Das rote Eichhörnchen

Film
Titel Das rote Eichhörnchen
Originaltitel La ardilla roja
Produktionsland Spanien
Originalsprache Spanisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Julio Medem
Drehbuch Julio Medem
Musik Alberto Iglesias
Kamera Gonzalo Berridi
Schnitt Elena Sainz de Rozas
Besetzung

Das rote Eichhörnchen (Originaltitel: La ardilla roja) ist ein spanischer Film aus dem Jahre 1993. Regie führte Julio Medem.

Handlung

Jota wird in einer spanischen Kleinstadt Zeuge eines Motorradunfalls. Die Lenkerin ist ansprechbar, zeigt aber Anzeichen von Amnesie und wird in ein Krankenhaus gebracht. Da Jota diesen Vorfall als Chance sieht, die Fremde als seine ideale Partnerin zu gewinnen, täuscht er den Ärzten eine Beziehung mit der Patientin vor.

Eines Tages macht Jota mit der Unbekannten, die er Lisa nennt, einen Ausflug zum Campingplatz „Rotes Eichhörnchen“. Dort machen die beiden schnell Bekanntschaft mit der Familie eines Taxifahrers, die Lisa und Jota auch öfters zum Essen einladen.

Während des Aufenthalts kommen sich die beiden näher, Lisa zeigt aber gelegentlich merkwürdige Verhaltensweisen. Nachdem sie vom Sohn der befreundeten Familie hypnotisiert worden ist, sagt sie, dass sie Sofía Fuentes heiße. Am Abend wird eine Vermisstenmeldung im Radio gesendet, die auf dem Campingplatz zu hören ist. Obwohl dies das Misstrauen der Familie weckt, solidarisiert sie sich mit Jota.

Dieser entschließt sich nach einiger Zeit, Kontakt mit Felix, dem Partner von Lisa, aufzunehmen. Da dieser auf ihn eifersüchtig ist, kommt er umgehend zum Campingplatz und nimmt Jota zu einer rasanten Fahrt in seinem Auto mit. Felix stürzt sich von einer Anhöhe mit dem Auto ins Meer, aber Jota überlebt den Aufprall, da er kurz vorher den Sicherheitsgurt angelegt hat.

Als Jota im Krankenhaus wieder zu sich kommt, ist Lisa verschwunden. Er fühlt anfangs eine große Verzweiflung, merkt aber, dass der behandelnde Arzt durch eine Namensgleichheit ein Verwandter von Lisa sein könnte. Er besucht ihn und erfährt, dass sich Lisa von der Amnesie schnell erholt hat und mit Jota ein Spiel gespielt hat. Auf die Frage Jotas, wo sich Lisa nun befindet, antwortet der Arzt, dass sie im Zoo arbeite.

Nachdem Jota sich dorthin begeben hat, trifft er Lisa wieder. Nach einem Moment des Zögerns nimmt er sie in die Arme.

Kritik

„Ein von einer überragenden Hauptdarstellerin getragenes, mit verstörenden Bildern von großer Schönheit und Tiefe inszeniertes Schicksalsdrama.“

Lexikon des internationalen Films[2]

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Das rote Eichhörnchen. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2008 (PDF; Prüf­nummer: 114 129 V/DVD/UMD).
  2. Das rote Eichhörnchen. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 20. Dezember 2025.