Chiemgau-Einschlag

Der Begriff Chiemgau-Einschlag oder Chiemgau-Impakt bezeichnet eine widerlegte Hypothese über den Einschlag eines Kometen/Asteroiden, der nach dem Eindringen in die Erdatmosphäre explodiert sein soll und dessen Trümmer angeblich im Chiemgau niedergingen. Der Einschlag soll sich zwischen 2200 und 300 v. Chr. ereignet haben.[1][2]

Die im Jahr 2000 erstmals von Amateur-Archäologen geäußerte Vermutung der Existenz eines Chiemgau-Einschlages gilt in der Zwischenzeit durch mehrere unabhängige Untersuchungen aus den Fachbereichen Geologie (Sedimentuntersuchung) und Botanik (Pollenanalyse) sowie Altersdatierung (Radiokarbonmethode) als widerlegt.[3][4][5]

Untersuchungen, die der Hypothese des Chiemgau-Einschlag widersprechen

Die Anfang des Jahrhunderts geäußerte Vermutung eines extraterrestrischen Einschlages im Chiemgau konnte bisher nicht bestätigt werden. Mehrerer unabhängige Untersuchungen sehen die Hypothese als widerlegt an.

Gerhard Doppler und Erwin Geiss, Geologen beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) kommen 2005 nach einer Begehung des Tüttensee und der nahen Umgebung zum Schluss, dass die Deutung des See als Einschlagskrater äußerst unwahrscheinlich ist.[6]

Durch Ernst Kroemer, Geologe beim LfU wurden 2009 Bodenproben im östlichen Verlandungsbereich des Tüttensee entnommen. Gemessen wurde die Mächtigkeit des Moores. Mehrere Proben in unterschiedlichen Tiefen sowie eine Schneckenschale wurden einer Altersbestimmung mit der Radiokarbonmethode unterzogen. Ein Mindestalter der Hohlform seit Ende der letzten Kaltzeit wird festgestellt.[3]

Die gewonnenen Altersdaten veranlasst das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) 2010 zu folgender Pressemitteilung:

  • Den Kelten fiel der Himmel nicht auf den Kopf. Es wird festgestellt, dass der Tüttensee ein weit über 12.500 Jahre altes Toteisloch ist. Die These eines kosmischen Impaktes vor 2.500 Jahren im Chiemgau ist damit eindeutig widerlegt.[7]

Eine 3-köpfige Gruppe (Huber et al. 2020) hat mit Hilfe von DGM-Daten (Digitales Höhenmodell) die Abschmelzphasen am südöstlichen Rand des Chiemseegletscher geomorphologisch untersucht und den Ablauf graphisch dargestellt. Im Bereich des Tüttensee wurden zwischen 2014 und 2016 in mehreren Geländekampagnien über 20 Bodenproben für Sedimentuntersuchungen gewonnen und Siebanalysen (Korngrößenanalyse) durchgeführt. Die drei Terrassen des Tüttensee-Komplex wurden als Deltaschüttungen erkannt, die mit höhengleichen Abflussrinnen in den nördlich gelegenen Moränenbögen korrespondieren.

  • Vorgefundene glazifluviale und deltaartige Sedimentstrukturen stellen ein Korrektiv zur Hypothese des Chiemgau Einschlages dar.[4]

Eine Gruppe von fünf Botanikern (Rösch et al. 2021) entnahm am nordöstlichen Randbereich des Tüttensee einen Bohrkern. Daraus wurde ein Pollenprofil erstellt und damit die Besiedlungsgeschichte der Umgebung anhand der Kulturpflanzenpollen nachgezeichnet. Rösch und Kollegen kommen zum Schluss, die Hypothese des Meteoriteneinschlag müsse verworfen werden. Es werden 3 Gründe genannt:

  • Die Sedimente und deren Pollen dokumentieren die Vegetationsgeschichte bereits ab der Späteiszeit um ca. 12.000 v. Chr.
  • In der Probe finden sich keine Störungen oder Einlagerungen, die auf einen Einschlag schließen lassen.
  • Wenn ein Meteoriteneinschlag in der Eisenzeit die Hohlform Tüttensee geschaffen hätte, müssten alle Sedimente, die älter sind, fehlen, was jedoch nicht der Fall ist.[5]

Mutmaßliches Streufeld

Koordinaten: 47° 50′ 50″ N, 12° 34′ 5″ O

Tüttensee

Im Jahr 2000 stieß eine Gruppe von Amateurarchäologen und bayerischen Heimatforschern, die Sondierungen mit einem Metalldetektor vornahmen, im Raum zwischen Altötting und Burghausen nahe der oberösterreichischen Grenze mehrfach auf unbekannte Metallpartikel unterschiedlicher Formen ohne erkennbare archäologische Herkunft. Die Funde lagen häufig in muldenförmigen Erdstrukturen, teils in Wäldern, teils auf freiem Feld. Die Form der Mulden, in Verbindung mit den metallischen Funden, führte zu der Hypothese, dass die Überreste eines Meteoriten-Einschlags gefunden worden waren. Daraufhin bildete sich unter der Bezeichnung Chiemgau Impact Research Team (CIRT) ein Forschungsteam aus Hobby-Archäologen, dem aber auch der Geologe und Geophysiker Kord Ernstson angehört.[8] Weitere Mitglieder des CIRT sind der Archäoastronom Michael Rappenglück, die Historikerin Barbara Rappenglück, der Geologe Andreas Neumair, der experimentelle Archäologe Till Ernstson und ehemals auch Ralph Sporn, einer der Finder der Neuschwanstein-Meteoriten. Seit 2014 ist der Physiker Ioannis Liritzis von der University of the Aegean, Department of Mediterranean Studies, Mitglied im CIRT.[9]

