Das Kriminalmuseum: Die Zündschnur

Folge 32 der Reihe Das Kriminalmuseum
Titel Die Zündschnur
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 75 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Intertel Television
Regie Erich Neureuther
Drehbuch Bruno Hampel
Produktion Helmut Ringelmann
Musik Erich Ferstl,
Martin Böttcher (Titelmusik)
Kamera Franz Xaver Lederle
Premiere 4. Aug. 1967 auf ZDF
Besetzung
Episodenliste
Kaliber 9 →

Die Zündschnur ist der 32. Fernsehfilm der Krimireihe Das Kriminalmuseum. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 4. August 1967 im ZDF.

Handlung

Autobombenanschläge erschüttern seit einiger Zeit das Land, das letzte Opfer war der Waffenhändler Parker in Frankfurt. Einige Tage später bekommt die junge Reisebüroangestellte Sabine Farian aus München ein Päckchen mit der Post zugestellt. Neben ihrer Anschrift sind arabische Schriftzeichen auf dem Papier, offensichtlich der Absender. Das Päckchen detoniert, Sabine und ihr Verlobter Jochen werden nur leicht verletzt, erleiden aber einen Schock und werden ins Krankenhaus eingeliefert. Die Wohnung ist komplett zerstört.

Da das Reisebüro, in dem Sabine arbeitet, auf Reisen nach Nordafrika spezialisiert ist, hatte sie zuletzt längere Zeit in Städten wie Casablanca, Tunis und Kairo verbracht. Kommissar Westermann vermutet deshalb einen Zusammenhang mit den vorherigen Attentaten. Doch die junge Frau versichert, auf ihren Reisen keinerlei Kontakte geknüpft zu haben.

Sehr engagiert zeigt sich der Zeitungsreporter Tanner, dessen Artikel mangels konkreter Tatsachen eher wilde Vermutungen füllen, auch bezüglich der vergangenen Anschläge. Als Sabine aus dem Krankenhaus in ihre inzwischen renovierte Wohnung zurückkehrt, wird sie von zwei Arabisch sprechenden Männern aufgesucht, die sie auffordern, sie möge dafür sorgen, dass das Attentat auf sie nicht länger mit den anderen Anschlägen in Zusammenhang gebracht werde.

Sabine setzt sich daraufhin mit Westermann in Verbindung. Der hat inzwischen erfahren, was die arabischen Zeichen auf dem Sprengstoffpäckchen bedeuten: „Helft der Unesco – Rettet die Tempel von Abu Simbel“. Als er Sabine im Reisebüro aufsucht, entdeckt er dort ein Plakat mit genau denselben Schriftzeichen. Westermann vermutet deshalb, dass einer von Sabines Kollegen für den Anschlag in Frage kommt. Sie weist die Vermutungen als absurd zurück, gibt aber zu, dass Olaf ihr vor zwei Jahren einen Heiratsantrag gemacht habe, den sie aber abgelehnt hatte.

Die Analyse der Zündschnur hat ergeben, dass es sich um ein deutsches Fabrikat handelt. Westermann hat Pechel in Verdacht, doch sein Mitarbeiter, Obermeister Körner, hält dies für zweifelhaft, da Pechel sich, wie Herr Kersch und Frau Spranger, intensiv um Sabine gekümmert hätten, Pechel ihr sogar in seiner, Körners, Gegenwart bei der Einrichtung der Wohnung geholfen habe. Außerdem seien seit dem Heiratsantrag zwei Jahre vergangen, weshalb hätte Pechel so lange warten sollen. Westermann gibt zu bedenken, dass das Attentat zwei Tage nach der Verlobung Sabines mit Jochen Zentgraf geschah.

Auf Weisung Westermanns sucht Körner die Wohnung Pechels auf, trifft dort aber nur auf dessen Großmutter, bei der der junge Mann lebt. Da Körner nicht dazu kommt, sich als Kriminalbeamter vorzustellen, beantwortet Frau Pechel ihm geduldig und arglos all seine Fragen. Es stellt sich heraus, dass sein Großvater ein seit kurzem pensionierter Sprengmeister ist. Olafs Zimmer ist voll von elektronischen Bauplänen und Zündschnüren und -vorrichtungen aller Art.

Während der Unterhaltung betritt Pechel unbemerkt die Wohnung. Als er Körners Stimme erkennt, flieht er. Er sucht Sabine im Reisebüro auf und unterstellt ihr, sie habe der Polizei erzählt, dass er ihr das Päckchen geschickt habe. Die Beamten hätten seine Großmutter aufgesucht und würden nun die Gartenlaube seiner Großeltern durchsuchen. Empört weist Sabine den Vorwurf zurück und verlangt von Pechel, mit ihr zur Laube zu fahren, damit sie den Verdacht gegen Olaf entkräften kann.

Dort angekommen, wird sie von Olafs Geständnis überrascht, dass er doch der Attentäter sei und Sabine aus verschmähter Liebe habe umbringen wollen. Er hat ein weiteres Sprengstoffpaket vorbereitet, das er zünden will, um sich und Sabine gemeinsam zu töten. Inzwischen haben Westermann und Körner von der Existenz der Laube erfahren und können mit einem polizeilichen Großaufgebot das neuerliche Attentat buchstäblich in letzter Sekunde verhindern.