Das Kriminalmuseum: Das Etikett

Folge 22 der Reihe Das Kriminalmuseum
Titel Das Etikett
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 72 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Intertel Television
Regie Theodor Grädler
Drehbuch Walter Forster
Produktion Helmut Ringelmann
Musik Eugen Thomass,
Martin Böttcher (Titelmusik)
Kamera Hannes Schindler
Premiere 21. März 1966 auf ZDF
Besetzung
Episodenliste

Das Etikett ist der 22. Fernsehfilm der Krimireihe Das Kriminalmuseum. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 21. März 1966 im ZDF.

Handlung

Emil Straebel, seine Freundin Olga Dierschel und Jakob Buschek handeln mit gestohlenen Pelzen. Eines Nachts wird der Zoohändler Katzmair in seiner Wohnung erschlagen aufgefunden. Er diente dem Trio als Abnehmer für die Ware und war ihnen noch Geld schuldig. Nach den Recherchen von Kommissar Widmann und seinem Team muss der Tote im Besitz von etwa 21.000 D-Mark gewesen sein. Außerdem vermutet das Ermittlerteam, dass Katzmair seinen Mörder gekannt haben müsse, denn auf dem Küchentisch standen eine Flasche Cognac der Marke „4 Kronen“ und zwei Gläser, an denen aber nur die Fingerabdrücke des Opfers gefunden wurden.

Von seinem Kollegen Emmesberger vom Einbruchsdezernat erhält Widmann einen Hinweis auf Straebel. Dieser vermutet, dass der vorbestrafte Alkoholiker Benno Klatte der Mörder Katzmairs sein könne, denn der habe gewusst, dass Katzmair ihm, Straebel, noch Geld schulde. Tatsächlich ist Klatte gerade dabei, an verschiedenen Stellen seine Schulden zu begleichen und sich neu einzukleiden. Straebel und Buschek gegenüber gibt er an, im Lotto gewonnen zu haben. Mit dem Mordverdacht konfrontiert, bezichtigt Klatte wiederum Straebel der Tat, denn er wisse, dass Straebel noch in der Mordnacht bei Katzmair gewesen sei. Außerdem sei der am Tatort sichergestellte Cognac die Lieblingsmarke Straebels.

Inzwischen versucht Inspektor Hufnagel inkognito über Olga, die eine kleine Bar betreibt, mit Straebel Kontakt aufzunehmen, um ihm einen angeblich gestohlenen Pelzmantel zu verkaufen, der zurzeit nicht absetzbar sei. Dabei gibt er an, ein Freund eines gewissen Harry zu sein, zu dem auch Straebel und Buschek bereits Kontakt hatten. Doch Straebel ist der Preis für den Mantel zu hoch. Allerdings kann Hufnagel in der darauffolgenden Nacht während einer Zechtour genügend Informationen über die Kleinganoven sammeln.

Durch den Spirituosenhändler Huber erfährt die Polizei, dass Klatte am Tattag bei ihm eine Flasche Cognac der Marke „4 Kronen“ gekauft habe, Huber habe den Preis auf dem Etikett ausradieren müssen, weil es ein Geschenk sein sollte. Als Klatte tot in seinem Häuschen in einer Laubenkolonie aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Straebel und Buschek, die die Tat allerdings abstreiten.

Über den Tod Klattes bringt die Gerichtsmedizin Klarheit. Er war im Garten seiner Laube offenbar gestürzt und mit dem Kopf gegen die Kante des Mülleimers gefallen. Dort konnten entsprechende Blutspuren gesichert werden. Zwar war er noch in der Lage, sich in seine Laube zu schleppen, dort aber schließlich einer Gehirnblutung erlegen. In dem Mülleimer fand man das bei Katzmair gestohlene Geld. Die Schuld Klattes für den Mord an dem Zoohändler kann ihm anhand der am Tatort sichergestellten Cognacflasche nachgewiesen werden, denn das Etikett trug die Spuren, die der Spirituosenhändler Huber beim Ausradieren des Preises hinterlassen hatte.