Das CIRT dokumentierte nach eigenen Aussagen über 200 vermutete Einschlagskrater in einem elliptischen Streufeld mit einer Länge von 58 Kilometern und einer Breite von bis zu 27 Kilometern, das sich von einer Anhäufung kleinerer Krater nordwestlich von Burghausen bis zum Chiemsee erstreckt.[10] Nach Ansicht der CIRT zeigt ein Vergleich mit anderen irdischen Streufeldern Ähnlichkeiten in Anordnung und Verteilung der Objekte.[11] Als größter Krater im Streufeld wird der annähernd kreisförmige Tüttensee bei Grabenstätt mit einem Durchmesser von 400 Metern angesehen.[12]

Aus der Größe und Verteilung der postulierten Krater wurde vom CIRT auf einen möglichen Ablauf des Impakts zurückgeschlossen. Demnach sei ein etwa einen Kilometer großer Komet, vom Nordosten kommend, mit einer Geschwindigkeit von 12 km/s unter dem Winkel von 7° in die Erdatmosphäre eingetreten. In etwa 70 Kilometern Höhe sei dieser explodiert, und die Bruchstücke seien mit der Zerstörungskraft von 8000 Hiroshimabomben eingeschlagen.[13]

Geologischer Rahmen im postulierten Einschlaggebiet

Abgesehen vom nördlichsten Bereich des vermuteten Streufeldes (bei Marktl am Inn), wo miozäne Schotter, Sande und Mergel in dem hügeligen Gelände anstehen, ist das postulierte Einschlaggebiet vorwiegend aus pleistozänen Moränensedimenten und Schottern aufgebaut. Gerölle und Blöcke bis zur Größe von 20 cm sind mit Sanden und Tonen vermischt. Die Komponenten repräsentieren alpines Material in Form von Sedimentiten (vorwiegend Kalksteine und Sandsteine), Magmatiten (meist Granitoide) sowie Metamorphiten (überwiegend Quarzite, Gneise, Amphibolite, Serpentinite und Schiefer). Gelegentlich beobachtet man größere Blöcke zementierter Konglomerate (Nagelfluh). Örtlich können holozäne Schotter sowie Löß und Lößlehm zu den obersten Schichten im postulierten Einschlaggebiet beitragen.

Geschichte der Forschung

Morphologie

Kraterähnliche Strukturen sind im postulierten Streufeld morphologisch als runde bis ovale schüsselförmige Geländevertiefungen mit Durchmessern von wenigen hundert Metern ausgebildet und häufig mit einem Randwall versehen. Sie befinden sich in Talbereichen, Hanglagen, auf Höhenrücken und exponiert auf Moränenrücken. Das Tiefe-zu-Durchmesser-Verhältnis bei unveränderten Strukturen beträgt im Mittel 1:6 bis 1:7.[15]

Grundsätzlich runde Strukturen; Vertiefungen mit Ringwällen oder/und Zentralhügeln/-bergen, Mehrfachring-Strukturen. Morphologie ist letztlich wenig aussagekräftig, da viele andere geologische Strukturen kreisrund oder ringförmig sein und andererseits echte Impaktstrukturen stark von einer solchen Form abweichen können. Das CIRT sieht dieses Kriterium als erfüllt an, da es im postulierten Streufeld unzählige kreisförmige Krater mit Ringwällen vorgefunden hat. Ein Beispiel ist der Krater 004 mit 11 m Durchmesser im Chiemgau-Kraterstreufeld.[16] Als bisher größter Einschlagkrater ist vom CIRT der Tüttensee genannt worden, dieser ist jedoch nach geologischer Lehrmeinung ein eiszeitlicher Toteiskessel, der beim Rückzug der Gletscher am Ende der letzten Eiszeit entstand, wie sie als solche im Alpenvorland häufiger anzutreffen sind.

Geophysikalische Anomalien

Gravimetrie

Gravimetrische Messungen am Tüttensee und seiner Umgebung ergeben in der Auswertung eine ringartige Struktur, die auf eine merkliche Verdichtung des Untergrundes hinweist. Dieser Befund in einem Bereich lose abgelagerten eiszeitlichem Materials (mit Ausnahme der am nördlichen Rand des Tüttensees vorhandenen Moräne, die an sich schon verdichtet abgelagert wurde) stützt die Impaktthese gegenüber einer Erklärung der Tüttenseestruktur als (spät)eiszeitliche Bildung.[17]

Eine konventionelle Erklärung könnte sich aus der Faltenmolasse ergeben, die sich unter den eiszeitlichen Ablagerungen befindet. Papadeas, G. hat in seiner hydrogeologische Doktorarbeit (1972) zahlreiche Bohrungen ausgewertet und die Lage der Molasseschichten im Untergrund in einer Höhenlinienkarte dargestellt. Im Bereich von Grabenstätt zieht sich eine nach Osten gerichtete ausgeprägte Molasserinne bis zu einer Senke im Bereich des Tüttensee.[18][19]

Kord Ernstson greift im Oktober 2011 den Beitrag von Robert Huber zum Molasseuntergrund im Bereich des Tütensee auf und vergleicht seine gravimetrischen Messungen mit den Ergebnissen von Papadeas.[20]

Magnetismus

Magnetische Auffälligkeiten: Die magnetische Bodensuszeptibiltät, die Hoffmann et al.(2004)[16] im äußersten Norden des Kraterstreufeldes gemessen haben, wurde inzwischen mit denselben Merkmalen vom CIRT in der Nähe vom Tüttensee-Krater in den Wäldern von Marwang nachgewiesen.[12]

Geologische Merkmale

Donnerlöcher

Im Bereich von Kienberg nördlich des Chiemsees wurden in den letzten Jahrzehnten etliche Bodeneinbrüche (lokal als Donnerlöcher bezeichnet) dokumentiert. Aufgrabungen von solchen Einbrüchen bis in mehrere Meter Tiefe zeigen am Boden eine Nagelfluhbank, die an der Stelle des Einbruchs aufgebrochen ist und Teile davon mit einer Masse von zum Teil mehr als 100 kg um bis zu 1 m nach oben gedrückt wurden. Geophysikalische Messungen bestätigen einen Massentransport von Bodenmaterial nach oben, verursacht durch erdbebenähnliche Schockwellen im Untergrund in einer Ausdehnung, die den Durchmesser des sichtbaren Einbruchs weit übertrifft.

