es mit aktuellen Neuentwicklungen nicht ganz mithalten könne.[5] Für PC Action verglich er mit Bleifuss 2, das abwechslungsreicher sei und eine bessere Fahrphysik böte. Es bleibe ein gutes Spiel mit gutem Streckendesign. Enttäuschend sei jedoch die fehlende Anpassung an die Plattform PC.[5] Richard Löwenstein von PC Joker gab sich enttäuscht von der Konvertierung für Windows 95.[6] Mick Schnelle rezensierte für PC Player, dass die Umsetzung nicht mehr zeitgemäß wäre. Selbst auf aktueller Hardware liefe es unverständlicherweise nicht sonderlich schnell, die Steuerung sei träge. Die drei Strecken böten auf Dauer zu wenig Abwechslung.[7] Sascha Gliss empfand die Konvertierung als lieblos und nicht mehr zeitgemäß. Ein Ligamodus oder Auto-Tuning fehle. Es handele sich um eine „hirnlose Raserei“ ohne Spieltiefe.[8]
Die Umsetzung für Konsolen der siebte Generation hingegen orientierte sich wieder am Original-Arcade-Automaten. Florian Stangl von Videogameszone.de sprach eine klare Empfehlung aus.[10] Die Redaktion von MANIAC.de bezeichnete es als „authentische und gelungene HD-Überarbeitung des Raser-Klassikers“.[11]
Weblinks
- Daytona USA in der Online Games-Datenbank
Einzelnachweise
- ↑ a b Stay Forever Insider. Februar 2024, abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ a b Andreas Binzenhöfer, Stephan Girlich: Daytona USA. In: Mega Fun. August 1995, S. 80–81 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ a b Robert Zengerle: Vollgas: Daytona USA. In: Video Games. August 1995, S. 80–81 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ a b Winnie Forster: Daytona USA – im Klassik-Test (SAT). In: MANIAC.de. 28. März 2018, abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ a b c Olliver Menne: Daytona USA: Start your Engine. In: PC Games. Dezember 1996, S. 94–95 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ a b Richard Löwenstein: Daytona USA. In: PC Joker. Januar 1997, S. 54 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ a b Mick Schnelle: Daytona USA. In: PC Player. Januar 1997, S. 174 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ a b Sascha Gliss: Daytona USA. In: Power Play. November 1996, S. 144 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ Olliver Menne: Auto-Matisch. In: PC Action. Dezember 1996, S. 129 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ a b Florian Stangl: Daytona USA im Test: Retro-Fest für echte Rennspieler. In: Videogameszone. 3. November 2011, abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ a b Daytona USA – im Test (360). In: MANIAC.de. 25. November 2011, abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ Daytona USA. In: Metacritic. Abgerufen am 23. Dezember 2025 (englisch).