Cranachstraße 8 (Weimar)
Die Cranachstraße 8 in Weimar ist ein zweigeschossiges Wohngebäude der Reformarchitektur.
Geschichte
Der Bau ist Teil einer zweigeschossigen Häuserzeile an der östlichen Cranachstraße, die aus den Hausnummern 2, 4, 6 und 8 gebildet wurde. Das 1906/07 errichtete Gebäude wurde für die Justizratswitwe Camilla Voigt nach einem Entwurf von Rudolf Zapfe errichtet. In der Fassade erscheint die Gestaltung des östlichen Kopfbaus Cranachstraße 2 wieder. Allerdings sind die Motive in den Details verändert. So ist u. a. die Eingangsachse leicht zurückgestuft, die Dachzone tiefer herabgezogen und das breite Zwerchhaus mit einem Giebeldreieck versehen. Laut dem Kunsthistoriker Rainer Müller war ursprünglich wohl eine vollständige Verblendung des Parterres mit Sandsteinbossen geplant, was aber nicht ausgeführt wurde. Das geschah lediglich am Vorbau des Einganges. Die bauzeitliche Raumstruktur und Ausstattung blieben fast unverändert. Im Haus gab es von Anfang an zwei separate Wohnungen, bei der unteren befanden sich die Räume für das Dienstpersonal im Keller, bei der oberen im Dachgeschoss. Zur Ausstattung gehören u. a. die einläufige Haupttreppe, dekorative Bleiglasfenster, sämtliche Haus-, Wohnungs- und Zimmertüren, Wandfliesen und keramische Fußböden im Hausflur, Parkettfußböden und Stuckdecken in den Haupträumen und ein Heizkörper mit Wärmefach in der Parterrewohnung.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 689 f.
Koordinaten: 50° 58′ 24,9″ N, 11° 19′ 24,5″ O