Als am 25. Oktober 2013 bei Kienberg ein sechs Meter tiefer Erdfall, ein sogenanntes „Donnerloch“, entdeckt wurde,[21] sah sich CIRT-Chef Professor Kord Ernstson nach einer vor Ort vorgenommenen geophysikalischen Messung[22] in seiner Theorie bestätigt. Der gewaltige Schock der Erdbebenwellen habe Teile des Nagelfluhgesteins verflüssigt und wie ein Sektkorken nach oben in die darüber liegende Lehmschicht gedrückt.[23] Das CIRT führte dazu bereits im Jahre 2011 umfangreiche Untersuchungen durch, welche im Journal „Central European Journal of Geosciences“[24] publiziert wurden.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt wies die Theorie, dieses und andere Donnerlöcher wären durch einen Meteoriteneinschlag entstanden, umgehend zurück. Demzufolge entstehen solche Erdlöcher, weil im Untergrund Gestein vorkommt, das durch Wasser leicht gelöst werden kann. Mit der Zeit bilde sich so ein unterirdischer Hohlraum, dessen Dach plötzlich und ohne Vorwarnung einstürzen könne. In der Gefahrenhinweiskarte von 2014 geht das LfU näher auf die Entstehung ein und stellt fest, dass sie vorwiegend in flachem Gelände, oft in Senken entstehen. Weil dort ein Abfluss von Niederschlägen an der Oberfläche nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, kommt es zur Ausspülung von Feinsanden aus unterirdischen Hohlräumen mit der Folge eines Erdfalls.[25]

Mit einer neuen Veröffentlichung „Das Donnerloch-Phänomen und der Chiemgau-Impakt: Ein neuer Baggerschurf, geophysikalische und geologische Befunde“[26] vom Juli 2014 stellt das CIRT, im Rahmen einer genau beschriebenen und dokumentierten Untersuchung, die Aussage des Bayerischen Landesamts für Umwelt weiterhin in Frage.

In der Geo-Newsletter Bayern Nr. 32 vom 17. August 2016 weist das LfU darauf hin, dass kostenlos, großformatige Ausstellungstafeln zum Thema Donnerlöcher – Erdfälle im Alpenvorland ausgeliehen werden können.[27]
Auf 4 Seiten wird die Geologie im Bereich rund um Kienberg dargestellt und aufgezeigt, wie durch Lösung von Gestein im Untergrund und durch Auswaschung von Feinsedimenten durch Wasser, Hohlräume im Untergrund entstehen und urplötzlich einbrechen können. Die Zahl der vom Ortsheimatpfleger Hr. Schiebl seit 1910 dokumentierten Fälle sind durch Arbeiten der Technischen Universität München auf 194 Objekt erweitert worden.[28]

Im UmweltAtlas Bayern ist die Lage und Verteilung der Donnerlöcher in der Themenkarte Geogefahren unter der Rubrik Erdfälle/Dolinen dargestellt.[29] Kurzinformationen zu den Donnerlöchern (Abmessungen, Erfassunszeitpunkt usw.) lassen sich aus der Karte Georisk-Objekte entnehmen.[30]

Hochtemperaturmerkmale

Gestein mit Hitzeeinwirkung

2005: Eine Arbeitsgruppe der Eberhard Karls Universität Tübingen berichtete von der Untersuchung der „kraterähnlichen Struktur“ #004 mit einem Durchmesser von etwa elf Metern, deren Gesteine auf die Einwirkung von Temperaturen bis zu 1500 °C schließen ließen: Die Entstehung dieser Struktur durch einen Impakt wurde in Betracht gezogen, war aber als nicht bewiesen angesehen worden.[16]

Furchensteine

Pro: Von den Impaktbefürwortern werden sie als Regmaglypten angesehen, deren Entstehung durch einen Lösungs / Erosionsprozess mit dem Anschmelzen des Gerölles beim Impakt zu erklären ist. Die Erklärung des CIRT: Die häufig pyramiden- oder kegelförmig skulptierten Gerölle mit z. T. sehr scharfkantig ausgebildeten, geometrisch an den Kegeln und Pyramiden orientierten Graten, die Stylolithen (Drucksuturen) folgende Erosion durch Schmelzen/Dekarbonisierung und somit zu dem gerichteten Ablationsprozess führte. Die Hitzeanzeichen von Silexknollen in regmaglypischen Kalksteinen und gestriemte Oberflächen der Regmaglypten führen die Erklärung als Bildung von Organismen ad absurdum.[31]

Kontra: In der Flachwasserzone des östlichen Chiemsees finden sich regelmäßig Kalkgerölle mit auffälligen Oberflächen, die als Furchensteine bezeichnet werden.[32][33] Furchensteine sind hingegen nicht auf den Chiemsee beschränkt, sondern in Seen des Alpenvorlandes und anderer Regionen weit verbreitet und durch die Tätigkeit von Cyanobakterien und Algen im Flachwasser entstanden.

Hochdruckmerkmale

Planare Deformationsstrukturen (PDFs) in Quarz, Feldspäten und anderen Mineralen; planare Brüche (PFs) in Quarz, diaplektische Quarze und Feldspäte, diaplektische Gläser; multiple Scharen intensiver Knickbänderung in Glimmern, multiple Scharen von Mikrozwillingen in Calcit. Knickbänder in Glimmer und planare Brüche (Spaltbarkeit) in Quarz sind auch von extremer tektonischer Deformation bekannt. In den postulierten Kratern und in deren Umgebung lagern Brekzien oder zerbrochene Gesteine.[34][35][36][37][38][39] Darüber hinaus wurden verglaste Gesteine gefunden, deren Entstehung nach Meinung des CIRT auf die Hitzeeinwirkung beim vermuteten Einschlag zurückzuführen sind. Die glasigen Oberflächen mancher silikatischer Gerölle sind nach Ansicht der Kritiker bei der vorindustriellen Rohstoffgewinnung, etwa in kleinen Eisenhütten oder Kalkbrennöfen entstanden. Sowohl die Furchensteine als auch die Gerölle mit glasierter Oberfläche finden sich ausschließlich an der Erdoberfläche, nicht aber in natürlich gewachsenem Material.

2013: Im Rahmen der Mineralogie-Tagung vom 19. – 22. Mai 2013 in Syktyvkar wurde von Ernstson et al. ein Beitrag[40] veröffentlicht, bei dem es um die vielen verschiedenartigen Kohlenstoff-Modifikationen (darunter Chiemit, mit Belegen höchster Drücke und Temperaturen bei der Bildung), die auf eine Schock-Inkohlung der beim Impakt im Chiemgau betroffenen Vegetation hinweisen, geht. Schock-Inkohlung meint dabei, dass, anders als bei der geologisch langandauernden Kohlebildung (organisches Material > Torf > Braunkohle > Steinkohle > Anthrazit) eine direkte Umwandlung von organischem Material (vor allem Holz, Torf) in höchste Inkohlungsstufen wie den glasartigen Kohlenstoff und den Chiemit spontan durch die extreme Schockwirkung erfolgte. Dafür geben viele Funde überzeugende Argumente, wie Kieselalgen (Diatomeen) und Cyanobakterien in dichtem, hartem, glasartigem Kohlenstoff und Holzreste, die in den Hochtemperatur-/Hochdruck-Chiemit „eingebacken“ sind.

2014: Die vom CIRT in Dünnschliffen festgestellten Schock-Effekte[1] – diagnostisch für Schockmetamorphose – in Gesteinen aus dem Impakthorizont am Tüttensee (Ejekta, Bunte Breccie)[41][42] wurden ohne eigene Untersuchungen von Reimold, U. & Koeberl, C. zurückgewiesen.[43][44]

Besondere Merkmale

Kohlenstoff

Aus dem südlichen Bereich des Streufeldes wurden bis mehrere cm große Stücke aus porösem Kohlenstoff nach Untersuchungen als Mischung von amorphem Kohlenstoff, glasartigem Kohlenstoff, diamantähnlichem Kohlenstoff und weiteren Modifikationen identifiziert, z. T. mit Bildungsbedingungen im Hochtemperatur- und Hochdruckbereich.[45][46]

Von CIRT wird 2012 in einer Zeremonie dem stellvertretenden Landrat und Vorsitzenden des Chiemgau-Impakt-Verein e. V. Herrn Josef Konhäuser, das Chiemgauer Impakt-Gestein, einer seltenen Kohlenstoffmodifikationen mit dem Namen Chiemit, zusammen mit der Widmungsurkunde übergeben.[47]

Wissenschaftler der CSIRO in Australien haben Chiemit-Material aus Mauerkirchen und dem Rauschberg mit Schmiedekoks verglichen und konnten eine starke Übereinstimmung feststellen. Belege für einen kosmischen Ursprung der Proben wurden nicht festgestellt.[48]

Herkunft der Eisensilizide

2005: Metallische Partikel, die in Teilen Ostbayerns gefunden und als Eisensilizid (FeSi), Gupeiit (Fe3Si) und Xifengit (Fe5Si3) identifiziert wurden, wurden von dem CIRT ursprünglich als präsolare Einschlüsse des Chiemgau-Kometen gedeutet, deren Alter das des Sonnensystems übertreffen soll. Nach Aussage des CIRT konnte allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die Partikel einen Rückstand aus der Metallverarbeitung durch den Menschen darstellen.[49] Weitere Untersuchungen nennen mittlerweile die industrielle Herkunft, als Nebenprodukte bei der Herstellung mineralischer Düngemittel, als wahrscheinlichste Erklärung für die Entstehung dieser Eisensilizide.[50]

2005: Von einer Arbeitsgruppe der Universität München liegt eine Untersuchung der Region bei Burghausen vor. Um zu vermeiden eiszeitliche Löcher zu bewerten, hat sich die Gruppe auf ein Gebiet mit würmzeitlichen Schotterablagerungen, außerhalb von Moränen in der Größe 11 mal 7 Kilometern mit 12 Bodensenken beschränkt. Eine Untersuchung der Eisensilizide hatte gezeigt, dass es sich um irdisches Material industrieller Abkunft handeln könnte. Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass es keine klaren Hinweise für eine anthropogene Herkunft der Bodenstrukturen gibt. Um eine Entstehung durch einen Impakt beweisen oder auch verwerfen zu können, wurden weitere geologische und archäologische Untersuchungen als notwendig angesehen.[14]

2009: Die Gläser und Metallpartikel wurden auch von Wissenschaftlern an verschiedenen europäischen Universitäten und Forschungsinstituten untersucht. Hinweise auf einen Kometeneinschlag haben sich dabei nicht ergeben.[51]

2014: Im Rahmen einer Mineralogen-Tagung der Russischen Akademie der Wissenschaften in Syktywkar (Yushkin Memorial Seminar)[52] wurden vom CIRT in Zusammenarbeit mit Carl Zeiss Microscopy GmbH und Oxford Instruments GmbH NanoScience neue Analysen der im Streufeld aufgefundenen exotischen Materialien veröffentlicht.[53] In dem vom LfU als industriell entstanden bezeichneten Material konnten folgende Stoffe nachgewiesen werden: Eisensilizide Fe3Si (Gubeit) – Fe5Si3 (Xifengit) – Fe2Si (Hapkeit), Mineral SiC:(β)3C-SiC (Moissanit), Nanodiamanten in FeSi-Matrix, Mineral Krotit und Mineral Dicalciumdialuminat.

Der Mythos von Phaethon

Das CIRT-Team veröffentlichte 2010 im archäologischen Fachblatt Antiquity die These, dass die aus der griechischen Mythologie überlieferte Legende von Phaethon auf eine Beobachtung des Einschlags durch Kelten zurückgeführt werden könnte.[1] Das CIRT verwies dabei auf frühere Forscher, die aus der Beschreibung des außer Kontrolle geratenen Sonnenwagens mögliche Eindrücke der Beobachtung eines hellen Meteoriten lasen. Von allen bekannten Kraterbildungen ließe sich keine dem Entstehungszeitpunkt des Mythos zuordnen, außer dem hypothetischen Chiemgau-Einschlag in der CIRT-Datierung. Diese wurde allerdings in dieser Publikation gegenüber früheren Veröffentlichungen auf 2000 bis 800 v. Chr. angepasst.

Mitarbeiter des Bayerischen Landesamts für Umwelt widersprachen in der nächsten Ausgabe von Antiquity dieser Deutung unter erneuter Berufung auf die akzeptierten geologischen Erklärungen zur Bildung der vorgefundenen Gesteine und verwiesen auf die ungestörten Moor-Horizonte des Tüttensees.[54] Noch in derselben Ausgabe formulierten die Autoren des ursprünglichen Artikels, warum sie ihre These dennoch aufrechterhalten.[55]

In einer weiteren Untersuchung kommen die Autoren James und van der Sluijs (2016) hingegen zum Schluss, die Phaeton-Erzählung könne nicht durch einen Einschlag in Bayern erklärt werden. Der Mythos sei vielmehr durch ein Ereignis im Nahen Osten zu erklären.[56]

Ansichten angeblicher Einschlagskrater

Medienresonanz

Trotz der unsicheren Sachlage wurde die Hypothese vom Chiemgau-Impakt mehrfach von den Massenmedien aufgegriffen.

Zunächst berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unter dem Titel Wald der Feuermurmeln am 25. Oktober 2004 über diese angebliche Entdeckung.[73] Dann wurde im Alpen-Donau-Adria-Magazin des Bayerischen Fernsehens (15. Januar 2005) darüber berichtet. Unter dem Titel Geschoss aus dem All – ein Kometeneinschlag verwüstet Bayern strahlte die RTL-2-Serie „Welt der Wunder“ am 15. September 2005 einen ausführlichen Bericht mit computergenerierten Spezialeffekten und einer erfundenen Rahmengeschichte aus. In dieser ersten Berichterstattung blieb Kritik an der Realität dieses Vorgangs noch weitestgehend unerwähnt, die Kuriosität stand im Vordergrund. In der Reihe „Terra X“ des ZDF vom 8. Januar 2006 wurde die Diskussion um den sogenannten Chiemgau-Kometen vorgestellt. Die in dieser Sendung dargestellten, weitreichenden kulturhistorischen Auswirkungen sind allerdings spekulativer Natur und werden auch vom CIRT nicht gestützt.[74] Die Darstellung des Kometen-Einschlags selbst wurde ebenfalls heftig kritisiert.[75]

Ab 2006 wurde dann in den Medien zunehmend kritischer über die Hypothese berichtet und der Streit zwischen den Befürwortern und Kritikern in den Vordergrund gerückt, so in der BR-Reihe Faszination Wissen (2007) und der Arte-Reihe X:enius (2008) sowie aufgrund einer Pressemitteilungen des Landesamtes für Umwelt und einer dpa-Meldung im Herbst 2010 in zahlreichen deutschen Tageszeitungen und Wochenmagazinen.

Stellungnahme von Wissenschaftlern zu den Aktivitäten des CIRT

Eine Gruppe von über 20 Wissenschaftlern gab im November 2006 zu der Theorie eine Erklärung ab, in der kritisiert wurde, dass „trotz Mangels an Beweisen und fehlender Dokumentation in wissenschaftlichen Fachzeitschriften […] die ‚Chiemgau Impakt-Theorie‘ in den Medien sehr einseitig publik gemacht worden“ sei. Deshalb werde „die Herkunft der Krater durch den Einschlag eines Kometen eindeutig zurückgewiesen.“[76][77] In einer Erwiderung[78] wies das CIRT darauf hin, dass es in dieser Presseaussendung keine ihrer Forschungsergebnisse widerlegt sah und es sich durch die sehr umfangreiche Forschungsarbeit 2006 in ihren Erkenntnissen bestätigt sieht. Weitere Stellungnahmen folgten.[79][80]

Aufgrund von Presseberichten in Lokalzeitungen, die die Impakt-Theorie als wissenschaftlich anerkannt bezeichneten, aber auch, weil das CIRT zunehmend öffentlich und politisch präsent sei, um seine Ideen zu verbreiten, veröffentlichten 16 Wissenschaftler im Mai 2011 einen „Offenen Brief“,[81] in dem die bis heute getätigten Nachweisversuche des CIRT als abstrus bezeichnet werden. In dem Brief wird entschieden dem Eindruck entgegengetreten, dass die Impakt-Theorie auf einer wissenschaftlichen Basis beruhe oder gar einer wissenschaftlichen Überprüfung standhielte. In einer weiteren Stellungnahme,[82] in der sie den offenen Brief mit einer Diffamierungskampagne gleichsetzten, setzten sich CIRT-Mitglieder dagegen entschieden zur Wehr und gingen auf die vorgebrachten Argumente der Gegner teils detailliert ein.

Ausstellungen des CIRT

  • Museum zum Chiemgau-Impakt in der Schlossökonomie in Grabenstätt[83][84]
  • Virtuelles Impakt-Museum Grabenstätt[85]

Varia

Mehrere Autoren haben mittlerweile das Thema literarisch verarbeitet. Unter anderen hat René Paul Niemann die Hypothese, ihre Entstehung und Begleiterscheinungen in seinem Heimatkrimi Der Komet von Palling aufgegriffen.[86][87] Auch in Ursula Isbels Fantasy-Geschichte Die Nacht der Feen spielt der Einschlag eine Rolle.[88]

Literatur

  • Kord Ernstson: Der Chiemgau-Impakt. Ein bayerisches Meteoritenkraterfeld. Chiemgau-Impakt e. V., Traunstein 2010, ISBN 978-3-00-031128-4.
  • Kord Ernstson: Der Chiemgau-Impakt. Ein bayerisches Meteoritenkraterfeld. Teil 2 Chiemgau-Impakt e. V., Traunstein 2015, ISBN 978-3-00-049099-6.
  • Robert Darga & Johann Franz Wierer: Der Chiemgau-Impakt – eine Spekulationsblase – Oder: Der Tüttensee ist KEIN Kometenkrater. In: Auf den Spuren des Inn-Chiemsee-Gletschers – Exkursionen. Pfeil Verlag, München 2009, 192 S, ISBN 978-3-89937-104-8, S. 174–185 (PDF; 1,3 MB). Abgerufen am 8. Juli 2023.
  • Josef Gareis: Die Toteisfluren des bayerischen Alpenvorlandes als Zeugnis für die Art des spätwürmzeitlichen Eisschwundes. (= Würzburger Geographische Arbeiten. Heft 46). Würzburg 1978, DNB 801184797
  • E. Kroemer: Sedimententnahme und Datierungen in der Verlandungszone des Tüttensees. Bayrisches Landesamt für Umwelt 2010 (lfu.bayern.de PDF).
  • Bayerisches Landesamt für Umwelt: Nicht von dieser Welt. Bayerns Meteorite. Selbstverlag, Augsburg 2012, ISBN 978-3-936385-92-2. (Auf Seite 82–85 wird unter Es ist nicht alles Meteorit, was glänzt zum sogenannten Chiemgau-Impakt Stellung bezogen).
  • Huber, R., Darga, R., and Lauterbach, H.: Der späteiszeitliche Tüttensee-Komplex als Ergebnis der Abschmelzgeschichte am Ostrand des Chiemsee-Gletschers und sein Bezug zum „Chiemgau Impakt“ (Landkreis Traunstein, Oberbayern), E&G Quaternary Sci. J., 69, 93–120, 2020. doi:10.5194/egqsj-69-93-2020
  • Rösch, M., Friedmann, A., Rieckhoff, S., Stojakowits, P. and Sudhaus D.: A late Würmian and Holocene pollen profile from Tüttensee, Upper Bavaria, evidence of 15 millennia of vegetation history in the Chiemsee glacier region, Acta Palaeobotanica 61(2), 136–147, 2021. doi:10.35535/acpa-2021-0008
Commons: Chiemgau-Einschlag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Barbara Rappenglück, Michael A. Rappenglück, Kord Ernstson, Werner Mayer, Andreas Neumair, Dirk Sudhaus and Ioannis Liritzis: The fall of Phaethon: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany). In: Antiquity, Volume 84 (2010), S. 428–439
  2. Wann stürzte der Himmel ein? Die Datierung des Chiemgau-Impakts (PDF; 1,1 MB)
  3. a b Sedimententnahme und Datierungen in der Verlandungszone des Tüttensees (PDF; 781 kB), Kurzbericht des Bayerischen Landesamts für Umwelt, 2010
  4. a b Huber, R., Darga, R., and Lauterbach, H. (2020): Der späteiszeitliche Tüttensee-Komplex als Ergebnis der Abschmelzgeschichte am Ostrand des Chiemsee-Gletschers und sein Bezug zum „Chiemgau Impakt“ (Landkreis Traunstein, Oberbayern), E&G Quaternary Sci. J., 69, 93–120, 2020. doi:10.5194/egqsj-69-93-2020
  5. a b M. Rösch et al. (2021): A Late Würmian and Holocene pollen profile from Tüttensee, Upper Bavaria, as evidence of 15 Millennia of landscape history in the Chiemsee glacier region. Acta Palaeobotanica, 61(2), 136-147. doi:10.35535/acpa-2021-0008
  6. Doppler G. & Geiss E. (2005): Der Tüttensee im Chiemgau – Toteiskessel statt Impaktkrater (PDF; 390 kB)
  7. LfU - Pressemitteilung Nr. 37: Neue Altersdaten: Kein "Kelten-Komet" im Chiemgau
  8. Kord Ernstson: Der Chiemgau-Impakt. Chiemgau-Impakt e. V. 2010, ISBN 978-3-00-031128-4, S. 15–19
  9. Kord Ernstson: Chiemgau Impact Research Team (CIRT). In: https://www.chiemgau-impakt.de. CIRT, abgerufen am 15. Oktober 2025.
  10. Verein-Jahresvortrag-Praesentation-2025 (PDF; 11,3 MB).
  11. Streuellipse und Kraterdimensionen auf chiemgau-impakt.de
  12. a b Der holozäne Tüttensee Meteoritenkrater in Südostdeutschland, CIRT
  13. U. Schüssler, M. Rappenglück, K. Ernstson, W. Mayer, B. Rappenglück: Das Impakt-Kraterstreufeld im Chiemgau In: European Journal of Mineralogy. 17, Beiheft 1, 2005, S. 124.
  14. a b c K. T. Fehr, J. Pohl, W. Mayer, R. Hochleitner, J. Fassbinder, E. Geiss, H. Kerscher: A meteorite impact crater field in eastern Bavaria? A preliminary report. In: Meteoritics & Planetary Science. 40, Nr. 2, 2005, S. 187–194.
  15. Ernstson, K., Mayer, W., Neumair, A., Rappenglück, B., Rappenglück, M.A., Sudhaus, D., Zeller, K.(2010): The Chiemgau Crater Strewn Field: Evidence of a Holocene Large Impact Event in Southeast Bavaria, Germany – Journal of Siberian Federal University Engineering & Technologies 1, (2010 3), 72-103
  16. a b c V. Hoffmann, W. Rösler, A. Patzelt, B. Raeymaekers, P. van Espen: Characterization of a small crater-like structure in southeast Bavaria, Germany. (PDF-Datei; 20 kB) In: Meteoritics and Planetary Science. 40, 2005, S. A69.
  17. Kord Ernstson (2011): Gravimetrische Untersuchungen bei Grabenstätt: Anzeichen für einen Impaktursprung des Tüttensee-Kraters (Chiemgau-Impakt) erhärtet. [1]
  18. Huber, R., Darga, R., and Lauterbach, H. (2020): Der späteiszeitliche Tüttensee-Komplex als Ergebnis der Abschmelzgeschichte am Ostrand des Chiemsee-Gletschers und sein Bezug zum „Chiemgau Impakt“ (Landkreis Traunstein, Oberbayern), E&G Quaternary Sci. J., 69, 93–120, 2020. Abb. 4. doi:10.5194/egqsj-69-93-2020
  19. Robert Huber (2011): Die Molasse unter dem Tüttensee, in CHIEMGAU IMPACT? von Hirnsteinen und Toteislöchern. [2]
  20. Kord Ernstson (2011): Die Gravimetrie des Tüttensee-Kraters – neu beleuchtet, in Chiemgau-Impakt.de [3]
  21. www.chiemgau24.de: Neues Donnerloch entdeckt
  22. CIRT – Ernstson 11.2013: „Donnerloch bei Kienberg – Ergebnis der Messung durch das CIRT“
  23. www.chiemgau24.de: Ein neues „Donnerloch“ und viele alte Fragen
  24. Kord Ernstson, Werner Mayer, Andreas Neumair, Dirk Sudhaus: The sinkhole enigma in the Alpine Foreland, Southeast Germany: Evidence of impact-induced rock liquefaction processes. In: Open Geosciences. Band 3, Nr. 4, Dezember 2011, ISSN 2391-5447, S. 385–397, doi:10.2478/s13533-011-0038-y (link.springer.com).
  25. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Gefahrenhinweiskarte Alpen mit Alpenvorland – Landkreis Traunstein, Seiten 49–50 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  26. Das Donnerloch-Phänomen und der Chiemgau-Impakt: Ein neuer Baggerschurf, geophysikalische und geologische Befunde, Kord Ernstson und Andreas Neumair, Juli 2014
  27. LfU, Geo-Newsletter Bayern, No. 32, 17. August 2016
  28. LfU (2016): „Donnerlöcher“ – Erdfälle im Alpenvorland (PDF; 12,4 MB).
  29. UmweltAtlas Bayern. Geogefahren/Erdfälle/Dolinen. Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), abgerufen am 9. Juli 2023 (Donnerlöcher bei Kienberg).
  30. UmweltAtlas Bayern. Geogefahren/Georisk-Objekte. Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), abgerufen am 9. Juli 2023 (Donnerlöcher bei Kienberg).
  31. Neue Beobachtungen zu den Furchensteinen vom Chiemsee CIRT
  32. Robert Darga & Johann Franz Wierer: Der Chiemgau-Impakt – eine Spekulationsblase – Oder: Der Tüttensee ist KEIN Kometenkrater. in: Auf den Spuren des Inn-Chiemsee-Gletschers – Exkursionen. Pfeil Verlag, München 2009, 192 S, ISBN 978-3-89937-104-8, S. 174-185. (PDF; 1,3 MB). Abgerufen am 21. November 2025.
  33. www.scribd.com Huber, R. & Götz, S – Die Chiemsee Furchensteine, wie aus Bioerosion eine Katastrophe wird.
  34. Das Donnerloch-Phänomen und der Chiemgau-Impakt: Ein neuer Baggerschurf, geophysikalische und geologische Befunde
  35. Das Bayerische Landesamt für Umwelt – geologischer Dienst – und der Chiemgau-Impakt: eine unendliche Geschichte.(2013)
  36. Chiemgau-Impakt: Artikel zur Impakt-Bodenverflüssigung (Liquefaktion)(2011)
  37. IMPAKT-KRITERIEN für das Chiemgau-Impaktereignis und Meteoritenkrater-Streufeld (2011)
  38. Die archäologische Ausgrabung Chieming-Stöttham, Archäologe Dr. Möslein und die Süddeutsche Zeitung (SZ) (2011)
  39. Die Bunte Breccie vom Tüttensee (K.Ernstson)
  40. From biomass to glassy carbon and carbynes: evidence of possible meteorite impact shock coalification and carbonization K. Ernstson, T. G. Shumilova, S. I. Isaenko, A. Neumair, M. A. Rappengluck (2013)
  41. Schock-Effekte (Schockmetamorphose) in Gesteinen aus dem Impakthorizont am Tüttensee (CIRT)
  42. Ernstson, K., Sideris, C., Liritzis, I., Neumair, A. (2012): The Chiemgau meteorite impact signature of the Stöttham archeological site (Southeast Germany) – Mediterranian Archeology and Archeometry, Vol.12.2, 249-259
  43. Reimold et al.: Impact controversies: Impact recognition criteria and related issues. (PDF) In: https://onlinelibrary.wiley.com. Meteoritics & Planetary Science, Volume 49, Issue 5, 2014, S. 723–731, abgerufen am 21. November 2025 (englisch).
  44. Reimold, U. & Koeberl, C.: Impact structures in Africa: A review. (PDF) In: https://www.sciencedirect.com. Journal of African Earth Sciences. Volume 93, May 2014, S. 57–175, abgerufen am 21. November 2025 (englisch).
  45. (Abstract),(Poster)Shumilova, T. G., Isaenko, S. I., Makeev, B. A., Ernstson, K., Neumair, A., Rappenglück, M. A. (2012): Enigmatic poorly structured Carbon substances from the Alpine foreland, southeast Germany: evidence of a cosmic relation – 43rd Lunar and Planetary Science Conference, Abstract & Poster #1430
  46. (Abstract), (Poster)Isaenko, S. I., Shumilova, T. G., Ernstson, K., Shevchuk, S., Neumair, A., Rappenglück, M. (2012): Carbynes and DLC in naturally occurring carbon matter from the Alpine Foreland, South-East Germany: Evidence of a probable new impactite – Abstracts European Mineralogical Conference Vol. 1, EMC 2012-217, Frankfurt
