Dauphin (Alpes-de-Haute-Provence)

Dauphin
Staat Frankreich Frankreich
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département (Nr.) Alpes-de-Haute-Provence (04)
Arrondissement Forcalquier
Kanton Reillanne
Gemeindeverband Haute-Provence Pays de Banon
Koordinaten 43° 54′ N, 5° 47′ O
Höhe 364–656 m
Fläche 9,71 km²
Einwohner 838 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 86 Einw./km²
Postleitzahl 04300
INSEE-Code 04068

Blick auf Dauphin

Dauphin ist eine französische Gemeinde mit 838 Einwohnern (1. Januar 2023) im Département Alpes-de-Haute-Provence in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Arrondissement Forcalquier und zum Gemeindeverband Haute-Provence Pays de Banon.

Geografie

Die Gemeinde Dauphin am Nordostrand des Luberon liegt im Regionalen Naturparks Luberon an der Mündung des Flüsschens Laye in den Largue, zehn Kilometer (Luftlinie) nördlich von Manosque. Nachbargemeinden von Dauphin sind Mane im Norden, Saint-Maime im Osten, Volx im Südosten, Manosque im Süden, Saint-Martin-les-Eaux im Südwesten sowie Saint-Michel-l’Observatoire im Westen.

Geschichte

Die Region um Dauphin war schon in der Römerzeit besiedelt. Der Ort lag am Wegesrand der Via Domitia, einer römischen Straße die Italien mit Spanien verband. Nahe der Gemeinde wurde eine Nekropole mit 1500 gallo-römischen Gräbern gefunden.

Dauphin wurde erstmals 1125 als castrum delphinum erwähnt.[1] Im späten Mittelalter erlebte der Ort als Sitz der Grafen der Provence einen Aufschwung.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2015 2022
Einwohner 280 357 328 469 684 796 786 823 837
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten

Zentrum

Das pittoreske Zentrum der Gemeinde aus hellem Kalkstein liegt auf einem bewaldeten Hügel und gleicht einem Festungswerk. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert. Im Zentrum des Dorfes liegt einer der für die Region typischen befestigten Bauernhöfe aus dem 15. Jahrhundert.

Schloss

Von dem Schloss der Grafen der Provence ist ein Turm erhalten, das Hauptgebäude (erbaut Ende des 16. Jahrhunderts) und ein Portal.

Kirche St. Martin

Die Kirche St. Martin stammt aus dem 12. und 16. Jahrhundert und wurde auf der ehemaligen Schlosskapelle errichtet. Sie hat ein bemerkenswertes Kreuzgewölbe, einen schönen Kachelofen und einen Kirchturm mit grünen Schuppen.

Wirtschaft

Die wichtigsten Wirtschaftszweige des Ortes sind der Tourismus und die Landwirtschaft. In der Region werden vor allem Olivenbäume angebaut und die Oliven verarbeitet. Bekannt ist die Region für ihr Olivenöl.

Verkehr

Dauphin liegt unweit der A 45.

Belege

  1. Michel de La Torre: Alpes-de-Haute-Provence: le guide complet des 200 communes. Deslogis-Lacoste, Paris, 1989, ISBN 2-7399-5004-7
Commons: Dauphin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien