Christus-König-Kapelle (Ostenwalde)
Die Christus-König-Kapelle in Ostenwalde im Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt) ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Reinhildis (Hörstel). Sie steht unter dem Patrozinium Jesu Christi des Königs und gehört zum Kreisdekanat Steinfurt im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine Saalkirche mit Dachreiter über dem Giebel.
Geschichte
Weil der Weg für die Christen aus der Bauerschaft Ostenwalde zum Gottesdienst in St. Georg (Hopsten) oder in St. Antonius (Hörstel) viel zu weit und insbesondere im Winter zu beschwerlich war, wünschten sich die Katholiken ein eigenes Gotteshaus und gründeten nach den Zweiten Weltkrieg einen Kapellenverein.[1]
Die auf einem vom Bauer Löbke geschenkten Grundstück 1948/50 errichtete Christus-König-Kapelle ist ein Gemeinschaftswerk der Osterwalder Bürger. Die Baupläne stammten vom Architekten Schach aus Neuenkirchen. Das Gebäude ist eine schlichte Saalkirche aus regionalem Sandstein mit Satteldach und einem kleinen Giebelreiter unter einem kupfergedeckten Helmdach. Das Gotteshaus wurde von Weihbischof Heinrich Tenhumberg im Jahr 1950 als Filialkirche von St. Antonius (Hörstel) feierlich geweiht. Die zweigeschossigen Anbauten von 1992 an der Nord- und Südseite stammten von I. Huss und H. Rammes (Ibbenbüren). Bis in die Gegenwart findet Sonntagsgottesdienst regelmäßig in der Christus-König-Kapelle in Osterwalde statt.[2]
Am 2. Dezember 2007 fusionierten St. Maria (Bevergern), St. Anna (Dreierwalde), St. Bernhard (Gravenhorst), St. Kalixtus (Riesenbeck) und St. Antonius (Hörstel) zur neuen Kirchengemeinde St. Reinhildis (Hörstel).[3]
Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Reinhildis (Hörstel), St. Mauritius (Ibbenbüren) und Seliger-Niels-Stensen (Lengerich) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Hörstel-Ibbenbüren-Lengerich“.[4]
Glocken
Nur eine einzige Kirchenglocke hängt im Giebelreiter der Christus-König-Kapelle in Ostenwalde. Diese Glocke ist aus Bronze und wurde 1788 von der Firma J. W. Maerckel in Warendorf gegossen.[2]
Literatur
- Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8.
- Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5.
- Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Carsten W. Franken: St. Reinhildis: Christus-König-Kapelle Ostenwalde. In: Katholische Kirchengemeinde St. Reinhildis Hörstel. 2025, abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ a b Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8, S. 304–305.
- ↑ Bistumsarchiv Münster: Hörstel, St. Antonius von Padua. In: Matricula Online. 2025, abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Marko Marincel: Pastorale Räume. In: Kreisdekanat Steinfurt: Katholische Kirche Bistum Münster. 2025, abgerufen am 19. November 2025.
Koordinaten: 52° 20′ 24,5″ N, 7° 34′ 47″ O