  47. Chiemit – Widmungszeremonie Herr Josef Konhäuser
  48. (Abstract)(Poster) Brogan Smith, Anais Pages, Jens Klump (Mineral Resources, CSIRO, Kensington WA, Australia), Robert Huber (MARUM, Universität Bremen, Bremen, Germany), Robert Darga (Naturkunde- und Mammut-Museum, Siegsdorf, Germany): If you wish upon a star. Chiemite: an Anthropocene pseudo-impactite – EGU 2019 Poster und Abstract #18826
  49. M. Rappenglück., U. Schüssler, W. Mayer, K. Ernstson: Sind die Eisensilizide aus dem Impakt-Kraterstreufeld im Chiemgau kosmisch? (Memento vom 21. August 2010 im Internet Archive) (PDF-Datei; 135 kB) In: European Journal of Mineralogy. 17, Beiheft 1, 2005, S. 108.
  50. uli-schuessler.de: Zur Herkunft der Eisensilizide Xifengit und Gupeiit im Untergrund von SE-Bayern (Memento vom 7. Dezember 2012 im Internet Archive)
  51. Heinlein, D.: Der sogenannte „Kelten-Killer-Komet“. (PDF; 12 MB) Gab es einen Kometeneinschlag im Chiemgau? Vereinigung der Sternfreunde e.V., S. 84-86, abgerufen am 20. November 2025.
  52. (Yushkin Memorial Seminar–2014). Syktyvkar, … Academician N. P. Yushkin ―Problems and perspectives of modern mineralogy (Memento des Originals vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.minsoc.ru
  53. Meteorite impact on a micrometer scale: iron silicide, carbide and CAI minerals from the Chiemgau impact event (Germany) Michael A. Rappenglück (InfIS), Frank Bauer (Oxford Instruments GmbH NanoScience), Kord Ernstson (CIRT), Michael Hiltl (Carl Zeiss Microscopy GmbH)
  54. Gerhard Doppler, Erwin Geiss, Ernst Kroemer, Robert Traidl: Response to ‘The fall of Phaethon: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany)’ by Rappenglück et al. (Antiquity 84). In: Antiquity, Volume 85, No 327, S. 274–277
  55. Barbara Rappenglück, Michael A. Rappenglück et al.: Reply to Doppler et al. ‘Response to “The fall of Phaethon: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany) (Antiquity 84)”’. In: Antiquity, Volume 85, No 327, S. 278–280
  56. James, P. & van der Sluijs, M.A. (2016): The Fall of Phaethon in Context: A New Synthesis of Mythological, Archaeological and Geological Evidence. Journal of Ancient Near Eastern Religions 16, 67-94
  57. CIRT – Der Tüttensee – bisher größter Krater im Streufeld
  58. BayernAtlas Relief
  59. LfU - Tüttensee, Geotop-Nummer 189R039
  60. CIRT – Regionale Forschung auf Spitzenniveau: Pferdehof ND
  61. BayernAtlas Relief
  62. LfU - Toteisloch SW von Klosterseeon, Geotop-Nummer 189R002
  63. Eglsee-Struktur, Seeon
  64. BayernAtlas Relief
  65. LfU - Schluckloch Eglsee, Geotop-Nummer 189R025
  66. CIRT – Regionale Forschung auf Spitzenniveau: Purkering
  67. BayernAtlas Relief
  68. Poster: Ries Steinheim Chiemgau
  69. BayernAtlas Relief
  70. Chiemgau-Impakt.de: Ein neuer größerer Einschlagskrater?
  71. BayernAtlas Relief
  72. BayernAtlas Relief
  73. Matthias Schulz, Astronomie: Wald der Feuermurmeln, in: Der Spiegel vom 25. Oktober 2004
  74. CIRT: Die Terra X-Sendung in der Diskussion.
  75. Elmar Jessberger: Eine Märchenstunde im ZDF. In: Sterne und Weltraum. März 2006 (Leserbrief)
  76. Gesine Steiner: Vermeintlicher Einschlag eines Kometen im Chiemgau entbehrt wissenschaftlicher Grundlage. Presseerklärung des Museums für Naturkunde, Berlin, 21. November 2006
  77. U. Reimold u. a.: Vermeintlicher Einschlag eines Kometen im Chiemgau entbehrt wissenschaftlicher Grundlage. (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (PDF-Datei; 77 kB) Voller Wortlaut der Presseerklärung des Museums für Naturkunde, Berlin, 21. November 2006
  78. CIRT: Erwiderung zur Presseerklärung (Gesine Steiner) des Naturkunde-Museums Berlin vom 21. November 2006.
  79. CIRT: Kritischer Kommentar von Ferran Claudin, Spanien, zur Presseerklärung des Naturkunde Museums Berlin. (spanischer Originaltext, deutsche Übersetzung)
  80. CIRT: Chiemgau-Impact-Research-Team mahnt die Beantwortung der zehn Fragen aus der Erwiderung zur Presseerklärung des Berliner Naturkundemuseums an. (Memento vom 20. Mai 2011 im Internet Archive)
  81. Offener Brief zum „Chiemgau-Impakt“ und zu den Aktivitäten des „Chiemgau Impact Research Teams“ in der Öffentlichkeit
  82. Chiemgau Impakt – Diffamierungskampagne gegen einen Meteoriteneinschlag im Chiemgau
  83. Gemeinde Grabenstätt: Museen in Grabenstätt
  84. museen-in-bayern.de: Chiemgau-Impakt – ein bayerisches Meteoritenkraterfeld
  85. Virtuelles Impakt-Museum Grabenstätt
  86. René Paul Niemann: Der Komet von Palling. Reihe Oberbayern Krimi. Verlag H J Emons, 2012, ISBN 3-86358-083-4.
  87. Aib: Niemand liest: „Der Komet von Palling“. Weser Kurier, 13. Juni 2013, abgerufen am 17. September 2025: „Ist er der endgültige Beweis für einen Meteoriteneinschlag im Chiemgau?“
  88. Ursula Isbel: Die Nacht der Feen. Ueberreuter Verlag, 2009, ISBN 3-8000-5464-7.